03.12.2025
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5 Jahre nach dem Exit: tarife.at-Gründer gibt Führung ab und zieht sich zurück

Nach über einem Jahrzehnt zieht sich Gründer Maximilian Schirmer aus der operativen Führung von tarife.at zurück. Mit Jahresbeginn gibt er die Geschäftsführung des Mobilfunk- und Tarifvergleichsportals ab.
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Maximilian Schirmer (rechts) übergibt zu Jahresende die Geschäftsführung von tarife.at an Michael Kreil. | Foto: tarife.at

Maximilian Schirmer hat tarife.at als Schüler in seinem Kinderzimmer gestartet und offiziell 2017 als GmbH gegründet. Nur vier Jahre später legte er einen großen Exit hin (brutkasten berichtete). Im April 2021 übernahm Geizhals das Portal, das sich zu diesem Zeitpunkt zum größten Mobilfunk-Vergleichsangebot Österreichs entwickelt hatte. Rund sechs Millionen Euro sollen damals geflossen sein. Die Plattform tarife.at wurde seitdem als eigenständige Marke innerhalb der Gruppe weitergeführt. 

Vom Kinderzimmer zum Exit

Tatsächlich reichen die Anfänge von tarife.at noch weiter zurück. Bereits 2010 soll Schirmer das Fundament für tarife.at gelegt haben. Der damalige Schüler programmierte erste Tarifrechner. 2012 ging die Website schließlich online. Über Jahre hinweg baute er Technologie, Inhalte und Vermarktung ohne externe Finanzierung aus und erweiterte das Team Schritt für Schritt.

Mit dem Einstieg von Geizhals verfolgten beide Seiten das Ziel, ihre jeweiligen Stärken im Preis- und Tarifvergleich zu bündeln: Die Mutterfirma steuerte Markenbekanntheit, Infrastruktur und unternehmerisches Know-how bei, während tarife.at sein spezialisiertes Telekom-Know-how einbrachte. 2023 kam mit der Übernahme des Energievergleichsportals compera.at ein weiteres Puzzleteil hinzu (brutkasten berichtete). 

Mike Kreil übernimmt Geschäftsführung

Zum neuen Jahr übernimmt nun Mike Kreil die Geschäftsführung von tarife.at. Er gilt in der Geizhals-Gruppe als erfahrene Führungskraft, die bereits tief in die Weiterentwicklung des Unternehmens eingebunden war. Zuvor leitete er Ciuvo, ein weiteres Tochterunternehmen, und verantwortete dort den Aufbau branchenspezifischer E-Commerce-Vergleichsportale.

„Ich freue mich sehr auf diese neue Aufgabe. Nachdem ich tarife.at als Schwesterunternehmen seit vielen Jahren beratend begleiten darf, bin ich hochmotiviert, den bisherigen Erfolgsweg weiterzugehen und neue Impulse zu setzen. Im Mittelpunkt steht auch künftig ein hochwertiger, unabhängiger Tarifvergleich mit klarer Ausrichtung auf Benutzerfreundlichkeit, technischer Qualität und höchster Transparenz”, so Kreil.

Schirmer: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt“

Schirmer selbst zeigt sich überzeugt, das Unternehmen in gute Hände zu übergeben: „Die Gewissheit, dass tarife.at durch unsere langjährigen Mitarbeitenden und mit Mike Kreil – einem erfahrenen Geschäftsführer und langjährigen Wegbegleiter aus der Unternehmensgruppe – in besten Händen weitergeführt wird, ermöglicht es mir, den Blick nach vorne zu richten und neue unternehmerische Wege einzuschlagen.“

Laut Presseaussendung soll Schirmer am 14. April 2026 „im besten Einvernehmen“ endgültig aus der Gesellschaft ausscheiden. Er begründet den Schritt mit einem selbst gesetzten Übergabezeitpunkt, der genau fünf Jahre nach dem Verkauf liegen soll: „Ich habe diesen Job mein halbes Leben lang voller Begeisterung gelebt. Aus einem Schülerprojekt ist ein Unternehmen mit einem starken Team, einem ausgereiften Produkt und einem stabilen wirtschaftlichen Fundament geworden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Geschäftsführung zu übergeben und anzuerkennen, dass sich tarife.at zu einer eigenständigen und reifen Organisation entwickelt hat. Als Gründer erfüllt es mich mit großer Demut, diese unternehmerische Entwicklung angeführt haben zu dürfen.“

Hohe Ansprüche

Für die Zukunft der Marke gibt sich die Geizhals-Gruppe zuversichtlich. Tarife.at soll weiterhin ein zentraler Baustein des Portfolios bleiben und strategisch ausgebaut werden. Man habe den Anspruch auch künftig ein Höchstmaß an Transparenz, technischer Qualität und Service im österreichischen Tarifvergleich zu bieten, so das Unternehmen.

