16.10.2025
INVESTMENT

2ndCycle: NÖ-Startup holt 1 Mio. Euro von eQventure, Angels United, Altrichter u.a.

Das Amstettener GreenTech-Startup 2ndCycle entwickelt eine vollautomatische Upcycling-Anlage für PV-Module. Nun holte das Unternehmen eine ganze Reihe weiterer Investoren an Bord.
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Das 2ndCycle-Team und die Investoren der aktuellen Kapitalrunde | © 2ndCycle
Das 2ndCycle-Team und die Investoren der aktuellen Kapitalrunde | © 2ndCycle

Bereits bei der Unternehmensgründung Anfang 2024 holte sich das Amstettener (Niederösterreich) Startup 2ndCycle sein erstes Investment – brutkasten berichtete. Damals stiegen Business Angel Michael Altrichter und die Müller Gutenbrunn Group ein. Nun holt sich das Unternehmen weiteres Kapital. Neben den beiden genannten Bestandsinvestoren steigen unter anderem eQventure, Angels United, Buzzard Energy und Florian Gibitz ein. Insgesamt fließt in der aktuellen Runde „rund eine Million Euro“, wie es vom Startup heißt.

Entwicklung von Upcycling-Anlage „planmäßig“ – bis dahin bereits Umsätze mit PV-Prüf-Technologie

2ndCycle entwickelt eine vollautomatische Upcycling-Anlage für PV-Module. Noch ist die Entwicklung nicht abgeschlossen, verlaufe aber „planmäßig“, so das Startup. Parallel dazu generiere man aber bereits erste Umsätze mit Services, die auf der eigenen Technologie basieren. „Dazu zählt insbesondere die automatisierte Prüfung von Photovoltaik-Modulen in großen Stückzahlen. Dies ist durch die bereits entwickelte Anlage erstmals am Markt zu wirtschaftlich sinnvollen Kosten möglich“, heißt es vom Startup. Und damit habe man bereits namhafte Kunden gewinnen können. Erst kürzlich habe man erfolgreich einen Auftrag der EVN zum Testen des während des Hochwassers 2024 überfluteten Photovoltaik-Kraftwerks Dürnrohr abgeschlossen.

2ndCycle-CEO: „Kapital ermöglicht uns, die nächsten Meilensteine konsequent umzusetzen“

Das nun aufgestellte Kapital soll in die weitere Entwicklung und den Ausbau der bestehenden Reuse- und Recycling-Anlage in Amstetten fließen. „Das frische Kapital ermöglicht uns, die nächsten Meilensteine konsequent umzusetzen und gleichzeitig mit unseren Services den Markt weiter zu erschließen“, kommentiert Simon Prüller, CEO und Co-Founder von 2ndCycle.

eQventure: „technologisch und organisatorisch in der Lage, in diesem dynamischen Markt erfolgreich zu sein“

Und Bernhard Ungerböck von eQventure erklärt: „Trotz der frühen Phase hat das Team von 2ndCycle bereits erste Erfolge mit namhaften Kunden, darunter Energieversorgern, erzielt und bewiesen, dass es technologisch und organisatorisch in der Lage ist, in diesem dynamischen Markt erfolgreich zu sein.“ Auch Michael Altrichter zeigt sich erfreut: „Als Early-Stage-Investor habe ich die Entwicklung von 2ndCycle von Beginn an begleitet. Es freut mich, dass nun weitere Partner an Bord sind, die die Vision teilen und das Unternehmen auf dem Weg in den Markt stärken. Dass bereits erste Umsätze erzielt werden, bestätigt den eingeschlagenen Kurs.“

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Tamburi-Geschäftsführer Paul Brandstätter (r.) und Dominic Allram. © Beatriz Hasler

Das 2019 in Wien gegründete Unternehmen Tamburi betreibt ein zustellerneutrales Paketkastennetz. Nun hat das Startup einen weiteren Schritt beim Ausbau seiner Infrastruktur gesetzt: In der Antonie-Lehr-Straße im Bezirk Wien-Floridsdorf wurde die tausendste Anlage in Österreich in Betrieb genommen.

300 Stationen in einem Jahr

Noch im vergangenen Jahr hielt das Unternehmen bei rund 700 Standorten, wie brutkasten berichtete. Innerhalb von einem Jahr kamen somit 300 neue Anlagen hinzu. Tamburi möchte sich mit diesen autarken Stationen als Alternative zu den geschlossenen Systemen etablierter Logistikkonzerne positionieren.

Die Anlagen finden sich in Wohnanlagen, bei Unternehmen sowie an Verkehrsknotenpunkten. Durch eine Kooperation mit den ÖBB stehen die Schließfächer zudem an den österreichischen Landeshauptstadtbahnhöfen zur Gepäckaufbewahrung bereit. Die modularen Schließfächer benötigen laut Unternehmen weder Fundament noch Stromanschluss und lassen sich dadurch flexibel aufstellen.

Nächste Wachstumsphase

Für die Zukunft plant die Geschäftsführung, das Netz gemeinsam mit Wohnbaugesellschaften, Gemeinden und Immobilieneigentümer:innen weiter zu verdichten. Gebündelte Zustellungen sollen dabei helfen, den Verkehr auf der sogenannten letzten Meile zu reduzieren.

Paul Brandstätter, Geschäftsführer der Tamburi Holding GmbH, skizziert die langfristige Ausrichtung der Firma: „Unser Anspruch ist es, eine Infrastruktur aufzubauen, die so selbstverständlich verfügbar wird wie der klassische Briefkasten.“ Der aktuelle Meilenstein von 1.000 Stationen sei dabei laut Brandstätter lediglich „der Ausgangspunkt für die nächste Wachstumsphase“.

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