18.10.2019

4YFN: Barcelonas Startup-Messe während des Mobile World Congress 2020

Die Startup-Konferenz 4YFN - das steht für "4 years from now" - findet auch 2020 wieder parallel zum Mobile World Congress in Barcelona statt. Die Aussenwirtschaft Austria verhilft Startups aus Österreich zu einem eigenen Messestand.
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4YFN Barcelona 2020
(c) 4YFN
sponsored

Jedes Jahr treffen sich Entscheidungsträger und Experten der Telco-Branche auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona, um dort die neusten Smartphones zu präsentieren und über aktuelle Trends zu diskutieren. Parallel dazu wird die Startup-Konferenz 4YFN veranstaltet, die im kommenden Jahr von 24. bis 26. Februar stattfinden wird.

Die Größe des 4YFN lässt sich gut mit ein paar eindrucksvollen Zahlen demonstrieren: Drei Tage lang treffen sich auf der 4YFN rund 23.000 Teilnehmer aus 147 verschiedenen Ländern, darunter 21 Prozent aus C-Level-Positionen und insgesamt rund 950 Investoren. Auf rund 18.000 Quadratmetern versammeln sich 760 Aussteller – darunter 670 Startups – und auf sieben Bühnen können die Teilnehmer den Talks von 420 Speakern, sowie den Pitches von über 300 Startups folgen.

xside: Vernetzung der Welten von 4YFN und MWC 2020

Neu im Jahr 2020 ist das Projekt xside – ein Treffen, das die Teilnehmer von MWC, 4YFN und des Musikfestivals Sónar miteinander vernetzt. Hier treffen also Startups auf Designer, Musiker und Manager der Mobilfunkbranche, um gemeinsam zu erörtern, welche Rolle Kunst und Technologie für die Gestaltung unserer Zukunft spielen. Sicher wird sich dort auch die eine oder andere Kooperation ergeben.

So kommen österreichische Startups an einen Stand auf der 4YFN

Das AußenwirtschaftsCenter Barcelona organisiert die österreichische Teilnahme am 4YFN 2020. Interessierte Startups können das Angebot nutzen, um am Event teilzunehmen und sich selbst dort zu präsentieren. Das Teilnahmepaket für Aussteller beinhaltet dabei eine eigene Startup Corner mit zwei Hockern beim österreichischen Gruppenstand, inklusive Platzierung von Logo, Firmenname und kurzer Firmenbeschreibung. Außerdem sind zwei Tickets für das 4YFN inkludiert, die auch den Besuch des xside-Events und des Mobile World Congress am 27. Februar 2020 ermöglichen.

+++Startup Nation India: Delegationsreise zu Indiens Tech-Hubs+++

Weiters unterstützt das AußenwirtschaftsCenter Barcelona die Teilnehmer bei Bewerbung und Marketing – etwa durch Networking-Events, Werbung in Mailings, Presse und Social Media, sowie eine zwölfmonatige Firmeneinschaltung auf www.advantageaustria.org,  eine Firmeneinschaltung auf der 4YFN Webseite und der MWC Networking App, die Anmeldung zu offiziellen Pitching Sessions (Auswahlverfahren/Zulassung durch 4YFN), die Anmeldung zum 4YFN Award (Auswahlverfahren/Zulassung durch 4YFN), die Teilnahme am Startups & Corporates Meetings von EEN (Enterprise Europe Network) und die Teilnahme am MWC B2B Brokerage Event von EEN am Donnerstag, 27. Februar 2020.

Für Mitglieder der WKÖ belaufen sich die Teilnahmekosten auf 700 Euro + 20 Prozent USt (Teilnahmebeitrag) + 1000 Euro (Kostenbeitrag), für Nicht-Mitglieder liegen die Kosten bei 1400 Euro + 20 Prozent USt (Teilnahmebeitrag) + 2000 Euro (Kostenbeitrag).

Anmeldefrist ist der 24. Oktober 2019.

==> alle Details, Programm, Teilnahmebedingungen und Anmeldung unter diesem Link

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Sabrina Masur, CEO und Co-Founderin von Nifty
Sabrina Masur, CEO und Co-Founderin von Nifty | Foto: Nifty

Stile und Werke von Kreativschaffenden landen oft ungewollt im Training generativer KI. Nifty IP will das ändern – mit einem Werkzeug, das Schutz und Kontrolle ermöglichen soll – brutkasten berichtete bereits im Vorjahr.

Nifty IP mit frischem Kapital

Seitdem hat sich bei der Wiener FlexCo einiges getan. Man erhielt eine Förderung in Höhe von 250.000 Euro – 150.000 Euro aus dem „AI Adoption Programm“ des aws, 40.000 Euro Förderung durch das „Media Innovation Lab“ der Wiener Zeitung und rund 60.000 Euro Eigeninvestitionen der Gründer. Zudem etwa 2.000 Euro an „Google Cloud Credits“.

Die neuen Mittel werden künftig für den Aufbau der technischen Infrastruktur, die Analyse großer Datensätze und KI-Modelle sowie die Weiterentwicklung der Plattform eingesetzt.