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Alawyer
© Karo Pernegger - Wolfgang Deutschmann.

Wolfgang Deutschmann ist wohl vielen in der heimischen Innovations-Szene ein Begriff. Bereits mit 18 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und baute das Crowdfunding-Unternehmen Rockets Holding auf. Zudem ist er auch Eigentümer und CEO der ado New Media GmbH, einer Full-Service-Agentur für Social Media Marketing.

Aus dieser entstand die Idee zu Taxado – eine Recruiting-Plattform für Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien, die 2023 an den Start ging. Nun gibt es mit Alawyer das nächste Projekt des Seriengründers, für das er gleich 1,5 Millionen Euro an Förderung einheimsen konnte.

Alawyer-Founder: „Keinesfalls Anwält:innen oder Steuerberater:innen ersetzen“

Während herkömmliche Tools oft schnelle, aber nicht mit Quellen belegbare Antworten liefern würden, verfolge Alawyer einen anderen Ansatz, heißt es vom Unternehmen. Die KI recherchiert auf Grundlage von Gesetzen, Gerichtsentscheidungen, Fachliteratur und anderen offiziellen Quellen wie dem Grundbuch oder dem Firmenbuch, liest man in einer Aussendung.

Dabei folge sie derselben juristischen Methodik, die auch Jurist:innen bei der rechtlichen Recherche anwenden. Die Inhalte sollen dabei verständlich und nachvollziehbar aufbereitet werden, sodass den Antworten auch Laien folgen können. Die Überprüfung der KI-generierten Texte durch eine Expert:in sei dennoch notwendig, da Alawyer weder Rechts- noch Steuerberatung erbringt, wie Deutschmann erklärt „Alawyer ist bewusst nicht nur für Juristinnen und Juristen entwickelt und soll auch keinesfalls Anwält:innen oder Steuerberater:innen ersetzen. Im Gegenteil, die KI wurde mit rund 200 Expert:innen entwickelt: Schon jetzt gehören viele von ihnen zu unseren allerersten User:innen und profitieren selbst von dem Paradigmenwechsel im Rechtsbereich“, sagt er.

In elf Ländern verfügbar

Verfügbar ist Alawyer ab sofort mit Gesetzen und Gerichtsentscheidungen aus elf Ländern: neben Österreich und Deutschland zählen dazu Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Polen, Tschechien, Schweden, Dänemark und Finnland. Der Rest der EU soll bis zum Jahresende folgen.

Konkret möchte Alawyer dabei helfen, rechtliche Informationen zu strukturieren und zugänglich zu machen. Die KI unterstützt beispielsweise neben den Recherchen im Grund- oder Firmenbuch auch bei Vertragsanalysen oder bei der Aufbereitung von Quellen zu komplexen Rechtsfragen. Privatpersonen erhalten zudem den Hinweis, für rechtliche Beratung unbedingt Expert:innen (z.B. Rechtsanwält:innen oder Steuerberater:innen) hinzuziehen, und können den Chat samt Quellen direkt mit diesen teilen.

Zu den ersten Anwendern der KI-Lösung Alawyer zählen bereits mehrere Unternehmen aus dem juristischen und industriellen Umfeld. Genannt werden unter anderem Bosch Österreich, Frauscher Sensortechnik sowie die Gaedke & Partner Steuerberatung, die das Tool jeweils in unterschiedlichen Bereichen wie Legal Counsel, Compliance oder steuerlicher Beratung einsetzen.

Förderung aus Italien und EU

Die Zielgruppe von Alawyer umfasst Privatpersonen und Unternehmen. Der Zugriff erfolgt über Web sowie mobile Apps für iOS und Android (ab September). Abgerechnet wird über ein Credit-System pro Nutzung, zusätzlich gibt es einen kostenlosen Free-Plan. Für Unternehmen sind Abo-Modelle und Integrationen in bestehende Systeme vorgesehen.

„Unser Anspruch ist klar: Jeder Mensch soll sich schnell und einfach bei Rechtsfragen orientieren können. In Österreich, in der EU, in Europa – mit Alawyer wird rechtliche Intelligenz für alle zugänglich“, erklärt Deutschmann, der für sein Unternehmen die erwähnten rund 1,5 Millionen Euro an Förderung unter anderem durch die EU sowie durch das italienische Wirtschafts- und Finanzministerium erhalten hat.

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