26.08.2025
PREMIUM FOOD GROUP

Welser Startup Reploid holt deutschen Lebensmittelriesen als Partner an Bord

Die deutsche Premium Food Group (ehem. Tönnies) steigt beim Welser Startup Reploid ein. Mit der Zusammenarbeit soll der Nährstoffkreislauf in der Lebensmittelproduktion nachhaltiger gestaltet werden.
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Philip Pauer | (c) Reploid
Philip Pauer, CEO und Gründer von Reploid | (c) Reploid

Das Welser Startup Reploid hatte in den vergangenen Monaten für Aufsehen in der Startup-Szene gesorgt. Erst vier Jahre nach der Gründung wagte das Unternehmen den Schritt an die Börse – ein in Österreich ungewöhnlicher Weg. Seit Juli ist Reploid im „Direct Market Plus“ der Wiener Börse gelistet (brutkasten berichtete).

Reploid hat eine Kreislauftechnologie entwickelt, die auf den Larven der Schwarzen Soldatenfliege basiert. Mit ihrer Hilfe werden Abfälle aus der Lebensmittelproduktion zu Proteinen, Fetten, Düngemitteln und Futtermitteln verarbeitet. Damit soll ein wesentlicher Beitrag zur effizienteren Nutzung von Ressourcen geleistet werden.

Strategische Zusammenarbeit

Mit der Premium Food Group (ehem. Tönnies) gewinnt Reploid nun einen starken Partner. Die strategische Zusammenarbeit soll dazu dienen, biogene Reststoffströme in Kreislaufwirtschafts-Systemen wieder nutzbar zu machen. Geplant sei die Entwicklung von Upcycling-Projekten für Nebenprodukte der Lebensmittelherstellung. Im System von Reploid werden diese Nebenströme verwertet und in Proteine, Fette und Düngemittel umgewandelt. 

Ziel der strategischen Partnerschaft sei es daher, mithilfe der Technologie von Reploid “Nährstoffkreisläufe innerhalb der Lebensmittelproduktion effizienter zu schließen und damit einen entscheidenden Beitrag für einen effizienten Ressourcenschutz zu leisten”, heißt es in der Aussendung. Finanzielle Details zum Investment wurden nicht bekannt gegeben.

„Diese Partnerschaft ist für uns weit mehr als ein Zusammenschluss – sie ist ein klares Bekenntnis zu Innovation, Wachstum und gemeinsamer Zukunftsgestaltung. Gemeinsam mit der Reploid Group AG setzen wir neue Maßstäbe in der Lebensmittelbranche und treiben zukunftsweisende Entwicklungen voran“, kommentiert die Premium Food Group.

Unter Tönnies bekannt

Die Premium Food Group gilt als einer der größten Lebensmittelhersteller Europas. Das 1971 gegründete Familienunternehmen ist international tätig und versorgt nach eigenen Angaben täglich Millionen Menschen mit Lebensmitteln. 

Noch bis Ende 2024 war der Konzern unter dem Namen Tönnies und als Deutschlands größter Fleischproduzent bekannt. Mit der Beteiligung an Reploid unterstreicht die Gruppe ihren Anspruch, sich künftig breiter in der Lebensmittelproduktion aufzustellen und stärker auf Nachhaltigkeit zu setzen. „So schaffen wir nicht nur neue Wertschöpfung, sondern leisten auch einen aktiven Beitrag zum Ressourcenschutz“, schreibt das Unternehmen auf LinkedIn.

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Das alqem-Gründungstrio © alqem

Ob Bronze, Eisen oder Silizium, die meisten Materialien, die wir heute kennen und nutzen, wurden vor Jahrzehnten entdeckt, heißt es auf der Website des Münchner DeepTech-Startups alqem. 99,9 % der möglichen Werkstoffe bleiben bislang unentdeckt, doch die nächste, bahnbrechende Entdeckung könnte nun näher sein, als wir dachten. Mithilfe von KI möchte alqem die „nächste Generation“ an Materialien finden.

UVC Partners und Union Square Ventures im Lead

Mit einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde über acht Millionen Euro kommt das Team seiner Mission nun womöglich ein Stückchen näher. Wie das im Jahr 2026 gegründete Unternehmen mitteilte, wurde die Runde gemeinsam von den Risikokapitalgebern UVC Partners und Union Square Ventures angeführt. Das frische Kapital soll in den Ausbau der KI-gestützten Plattform zur Entdeckung und Kommerzialisierung neuer Hochleistungsmaterialien fließen.

„Fortschrittliche Materialien stehen im Mittelpunkt der Technologien, die die nächsten Jahrzehnte prägen werden – von sauberer Energie über Mobilität bis hin zur Verteidigung. Alqem hat die einzigartige wissenschaftliche Grundlage und den unternehmerischen Antrieb, um in diesem Bereich zum prägenden Akteur zu werden“, meint Amanda Birkenholz, Principal bei UVC Partners.

Fokus auf Permanentmagnete und Lieferketten

Die Technologie von alqem basiert auf zwei hauseigenen Datenfundamenten: der Materialdatenbank „al-mine“ für kristalline Verbindungen und der Trainingsdatenbank „al-oracle“ für Materialeigenschaften. Zudem betreibt das Startup eigene Laborkapazitäten zur Synthese und Charakterisierung. Dadurch soll der Transfer von der wissenschaftlichen Vorhersage bis zur industriellen Nutzung der neuartigen Materialien von Jahrzehnten auf Jahre oder Monate verkürzt werden.

Als erstes kommerzielles Anwendungsfeld fokussiert sich alqem auf Permanentmagnete, die ohne seltene Erden auskommen. Aktuell werden laut dem Unternehmen rund 90 Prozent dieser Magnete in China produziert. Die Münchner haben eigenen Angaben zufolge bereits eine Pipeline potenzieller Materialien entwickelt und experimentell validiert.

Das Trio hinter alqem

Hinter alqem steht ein dreiköpfiges Gründerteam: Dr. Hanh Nguyen (CEO), die Erfahrung von McKinsey, OCI Global und Unilever mitbringt, Dr. Tiago Cerqueira (CTO), Mitentwickler der offenen Materialdatenbank Alexandria, sowie Prof. Milan Allan (CSO), Inhaber des Lehrstuhls für Experimentalphysik an der LMU München.

Das Startup ist Teil des UnternehmerTUM-Ökosystems und kooperiert mit wissenschaftlichen Partnern wie der LMU München, der TUM sowie Universitäten in Portugal. Arbeitsplätze möchte man demnach gezielt in München und im portugiesischen Coimbra aufbauen.

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