19.07.2022

3 Wege für mehr Impact & Erfolg im Business

In der Kolumne von Karriere Coach Katja Radlgruber dreht sich alles um deine Karriere in der Startup Szene. Wie du einen Unterschied machen kannst, die Pros & Cons einer Karriere im Startup und was du am Weg in ein Startup unbedingt beachten solltest.
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Katja Radlgruber
Startup Carreers: Die Karriere Kolumne von Katja Radlgruber

Ich liebe das Wort „Impact“. Es ist mir wichtig, einen Unterschied in der Welt zu machen. Ich denke dir auch – sonst würdest du diesen Artikel nicht lesen.

In meiner heutigen Kolumne möchte ich die Frage beantworten, was „Impact“ überhaupt ist und wie Du Impact generieren kannst, um nachhaltig erfolgreich zu werden.

Was ist Impact überhaupt und brauche ich das?

Auf Deutsch wird Impact häufig mit dem Begriff „einen Unterschied machen“ übersetzt. Wer daher Impact generiert, macht einen Unterschied für andere Menschen, in einer Sache oder für die Welt.

Per se kann Impact positiv oder negativ sein. Wenn du mit einem Störenfried in der Klasse sitzt, macht dieser einen Unterschied für dich und die anderen Anwesenden. Es wäre ein anderes (vielleicht angenehmeres) Lernen, wenn er nicht da wäre. Basierend auf diesem Gedanken gilt:

Du hast schon jetzt Impact! Mit jedem Wort und mit jeder Tat.

Katja Radlgruber – Koach Katja

Wenn wir also alle täglich rumrennen und sowieso Impact haben, warum sprechen wir dann so viel über „Impact-Startups“ und dergleichen? Damit ist Impact im positiven Sinn gemeint = die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Denk einmal darüber nach: Machst du die Welt jeden Tag zu einem besseren Ort? Ja? Wunderbar. Damit das noch besser gelingt, muss allerdings auch der Empfänger für deine Botschaft oder deine Aktion offen sein.


1. Weg: Finde deine passenden Empfänger

Hast du in der Kommunikation schon vom Sender-Empfänger-Problem gehört? Es beschreibt das Phänomen, dass der eine (Sender) etwas sagt und es beim anderen (Empfänger) ganz anders ankommt.

Genauso ist es beim Thema „Impact“. Abhängig von dem Unterschied, den du gerne für deine Mitmenschen oder deine Sache machen möchtest, wird es Menschen geben, die für deine Botschaft bereit sind und andere eben nicht.

Es ist dabei deine Aufgabe die richtigen Empfänger zu finden. Wenn jemand nicht versteht, was du Gutes bezwecken möchtest und es daher abtut, sei nicht wütend auf diese Person. Er/sie ist vielleicht einfach nicht der richtige Empfänger dafür.

Das gilt genauso für deine großartige Business Idee und auch für den Job, den du unbedingt machen möchtest und wo du nach Angaben der Recruiter „nicht die Vorgaben erfüllst“. Vielleicht sind es einfach nicht die richtigen Empfänger. So einfach.

Wie findest du daher die richtigen Empfänger für deinen Impact?

Das hat viel mit ähnlichen Wertvorstellungen und Erfahrungen zu tun. Die Menschen, die den größten Impact generieren, verstehen es am besten, an den Erfahrungen der Menschen, denen sie begegnen, anzuknüpfen und dadurch ein Umdenken, eine Veränderung in ihnen hervorzurufen.

2. Weg: Nur Emotionen bewegen zur Veränderung

Unerlässlich damit du Impact haben kannst, sind Veränderungen. Würdest du nichts mit deinen Worten und Taten verändern, hättest du auch keinen Impact. 

Veränderung und Impact gehen Hand in Hand.

Katja Radlgruber – Koach Katja

Aus Erfahrung als Coach kann ich dir sagen: das Einzige, was Menschen zur Veränderung bringt, sind Emotionen. Das steckt schon im Wort emovere (lat. für herausbewegen).

Das heißt, du musst Menschen positiv oder negativ triggern/berühren, wenn du einen Impact auf sie haben möchtest. Wir sprechen hier auch von einer PUSH oder PULL Motivation.

  • Bringst du Menschen dazu sich von etwas wegbewegen zu wollen (z.B. durch Angst vor negativen Konsequenzen) oder
  • Bringst du sie dazu sich zu etwas hinbewegen zu wollen (z.B. durch Lust auf eine schöne Zukunft).

