12.07.2019

Das sind die Gewinner-Startups des Xcite Event von 360 Lab

Am Mittwoch ging das Xcite Event von 360 Lab in Warschau über die Bühne. Internationale Startups pitchten um 100.000 Euro Startkapital und die Teilnahme am Accelerator-Programm “360° in 360 Days".
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360 Lab
(c) 360 Lab: Die Gewinner des Xcite Event presented by 360 Lab (1. Reihe v.l.n.r.): Rupert Barksfield (COO Pynk), Dmitry Fedotov (COO Classerium), George Laliashvili (CCO Stack), Dachi Gubadze (COO Stack) (2. Reihe v.l.n.r.): Dirk Wilfling (CEO Algoly), Brian Piehl (CEO Classerium), Stephan Glauninger (CTO Trackbar), Jakob Jakubov (CEO SPRT), Lukas Butt (COO Trackbar), Stefan Schade (CEO Trackbar)

Der internationale Startup-Accelerator made in Graz 360 Lab hat am Mittwoch in Warschau zum mittlerweile zweiten Mal das Xcite Event veranstaltet. Internationale Startups konnten um ein Startkapital von 100.000 Euro sowie die Teilnahme am Accelerator-Programm „360° in 360 Days“ mit Stationen in Graz, Österreich und San Francisco um die Wette pitchen.

+++ 100.000 Euro bis 1 Mio Euro für jedes Startup im 360 Lab Accelerator +++

930 Bewerber für Batch 2

Mehr als 930 internationale Startups haben sich für Batch 2 beworben, davon schafften es 15 zum finalen Auswahlverfahren nach Warschau. Von diesen wurden schlussendlich fünf Startups zu den Gewinnern gekürt, die heuer aus Deutschland, Großbritannien, Dänemark bzw. USA und den Niederlanden kommen.

Zu den Gewinner des „Batch 2“ zählen Algoly (DE), Classerium (USA/DEN), Pynk (UK), SPRT (DE) und Stack (NL). Das österreichische Startup Trackbar, das mittels Sensor das Training im Fitnessstudio überwacht, sicherte sich eine Wildcard und darf so ebenfalls auf die Unterstützung des 360 Lab beim Entwicklungsprozess zählen.

Auf internationalen Markteintritt vorbereiten

Das einjährige Accelerator-Programm wird laut den Veranstaltern im August starten. Die Teilnehmer können auf Mentoring von Coaches in Europa und San Francisco sowie einen potentiellen Testmarkt in über 40 Ländern zählen. Dadurch sollen die Startups auf einen internationalen Markteintritt vorbereitet werden, um sich in weiterer Folge zu einem globalen Player zu entwickeln.

Das zwölfmonatige Programm ist in drei Phasen unterteilt, von denen die letzte im 360 Lab CoWorking Space im Silicon Valley stattfindet.  Zudem besteht im Rahmen des Programms auch eine Option auf ein Folgeinvestment.

Mehr Infos zu den Gewinnern

  • Algoly (DE): Algoly bietet Unternehmen ein Algorithmus-Baukasten-System, um datengestützte Projekte mit nur wenigen Klicks und ohne Programmieraufwand oder komplexe Datenanalyse umsetzen zu können.
  • Classerium (USA/DEN): Classerium ist eine Online-Bildungsplattform und revolutioniert die persönliche und professionelle Aus- und Weiterbildung im Unternehmensbereich mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz.
  • Pynk (UK): Pynk ist eine Investment-Community und verwendet ein System basierend auf kollektiver Intelligenz, um dadurch bessere Investmententscheidungen treffen zu können.
  • SPRT (DE): SPRT ist eine Social-Sport-App, die es Athleten ermöglicht, sich miteinander zu verbinden, und Zugang zu verschiedensten Sportpartnern und Communities bietet.
  • Stack (NL): Stack ist eine Internet-Software für die Organisation von Web-Applikationen und dient zur Effizienzsteigerung bei der Arbeit mit dem Web.

=> zur Page von 360 Lab

Videoarchiv: 360 lab-Accelerator Martin Trink und Programmmanger Jasper Ettema im Videotalk

Live-Talk mit Martin Trink und Jasper Ettema von 360Lab Accelerator

Head of 360 lab-Accelerator Martin Trink und Programmmanager Jasper Ettema im Live-Talk mit allen Infos und Hintergründen zum neuen Accelerator vom internationalen Format, das 100k Cash Investment, dem globalen Testmarkt und sonstigen Leistungen. Bewerbungsfrist bis 18.11.2018!

