02.12.2019

4gamechangers 2020: 72 Stunden für Aufbau eines Klimaschutz-Startups

Die nächste Ausgabe des (durchaus umstrittenen) Event-Formats Startup Moonshot findet im Rahmen des 4gamechangers 2020 von 31. März bis 3. April unter dem Motto 4future statt. Dabei soll in einem 72 Stunden-Hackathon mit ca. 150 Personen ein marktreifes Klimaschutz-Startup entstehen.
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4gamechangers 2020 startup Moonshot
(c) Puls4 | 4gamechangers

Das Konzept der Startup Moonshot-Events ist denkbar ambitioniert und wohl deshalb auch umstritten. Auf Basis einer technologischen Entwicklung bzw. eines Forschungsergebnisses (muss bereits vorhanden sein) soll in einem 72 Stunden-Prozess mit 150 Teilnehmern ein marktreifes Startup entstehen – die Veranstalter sprechen von „synchronisierter, angewandter, kollektiver Intelligenz“. Diese Teilnehmer sollen „Wissenschaftler, Unternehmer, Pioniere, Visionäre, Connectoren, Softwareentwickler, Ingenieure, Designer, Data-Analysten, Investoren, Strategen und Manager“ sein – so das Konzept. Eben solche sucht man gerade für die nächste Ausgabe, die im Rahmen des 4gamechangers 2020 von 31. März bis 3. April über die Bühne geht. Unter anderem sollen 45 Developer im Rahmen eines in den Moonshot integrierten Hackathons an Software-Lösungen arbeiten.

+++ Startup Moonshot: “Jahrelanger Prozess auf 72 Stunden fokussiert” +++

Klimaschutz als Großthema beim Moonshot am 4gamechangers 2020

Noch vor diesen Beteiligten brauchen die Veranstalter aber das zugrunde liegende Konzept, also Technologie bzw Forschungsergebnis, das derzeit mit einem Call for Ideas gesucht wird. Im Zentrum steht bei dieser Ausgabe unter dem Motto „Moonshot 4future“ das Thema Klimaschutz. „Was wir brauchen sind Ideen und Lösungen mit POC, die entweder Emissionen drastisch verringern oder die generelle Energieeffizienz in den Industrie-, Landwirtschafts-, Transport- und Kommunikationsprozessen des Planeten dramatisch verbessern“, heißt es dazu in einer Aussendung.

Leistungen im Umfang von „rund einer Million Euro“

Insgesamt soll die Leistung der 150 Beteiligten an vier Tagen am 4gamechangers 2020 einen Gegenwert von rund einer Million Euro haben – so die Schätzung der Veranstalter. Dabei müssen die involvierten „Gründer“ nicht zahlen und keine Anteile abgeben (zweiteres war in früheren Ausgaben noch anders). Dabei räumen die Veranstalter ein: „Uns ist bewusst, dass wir mit 150 Menschen und einem Moonshot die Klimakatastrophe nicht abwenden können. Aber er ist ein erster von vielen konkreten Schritten in die einzig richtige Richtung. Und wir sind überzeugt: Wenn wir uns mit Dir und vielen vielen anderen Menschen hier und jetzt zusammentun, können wir sehr sehr viel erreichen. Das Leben auf der blauen Kugel ist auf jeden Fall viel zu schön, um es nicht mit allem, was wir haben, zu versuchen“.

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Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.

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Michael Waupotitsch, VP Textile Recycling | Andritz

Michael Waupotitsch | (c) Andritz

Angesichts von weltweit 92 Millionen Tonnen Textilmüll jährlich hat der Grazer Technologiekonzern Andritz eine neue KI-Lösung für die Kreislaufwirtschaft präsentiert. Mit dem System „teXscan“ soll die Bewertung von Alttextilien laut Angaben des Unternehmens künftig zerstörungsfrei automatisiert werden. In nur einer Sekunde soll das System die Textilqualität auf Stoff-, Garn- und Faserebene bewerten. Darauf basierend empfiehlt die KI den jeweils optimalen Weiterverarbeitungsweg, vom Ring-Spinnen bis zum chemischen Recycling. Laut Michael Waupotitsch, Vice President Textile Recycling bei Andritz, soll diese prädiktive Analyse-Software eine Lücke in der großindustriellen Sortierung schließen und als Hebel für eine wettbewerbsfähige textile Kreislaufwirtschaft dienen.

