21.06.2022

25Superstars: Robo Wunderkind-Co-Founder erhält halbe Million für neues Software-Startup

Das Wiener Startup 25superstars erhält 500.000 US-Dollar an Pre-Seed für die Entwicklung eines KI-basierten Marktplatzes, der Unternehmen und "Video-Content-Creators" zusammenbringen will.
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25Superstars, Video-Content, Creators, Video erstellen, wie das wrichtige Video machen?
(c) 25Superstars - Vlad Kobyakov (l.) und Rustem Akishbekov von 25Superstars.

Das in Wien ansässige Startup 25superstars vermeldet ein Pre-Seed-Investment von 500.000 US-Dollar von LVC Investments und weiteren Business Angels. Es wurde 2021 von Firmengründer Rustem Akishbekov als Soft-Launch gestartet, um genau die Probleme zu lösen, die der Gründer bei seiner Arbeit als Co-Founder bei Robo Wunderkind identifiziert hatte – die zeitraubende Aufgabe, Videoinhalte in großem Umfang zu erstellen.

25Superstars mit Machine Learning-Ansatz

Akishbekov möchte konkret Unternehmen aus verschiedenen Branchen helfen, passenden Videocontent zu generieren, Geld zu sparen und gleichzeitig Creators aus der ganzen Welt dabei unterstützen, ihre Arbeit zu monetarisieren.

Mitbegründer von 25Superstars ist CTO Vlad Kobyakov, ein Absolvent der Informatik an der Universität Wien und ehemaliger Software-Ingenieur bei Tailored Apps, einer in Wien ansässigen Software-Entwicklungsagentur.

25Superstars nutzt für sein Angebot „machine learing powered by suggestions“, das dabei helfen soll, Entscheidungen zu treffen, mit welchen Creators zusammengearbeitet werden soll und welche Art von Videos für das jeweilige Unternehmen am besten geeignet ist.

Dabei greift man auf die Expertise von Data Scientists und auf Forschungsteams für maschinelles Lernen von der Universität Wien und der Universität Tübingen zurück.

Kein Influencer-Marketing

Akishbekov betont, dass die Creators auf seiner Plattform keine Influencer-Marketing-Beiträge machen. Sie verdienen Geld mit der Erstellung von Videos, die auf den Websites der Kunden, in deren Anzeigen, als Testimonials oder auf Konten in sozialen Medien wie Instagram und TikTok verwendet werden. Die Schöpfer selbst posten die Videos nicht in ihren sozialen Netzwerken.

Alle Creators werden individuell überprüft und interviewt, bevor sie aktiviert und schließlich mit einem potenziellen Unternehmen zusammengebracht werden.

„Wir freuen uns sehr, den öffentlichen Start von 25superstars bekannt zu geben. Unser Team hat über ein Jahr lang hart daran gearbeitet. Eines unserer Hauptanliegen ist es, Content-Creators auf der ganzen Welt zu helfen, ihr Einkommen zu verbessern, denn wir glauben, dass diese Profis unterbezahlt sind“, sagt Akishbekov. „Ein weiteres Ziel, das wir zu erreichen versuchen, ist die Unterstützung von Unternehmen bei der Skalierung ihrer Videoinhalte.“

Fast 400 Milliarden US-Dollar-Markt bis 2027

Der Gründer des Startups hat keinen Zweifel am Erfolg seiner Idee und ist zuversichtlich, dass das Video-Segment in den nächsten zehn Jahren explodieren wird. Jüngste Untersuchungen würden diese Annahme bestätigen und zeigen, dass der globale Markt für digitale Videoinhalte bis 2027 391,1 Milliarden US-Dollar schwer wird.

25Superstars setzt in diesem Sinne mit seiner Plattform auf einfaches Matchmaking. So geht’s: Ein Unternehmen oder eine Brand, die Videoinhalte benötigt, registriert sich und füllt Informationen hinsichtlich der eigenen Ziele aus. Auf der Grundlage dieser Daten und eines Algorithmus gleicht die Plattform den Kunden automatisch mit den am besten geeigneten Videocontent-Erstellern zusammen. Ausgewählte Creators erhalten eine Benachrichtigung mit allen Infos, die für die Aufgabe erforderlich sind.

Kunden und Content-Ersteller arbeiten folglich auf der Plattform zusammen, wo die Arbeit „schnell und ohne Vermittler oder auf Wunsch auch langfristig“ durchgeführt werden kann.

Über 1.000 Cretaors bereits dabei

Eigenen Angaben nach verzeichnet das Unternehmen steigende Umsätze und kann auf mehr als 1.000 registrierte Creators weltweit zurückgreifen. Etwa aus Australien, Indien, Afrika, Kanada, den Vereinigten Staaten und Europa.

„Wir sehen eine enorme Nachfrage nach unseren Dienstleistungen und Produkten von Kreativen und
Unternehmen“, sagt Akishbekov. „Am Anfang war es nicht einfach, denn wir sind ein Marktplatz, der beide Seiten miteinander verbindet, aber wir haben es geschafft, alle Hindernisse zu überwinden und viele kreative Köpfe zu gewinnen, die bereit sind, Videoinhalte für unsere Kunden zu erstellen.“

Auf dem Weg in die USA

In den letzten Monaten konnte 25superstars auch eine wachsende Zahl von Kunden in den Vereinigten Staaten verzeichnen. „Wir werden in den nächsten Monaten ein Büro in San Francisco eröffnen und dort eine Unit aufbauen“, erklärt Akishbekov seine Expansionspläne. „Wir wachsen jeden Monat um 20 Prozent. Und die Zahl der Creators auf unserer Plattform wird bis zum Ende des Jahres voraussichtlich bei 3.000 liegen.“

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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