Gepostet von DerBrutkasten am Montag, 12. November 2018

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Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher
Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus) | Foto: Martin Pacher / brutkasten

Wirklich neu oder gar überraschend ist das jüngste Statement von Startup-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner zum mit „bis zu“ 500 Millionen Euro Volumen geplanten „Start-up & Scale-up Dachfonds“ nicht. Wie mehrere heimische Medien berichten, sagte sie zuletzt gegenüber der APA: „Die Ausschreibung für das Fondsmanagement wird im Herbst stattfinden“ – betraut ist damit die aws. Anders wäre es freilich gar nicht möglich, den bereits zuvor kommunizierten Start der operativen Tätigkeit mit Anfang 2027 zu gewährleisten.

Und auch so könnte es schwer werden. Denn „im Herbst“ ist immer noch eine recht vage Zeitangabe und Ausschreibungsverfahren können bekanntlich auch länger dauern, als erhofft – sofern nicht bereits im Hintergrund Vorentscheidungen getroffen wurden, was hier keineswegs unterstellt werden soll.

Kleiner Pool an erfahrenen Dachfonds-Manager:innen

Der Pool an Personen, die konkrete Erfahrung mit dem Management VC-fokussierter Dachfonds mitbringen, hält sich nämlich europaweit in engen Grenzen. Neben dem European Investment Fund (EIF) als dominierendem Player auf EU-Ebene, gibt es einige nationalstaatliche Fonds, die teilweise auch zum Vorbild für die österreichische Version wurden, und einige private Player, die meist mit deutlich niedrigeren Kapitalvolumina arbeiten. Ein schlagkräftiges Team müsse aktiv mit entsprechenden Incentives abgeworben werden. Die Staatsnähe erschwere die Suche zusätzlich, befürchtet ein Branchenkenner gegenüber brutkasten hinter vorgehaltener Hand.

Keine staatliche Einflussnahme?

Dass es, wie versprochen, tatsächlich keine staatliche Einflussnahme auf den Dachfonds geben werde, glaubt er nämlich nicht. So soll etwa die aws laut einer nicht öffentlichen Präsentation, die dem Insider vorliegt, ins Fundraising eingebunden werden. Und das spreche, kombiniert mit dem geplanten staatlichen Ankerinvestment in Höhe von bis zu 20 Prozent bzw. bis zu 100 Millionen Euro (brutkasten berichtete), gegen völlige Unabhängigkeit.

Und auch die Zielsetzung, den Investmentfokus auf Österreich zu legen, passt nicht ganz mit der Idee zusammen, dass das Fondsmanagement völlig freie Hand haben soll. Zehetner äußerte sich auch hierzu gegenüber der APA: Österreich-Fokus ja, „es gibt aber keine genauen Vorgaben für das Fondsmanagement.“ Hinzu kommt natürlich auch, dass es in Österreich gar nicht so viele VC-Fonds gibt – und noch viel weniger im angestrebten Growth-Stage-Bereich.

Politische Überzeugungsarbeit bei potenziellen LPs

Ist das Management dann einmal aufgestellt, dürfte das Finden geeigneter Limited Partners (LPs), also Kapitalgeber für den Dachfonds, zur nächsten Herausforderung werden. Wirklich attraktiv sei die Beteiligung für die institutionellen Investoren, wie Banken und Versicherungen, die man ansprechen will, nämlich nicht, sagt ein anderer Branchenkenner – ebenfalls off the record. Auch wenn – wie angekündigt – begleitende Gesetze die Situation für die in Sachen Risiko sehr restriktiv geregelten Institutionellen verbessern, gebe es nicht automatisch gute Gründe, die für dieses Investment sprechen.

Die Folge: Es bedürfe auch von politischer Seite Überzeugungsarbeit bei den LPs. Dass man bereits jetzt, bevor das Management überhaupt ausgeschrieben ist, hinter verschlossenen Türen versucht, die großen relevanten heimischen Player zu einem Committment zu bewegen, liegt auf der Hand – schließlich soll das Projekt zum politischen Erfolg werden. Dass darunter die angestrebte Unabhängigkeit abermals leidet, ebenfalls.

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