Erst durch diese Bewegung wachsen Menschen über sich hinaus, Und du generierst Impact.

3. Weg: Beachte die Mikro- und Marko-Ebene

Was wäre dir lieber? Ein hoher Impact auf Einzelne oder ein kleiner Impact auf viele?

Die Mikro-Ebene deines Tuns bezieht sich auf dein unmittelbares Umfeld. Es sind die Menschen, denen du täglich begegnest. Du hast einen wahnsinnig großen Einfluss auf dein aktives Umfeld und dein Umfeld auf dich. Es ist einfach deinen Impact auf Mikro-Ebene zu messen: du siehst direkt die positiven sowie negativen Auswirkungen auf die Menschen.

Die Makro-Ebene hat einen weitaus größeren Streuverlust. Du sendest deine Botschaft oder deine Taten in die Welt und über Umwege wirst du die Effekte deines Tuns spüren – deinen Impact.

Wenn du z.B. ein Unternehmen betreibst oder auf Social Media über deine Mission schreibst, agierst du auf der Makro-Ebene. Von manchen Menschen wirst du wohl nie erfahren, wie du sie beeinflusst hast.

Was ich dir aber nach über drei Jahren beruflicher Social Media Nutzung sagen kann, ist: du hast einen Impact. Menschen, von denen du es gar nicht denken würdest, lesen deine Botschaften, hören dir zu und sagen dir vielleicht Jahre später, wie du sie beeinflusst hast.

Wann hast du bereits ein Feedback über deinen positiven Einfluss auf jemanden Jahre später bekommen? Denk gerne kurz darüber nach. Spüre, dass du bereits heute Impact hast. Und nutze in Zukunft die:

  • Mikro- & Makro-Ebene,
  • Emotionen und
  • die richtigen Empfänger

für noch mehr IMPACT.

Deine Katja

#koachkatja

PS: Willst du mehr darüber erfahren, wie du persönlich Impact in deiner Karriere und mit deinem Business haben kannst? Ich freue mich auf ein Gespräch mit dir: https://bit.ly/koachkatja-first-f 


Katja Radlgruber aka Koach Katja ist Karriere- und Leadership Coach und unterstützt bis 2022 insgesamt 2.000 Frauen dabei auf die nächste Karrierestufe zu kommen. Sie ist selbstständige Coach, Gründerin des Business Fashion Labels V-SUIT und war bereits mit 23 Führungskraft von 100 Mitarbeiter:innen. Als Gründerin des Frauennetzwerkes Business Frauen DACH, YLF Vorstandsmitglied und Board Member bei Headhunter Peter Kraus ist sie gut vernetzt. Durch ihr Schaffen hilft sie dabei, das eigene Potential voll auszuschöpfen und eine Karriere mit Impact zu kreieren.

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Das sonnnig-Gründerteam: Roman Öfferlbauer, Jonathan Buchinger und Lukas Hückel © sonnnig

Dort, wo Technik und Unternehmertum zusammenkommen, kann Großes entstehen. So auch an der TU Wien im „Extended Study on Innovation“-Programm, wo sich das Gründer-Trio, bestehend aus Roman Öfferlbauer, Lukas Hückel und Jonathan Buchinger, zum ersten Mal begegnete. Parallel dazu gründete Öfferlbauer 2023 in seinem Heimatort in Niederösterreich eine Energiegemeinschaft, zu einem Zeitpunkt, an dem das Thema noch jung und „technisch schwierig abzuwickeln“ war, so Öfferlbauer.

Aus improvisierten Tools und selbst geschriebenen Mini-Scripts für den Eigenbedarf wurde ein Jahr später sonnnig. Eine White-Label-Lösung für Abrechnung, Mitgliedermanagement und Datenanalyse von mittlerweile 30 Energiegemeinschaften in ganz Österreich.

Wenn Strom aus der Nachbarschaft kommt

„Unser Blick war eigentlich immer auf Endverbraucher und Verbraucherinnen fokussiert. Also Privatpersonen, Unternehmen, Gemeinden“, erklärt Öfferlbauer im Interview. Eine Mission, die über die letzten zwei Jahre tausende Haushalte in ganz Österreich erreicht hat. Mittlerweile kann man über sonnnig den generierten Strom auch als Mitarbeiter:innen-Benefit oder Spende abgeben. „Im letzten halben Jahr hat sich da aber auch ziemlich viel auf der anderen Seite, also bei den Energieversorgungsunternehmen, getan“, verrät der Co-Founder.

