20.03.2024
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3GSM: Grazer 3D-Geosoftwareunternehmen wird von Rocscience übernommen

Das Grazer Unternehmen 3GSM will mithilfe der Ressourcen der neuen kanadischen Mutter weiter wachsen.
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Andreas Gaich und Markus Pötsch von 3GSM (c)3GSM
Andreas Gaich und Markus Pötsch von 3GSM (c)3GSM

Die kanadische Firma Rocscience übernimmt das Grazer Unternehmen 3GSM. Über die Summe haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart. Laut Geschäftsführer und Co-Founder von 3GSM Andreas Gaich standen Rocscience und 3GSM schon länger in Kontakt. Nun sei von kanadischer Seite ein guter Zeitpunkt für die Akquisition gewesen, so Gaich zum brutkasten.

Die beiden Gründer Andreas Gaich und Markus Pötsch bleiben der Firma weiterhin erhalten, ebenso soll die Entwicklung weiterhin in Graz betrieben werden. Mit an Bord war auf der österreichischen Seite der Wiener Kapitalgeber Round2 Capital, der schon seit drei Jahren mit 3GSM zusammenarbeitet. Auf kanadischer Seite kooperierte Rocscience mit der amerikanischen PE-Firma TA Associates an dem Deal.

3GSM erhofft sich Wachstum durch kanadische Firma

Die Übernahme des kanadischen Rocscience soll dem Grazer Unternehmen jetzt weitreichendere Möglichkeiten bieten. „Die von 3GSM entwickelten Softwareprodukte sind eine perfekte Ergänzung zur Expertise von Rocscience. Wir sind zuversichtlich, dass die Kombination aus unserem Fachwissen mit den Ressourcen von Rocscience zur Entwicklung von noch innovativeren und wirkungsvolleren Lösungen für die geotechnische Industrie führen wird“, so Gaich. Insbesondere in der Bergbausparte, im Bauingenieurswesen, sowie von der Marketingexpertise mit weltweitem Vertriebsnetz der neuen Mutter will 3GSM profitieren.

Das 1996 gegründete Unternehmen Rocscience mit Sitz in Toronto, Kanada, ist einer der größten Anbieter von geotechnischer Software. Die Akquisition von 3GSM erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Private-Equity-Unternehmen TA Associates. Thamer Yacoub, CEO von Rocscience: „Diese Übernahme unterstreicht das schnelle Wachstum von Rocscience und festigt unsere Position als führender Anbieter von geotechnischen Softwarelösungen.“

Grazer Computer Vision Software seit 2002

Für Berg-, Tunnel- oder Felsbau sind Erfassung und Analyse von Geländeformen unerlässlich. 3GSM entwickelt und vermarktet seit 2002 geologische Kartierungs- und Analysesoftware für die Vermessung und Begutachtung von Geländeformen. Als Basis dienen dem Unternehmen luft- oder bodengestützte digitale Bilder, welche zu 3D-Modellen verarbeitet werden. Somit können beispielsweise Sprengungen im Bergbau optimiert oder Bohrplanungen für Tunnel erstellt werden. Dabei hat 3GSM nach eigenen Angaben aktuell Kund:innen in über 50 Ländern.

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Das "EyeStrab"-Gerät im Einsatz © EyeStrab

Die Vermessung von Augenfehlstellungen (Strabismus) erfolgt in der Praxis oft noch „wie vor 100 Jahren“, erklärt Gründer Eren Çerman im Interview: rein manuell mittels analogen Methoden. „Die Schielheilkunde ist wahrscheinlich die letzte große nicht digitalisierte Subdisziplin in der Augenheilkunde“, fügt der Augenarzt an der Wiener Klinik Donaustadt hinzu. Gemeinsam mit seinem Team will er das ändern. Das System soll die Schielwinkelmessung sowie die Refraktionsbestimmung – also die Ermittlung, ob eine Fehlsichtigkeit vorliegt – in einer digitalen Plattform bündeln.

Interdisziplinäre Expertise im Gründerteam

Hinter EyeStrab steht das Trio Eren Çerman, Evrim Bakir und Alexander Jatzko. Die drei Gründer vereinen nach eigenen Angaben ein breites Spektrum an Kompetenzen für das Vorhaben: Gemeinsam bringen sie mehr als 20 Jahre klinische Expertise in der Augenheilkunde, über 25 Jahre internationale Management- und Transformationserfahrung sowie mehr als 25 Jahre Erfahrung im Aufbau und Management technologiegetriebener Projekte und Unternehmen in das Startup ein.

Hardware-Plattform auf NVIDIA-Basis

Technisch basiert das System auf einer NVIDIA-Edge-Plattform. Das physische Messgerät versteht das Unternehmen dabei als ersten Baustein einer künftig erweiterbaren Plattform. Es fungiert als digitale Konsole, auf der weitere augenärztliche Untersuchungsmodule als reine Software-Updates geladen werden können. Ziel ist eine cloudunabhängige All-in-One-Diagnoseplattform mit einem konkreten Marktpotenzial. Laut Çerman weisen rund 15 Prozent aller augenärztlichen Patientenkontakte einen Strabismus-Bezug auf.

Für den Vertrieb setzt EyeStrab auf eine Doppelstrategie. Bei niedergelassenen Augenärztinnen und Augenärzten ist ein nutzungsbasiertes „Pay-per-Use“-Modell geplant, bei dem sich die Technologie über die tatsächlichen Anwendungen in der Praxis amortisiert. Öffentliche Krankenhäuser möchte man via klassischen Direktverkauf gewinnen. Die spätere Serienfertigung soll laut Unternehmen über einen ISO-konformen Auftragsfertiger laufen, wobei die finale Endmontage (Assembly) zur Qualitätssicherung fix in Österreich bleiben soll.

Validierung an einer Wiener Klinik

Derzeit wird der EyeStrab-Prototyp in einer klinischen Studie an einer Wiener Klinik validiert. Ziel der Studie ist es, objektive und reproduzierbare Messwerte wissenschaftlich zu belegen. Für den offiziellen Markteintritt strebt EyeStrab eine MDR-Zertifizierung als Medizinprodukt an. Der Audit ist für das erste Quartal 2027 geplant. Bis Ende 2026 fokussiert sich das Kernteam auf die technische Dokumentation und die vorbereitende ISO-Prozesszertifizierung.

Seed-Runde und FFG-Förderung geplant

Bisher wurde das patentierte Projekt durch Eigenmittel sowie kleinere Zuschüsse der Wirtschaftsagentur Wien und der FFG finanziert. Aktuell bereitet das Startup eine Seed-Finanzierungsrunde vor und finalisiert parallel einen FFG-Förderantrag, der rund 45 Prozent des Projektvolumens abdecken soll. Das Gesamtbudget für diesen Entwicklungsschritt liegt laut den Gründern knapp unter einer Million Euro. Mit dem frischen Kapital möchte das Team vor allem die Bereiche Softwareentwicklung und System-Testing ausbauen.

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