11.10.2021

“Gefühlt stehst du da nackig”: So geht es Gründer:innen in 2MIN2MIO

Isabelle Weigand, Liza Brandstätter und Marco Pollandt mit Raimund Novotny waren in der letzten Staffel der Show “2 Minuten 2 Millionen”. Sie erzählen im Podcast "Rika gründet" vom Prozess vor der Show, wie es ihnen währenddessen erging und was sie an Erfahrungen mitgenommen haben.
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Isabelle Weigand (Gründerin von Skoonu), Liza Brandstätter (Gründerin von Rost) und Marco Pollandt mit Raimund Novotny (Gründer von Riding Dinner) mit Rika Mader im Gespräch (c) Magdalena Schauer-Burkart/brutkasten

In der neunten Folge des Podcast-Formats „Rika gründet“ sprechen Gründer:innen der letzten Staffel „2 Minuten 2 Millionen“ darüber wie es ihnen vor, während und nach der Show ergangen ist. Isabelle Weigand (Gründerin von Skoonu), Liza Brandstätter (Gründerin von Rost) und Marco Pollandt mit Raimund Novotny (Gründer von Riding Dinner) wissen ganz genau worauf es ankommt. Daher geben sie im Gespräch Tipps zum Prozess vor der Show, erzählen wie es ihnen währenddessen erging und was sie von dieser Erfahrung mitgenommen haben.

Tipp: „Zu zweit in der Show pitchen„

„Du stehst zwar angezogen in der Show, aber gefühlt stehst du da nackig“, so Isabelle darüber wie es ihr beim Pitch ihres Unternehmens ergangen ist. Marco und Raimund waren zu zweit und haben so ihre Skills vor den Investor:innen vereinen können und somit auch ein Investment abgestaubt. Auch Liza freute sich darüber, dass ein Business Angel eingestiegen ist. Obwohl es nicht ihr „Wunsch-Investor“ Herr Hillinger war, der thematisch am besten zu ihr gepasst hätte. Wollt ihr mehr über ihre Erfahrungen mit der Show 2MIN2MIO erfahren? Dann hört auf jeden Fall rein in die neue Folge!

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Die DropForce-Gründer Jakub Hamdard und Christian Mühl | (c) DropForce
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Es gibt für sie unzählige Einsatzmöglichkeiten, in den vergangenen Jahren dominieren sie aber vor allem eines: die Kriegsberichterstattung. Drohnen sind nicht nur zum Sinnbild für moderne Kriegsführung geworden, sondern auch zu einer Produktkategorie, die europäischen Scaleups mitunter Milliardeninvestments einbringt. Von dieser Kategorie ist das Wiener Startup DropForce aktuell noch weit entfernt, das Konzept, mit dem es antritt, ist aber durchaus ambitioniert und vor allem neu.

Drohne aus dem 3D-Drucker im Van oder Container

„Alle anderen Drohnen-Anbieter haben eine zentrale Fabrik und brauchen für den Bau einer Drohne meistens viel länger als nötig. Wir haben unsere Drohne so konzipiert, dass man sie von überall aus bauen kann”, sagt Jakub Hamdard. Er hat DropForce gemeinsam mit Christian Mühl gegründet. Beide bringen dabei Berufserfahrung aus dem Aerospace-Bereich mit.

Ein weiterer großer Unterschied zu anderen Anbietern: „Bei anderen Drohnen sind die Teile zusammengelötet. Daraus ergeben sich viele Fehlerquellen. Außerdem sind sie stark auf chinesische Bauteile angewiesen, die oft nicht halten, was sie versprechen”, so Hamdard. Die DropForce-Drohne kommt dagegen ohne Löten aus. Die Strukturteile und Module, etwa Kamera-Aufsätze, kommen aus dem 3D-Drucker; Platinen, Motoren und Propeller werden in Europa produziert und vom Startup als Bausatz dazugeliefert. „Man kann die Teile im 3D-Drucker aktuell in ca. 20 Minuten drucken und braucht dann zehn bis 15 Minuten, um die Drohne zusammenzubauen”, sagt der Gründer.

Und dieser Vorgang soll künftig eben nicht in einer einzelnen Fabrik, sondern in kompakten Einheiten direkt beim Kunden passieren, in einem Van oder Container, so die Vision. Denkt man an den DefenseTech-Bereich, heißt das: direkt an der Front. Die Vans bzw. Container sollen dann verkauft, die Produktion lizenziert werden. „Mit dem Van wäre man komplett mobil. Er kann direkt am Einsatzort innerhalb von Minuten Drohnen produzieren, die dann gleich losstarten können”, skizziert Hamdard.

So ein Einsatzort könnte etwa auch der Schauplatz einer Naturkatastrophe sein. In der Kundenansprache fokussiere man aber aktuell primär auf den Verteidigungsbereich. Dort will man, wenn alles nach Plan läuft, um den Jahreswechsel in die ersten Pilotprojekte starten.

Sechsstelliges Investment von BarnVentures und deutscher LNX GmbH

Bereits im Sommer holte sich DropForce für seine Expansionspläne auch ein Investment. BarnVentures rund um Filip Zganjer und die deutsche LNX GmbH stiegen mit einem sechsstelligen Betrag ein und sicherten sich jeweils 20 Prozent am Unternehmen. „Die Idee von einer dezentralen Massenproduktion im Baukasten-System hat mir so gut gefallen. Eine zentrale Produktionsstätte ist in Zeiten wie diesen gefährlich”, kommentiert Zganjer im Gespräch mit brutkasten. Das Startup unterstütze man nun nicht nur mit Geld, sondern auch durch Beratung.

Das Kapital sei bislang vor allem in die Weiterentwicklung, aber auch in Personalkosten geflossen, sagt Hamdard. Zudem sei man aktuell auch im Prozess der Patentanmeldung. Und auch an weiteren Drohnen-Modellen arbeite man bereits. Denn, so die Vision: „Kunden können sich später dann aus einem Portfolio genau die Drohnen aussuchen, die sie gerade brauchen. Wir haben schon einige Ideen, was man machen kann.”

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