Gerhard Dimmler, CTO | Engel

Gerhard Dimmler | (c) Engel

Unter dem Projektnamen “Inject AI” bringt der oberösterreichische Spritzgussmaschinen-Weltmarktführer einen KI-Assistenten direkt in die Spritzgießproduktion seiner Kunden. Der Engel Virtual Assistant (EVA) versteht und beantwortet nicht nur Fragen in natürlicher Sprache, sondern führt nach Freigabe auch Änderungen an der Maschinensteuerung kontrolliert selbst aus. Das System ist nicht nur für Neumaschinen verfügbar, sondern kann bei bestimmten Maschinentypen auch nachgerüstet werden. “Unser Ziel ist es, Anwenderinnen und Anwendern ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie im Produktionsalltag effizienter arbeiten können”, sagt CTO Gerhard Dimmler.

Margit Kendler, CFO Greiner Packaging | Greiner

Margit Kendler | (c) brutkasten/Dervisevic

Greiner Packaging arbeitet mit drei KI-Fokusfeldern: Kundeninteraktion, Produktion und Verwaltung. In der Produktion ist KI am Ende der Linie im Einsatz, im Verpackungsbereich und in Richtung Lager. Intern gibt es wöchentliche Online-Runden für Best-Practice-Sharing, einzelne Kolleg:innen arbeiten bereits viel mit Agenten. Kendler treibt das Thema aus der CFO-Rolle und steht für einen Industriebetrieb mit 902 Millionen Euro Umsatz und fast 4.900 Mitarbeiter:innen.

Sulejman Ganibegović, CEO Keba Digital | Keba

Sulejman Ganibegović | (c) brutkasten/Dervisevic

Das Linzer Technologieunternehmen Keba zählt zu den globalen Spitzenreitern in mehreren Teilbereichen der Automatisierung. Seit diesem Jahr hat die Gruppe mit Keba Digital eine Software-Einheit mit KI-Fokus, die auch auf der Technologie des 2025 nach dessen Insolvenz übernommenen KI-Startups 7LYTIX aufbaut. Ziel von Keba Digital ist die Entwicklung industrietauglicher KI-Lösungen, die auch ohne Kopplung an Keba-Hardware vertrieben werden können. CEO Sulejman Ganibegović bringt Unternehmer- und Exit-Erfahrung mit und war bereits zuvor als Vice President Digital Business der Gruppe tätig.

Andreas Kranabitl, Geschäftsführer Spar ICS | Spar

Andreas Kranabitl | (c) Spar

Spar zeigt, wie KI im Handel konkrete Wirkung entfaltet. Die Absatzprognose der Spar ICS erkennt Muster darin, welche Artikel an welchem Tag in welchem Markt gekauft werden, bezieht das Wetter ein und steuert auf dieser Basis die Bestellmenge pro Filiale. Damit konnte Spar den Verderb von Obst und Gemüse im Jahresvergleich um 20 Prozent reduzieren. Andreas Kranabitl führt die IT-Gesellschaft der Spar Österreich-Gruppe seit 2009 und verantwortet die technologische Basis dieser Lösung. Er macht vor, wie ein Traditionsunternehmen KI im Kerngeschäft skaliert und dabei wirtschaftliche Effizienz mit einem messbaren Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung verbindet.

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4gamechangers 2020: 72 Stunden für Aufbau eines Klimaschutz-Startups

Das Konzept der Startup Moonshot-Events ist denkbar ambitioniert und wohl deshalb auch umstritten. Auf Basis einer technologischen Entwicklung bzw. eines Forschungsergebnisses soll in einem 72 Stunden-Hackathon mit 150 Teilnehmern ein marktreifes Startup entstehen. Diese Teilnehmer sollen „Wissenschaftler, Unternehmer, Pioniere, Visionäre, Connectoren, Softwareentwickler, Ingenieure, Designer, Data-Analysten, Investoren, Strategen und Manager“ sein – so das Konzept. Eben solche sucht man gerade für die nächste Ausgabe, die im Rahmen des 4gamechangers 2020 von 31. März bis 3. April über die Bühne geht. Im Zentrum steht bei dieser Ausgabe unter dem Motto „Moonshot 4future“ das Thema Klimaschutz. Insgesamt soll die Leistung der 150 Beteiligten an vier Tagen am 4gamechangers 2020 einen Gegenwert von rund einer Million Euro haben – so die Schätzung der Veranstalter.

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