„Millionen Bilder, Illustrationen und kreative Werke wurden bereits für das Training generativer KI-Systeme verwendet. Für die meisten Rechteinhaber ist jedoch kaum nachvollziehbar, ob ihre Inhalte betroffen sind oder welche Möglichkeiten sie haben, darauf zu reagieren“, sagt Sabrina Masur, Co-Founderin und CEO von Nifty IP. „Der aktuelle Prototyp von uns unterstützt Rechteinhaber dabei, mögliche Verwendungen ihrer Werke im KI-Kontext zu identifizieren und zu analysieren.“

Dokumentation der Ergebnisse

Dabei können Nutzer:innen ihre Bilder hochladen und prüfen lassen, ob Hinweise auf eine Nutzung ihrer Inhalte in Datensätzen oder im Umfeld generativer KI vorliegen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und in nachvollziehbarer Form aufbereitet. Darüber hinaus bietet die Plattform Monitoring-Funktionen: Rechteinhaber können ihre Werke registrieren und werden benachrichtigt, wenn künftig neue potenzielle Verwendungen erkannt werden. Ziel des Teams ist es nicht nur, vergangene Nutzungen sichtbar zu machen, sondern auch zukünftige Verwendungen frühzeitig zu erkennen.

Technisch nutzt Nifty IP eine Kombination aus Bildanalyse-, Vergleichs- und Forensikverfahren. Registrierte Bilder werden mit bekannten Datensätzen und Bildsammlungen – die für das Training von KI verwendet werden – und weiteren relevanten Quellen abgeglichen, um potenzielle Verwendungen urheberrechtlich geschützter Inhalte zu identifizieren und nachvollziehbar zu dokumentieren.

„Membership-Inference“

Zusätzlich setzt Nifty IP sogenannte „Membership-Inference“-Verfahren ein. Diese ermöglichen es, punktuell auch sogenannte Blackbox-Modelle zu untersuchen, also KI-Modelle, deren Trainingsdaten von den Anbietern nicht offengelegt werden.

Ein weiterer Bestandteil der Plattform ist die Analyse von Websites auf Schutzmaßnahmen gegen KI-Crawler. Nifty IP prüft bestehende Schutzmechanismen und kann technische Maßnahmen empfehlen oder automatisiert umsetzen, um die Sichtbarkeit für KI-Crawler einzuschränken.

„Viele Künstler, Agenturen oder Museen wissen gar nicht, dass ihre Inhalte automatisiert von KI-Systemen erfasst werden können, wenn man dies nicht explizit verbietet“, erklärt Masur. „Nifty IP deckt daher den gesamten Schutzprozess ab: von der Prävention gegen KI-Crawler über den Nachweis und die Dokumentation der unerlaubten Nutzung zum Training von KI bis hin zum Monitoring zur Früherkennung von weiteren Verstößen.“

Nifty IP: Fokus auf größere Unternehmen

Zur Zielgruppe des Startups gehören Künstler:innen, Fotografen:innen, Illustrator:innen und Agenturen, da sie besonders stark von den Auswirkungen generativer KI betroffen seien. Über die Plattform können jene ihre Werke analysieren, überwachen und „künftig besser schützen“.

„Unser momentaner Fokus liegt zurzeit jedoch stark bei größeren Unternehmen und Organisationen, die umfangreiche Content-Bestände verwalten. Dazu zählen besonders große Stock-Plattformen, Verwertungsgesellschaften, Medienhäuser und Verlage, die Millionen von Werken verwalten. Mit mehreren großen Akteuren aus diesen Bereichen stehen wir bereits im Austausch und das Interesse ist sehr hoch“, präzisiert die Founderin.

Überwachen statt Verändern

Die Abgrenzung zur bestehenden Konkurrenz wie Glaze, Nightshade oder Spawning.ai liegt darin, dass etwa Glaze und Nightshade einen präventiven Ansatz verfolgen würden und Inhalte vor der Veröffentlichung verändern, um zukünftiges KI-Training zu erschweren oder die Qualität späterer Modelltrainings zu beeinflussen.

„Nifty IP verfolgt dagegen einen anderen Ansatz. Wir versuchen nicht, KI-Modelle oder Trainingsprozesse zu beeinflussen, sondern entwickeln forensische Werkzeuge, die Rechteinhabern helfen sollen, die potenzielle Nutzung ihrer Inhalte nachzuweisen, zu dokumentieren und kontinuierlich zu überwachen. Damit beschäftigen wir uns eher mit der Frage: Was passiert, wenn Inhalte trotz Schutzmaßnahmen oder ohne Wissen der Rechteinhaber bereits für KI-Training verwendet wurden“, erklärt Masur ihre Arbeitsweise. „Darüber hinaus arbeiten wir gemeinsam mit spezialisierten Kanzleien an standardisierten Prozessen für Dokumentation und rechtliche Durchsetzung, um die Brücke zwischen technischer Analyse und praktischer Anwendbarkeit für Rechteinhaber zu schließen. Unser Ziel ist es nicht nur mehr ihnen Transparenz zu verschaffen, sondern Betroffenen auch konkrete Handlungsmöglichkeiten zu geben, wenn ihre Inhalte ohne Zustimmung genutzt werden.“

Ziel: Datenbasis aufbauen

In den kommenden Monaten konzentriert sich Nifty IP auf die kontinuierliche Indexierung relevanter Datensätze und den Ausbau seiner Analyse- und Monitoring-Infrastruktur. Parallel dazu steht man mit mehreren größeren Plattformen, Rechteinhabern und Akteuren der Kreativwirtschaft im Austausch, um strategische Partnerschaften und erste Pilotprojekte zu evaluieren, wie die Founderin erklärt.

„Gleichzeitig“, gibt Masur einen weiteren Einblick in die nächste Zeit ihres Unternehmens, „bereiten wir die nächsten Wachstumsschritte (Seed-Round) vor und führen Gespräche mit potenziellen Investoren und strategischen Partnern. So wollen wir den weiteren Ausbau der Plattform beschleunigen und den Schutz kreativer Inhalte im Zeitalter generativer KI langfristig stärken.“

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