Energieversorgungsunternehmen stünden zunehmend vor einem Einkaufs- und Prognoseproblem. In der Regel verbraucht die Kundschaft ihren Strom nach einem Standardprofil, mit dem der jeweilige Versorger seine Stromeinkäufe prognostiziert. Sind die Abnehmer:innen aber Teil einer Energiegemeinschaft, verschiebt sich dieses Profil radikal: Ein großer Teil des Energiebedarfs wird jetzt von der Energiegemeinschaft gedeckt und nur noch die Restmengen werden durch den Energieversorger geliefert. „Der Energieversorger hat die Energiemenge aber schon im Vorhinein eingekauft“ – und müsse sie kurzfristig wieder verkaufen, erklärt Öfferlbauer. Ein teures Ausgleichsenergie-Problem, das mit wachsendem Energy-Sharing-Anteil immer größer wird.

Sonnnig als potenzieller Partner für Energieversorger

Genau hier setzt das neue Produkt an, für das sonnnig gerade die dritte Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) erhalten hat: eine White-Label-Lösung zum Energy Sharing, die Energieversorger direkt in ihr eigenes Kund:innenportal einbinden können. Im Hintergrund liefert sonnnig die Restlastprognose auf 15-Minuten-Basis, damit Versorger gezielter am Großhandel einkaufen können.

Möglich macht das die Prognosefähigkeit, die sonnnig über Jahre mit echten Energiegemeinschaften aufgebaut hat. Ziel ist es, Versorgern einen besseren Einblick in ihre Stromverläufe zu geben und ihnen zu helfen, selbst ein Geschäftsmodell rund um Energy Sharing aufzubauen, auch als Beitrag zur Kund:innenbindung, erklärt Öfferlbauer. Am Markt kommt das gut an: „Energieversorgungsunternehmen spüren das Problem und sind zunehmend auf der Suche nach Lösungen und neuen Geschäftsmodellen im Energy-Sharing-Bereich, deshalb reden sie auf einmal mit uns“, sagt der Co-Founder. Davor sei die Beziehung eher einseitig gewesen. Zwei Pilotbetriebe hat sonnnig für das geförderte Projekt bereits akquiriert und zeigt sich offen für weitere Kooperationen.

Von First bis Seed: Der aws-Weg

Möglich wurde diese Entwicklung durch drei aufeinanderfolgende aws-Förderungen. Mit aws First Incubator, einem Programm für sehr junge Teams, teils noch vor der Firmengründung, kam das Startup zu ersten Beratungsleistungen und Mentoring. Mit aws Preseed – Innovative Solutions wurde zunächst die inhaltliche und wirtschaftliche Machbarkeit des Vorhabens überprüft und der Proof of Concept entwickelt. Darauf aufbauend unterstützt aws Seedfinancing – Innovative Solutions die Weiterentwicklung bis zum Markteintritt sowie die ersten Skalierungsschritte. In diesem Rahmen werden nun der Aufbau und der Launch des neuen B2B-Produkts finanziert.

Erwarteter Boom durch neues Elektrizitätswirtschaftsgesetz

Als besondere Meilensteine nennt Öfferlbauer Referenzprojekte mit bekannten Unternehmen wie Hartl Haus, der Nationalbank-Tochter IG Immobilien oder der Volkshilfe Wien sowie die wiederholte Verdopplung des Jahresumsatzes. Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die geteilte Energiemenge, die über sonnnig abgewickelt wurde, laut eigenen Angaben gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Investor:innen hat das fünfköpfige Team bislang bewusst keine an Bord geholt, da laufende Umsätze und eine halbe Million Euro an lukrierten Entwicklungsförderungen das Team organisch tragen.

Rückenwind kommt bald auch auf politischer Ebene: Im Oktober tritt das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) in Kraft, das Energy Sharing über bilaterale Peer-to-Peer-Verträge statt über eine juristische dritte Instanz wie einen Verein oder eine GmbH erlaubt. Für sonnnig eine freudige Entwicklung: „Das baut natürlich extrem viele Hürden ab. Und deswegen erwarten wir auch einen ziemlichen Boom an neuen Mitgliedern und das nehmen auch Energieversorgungsunternehmen wahr.“


Disclaimer: Der Artikel entstand in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws).

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