11.05.2026
IMPACT

25 neue Social Enterprises mit VSE-Label ausgezeichnet

Von der Hacker School bis zu Open Piano for Refugees: 25 neue Social Enterprises erhielten am Freitag im BMWET das VSE-Label. Die Zahl der zertifizierten Sozialunternehmen in Österreich steigt damit auf 85.
/artikel/25-neue-social-enterprises-mit-vse-label-ausgezeichnet
(c) Austria Wirtschaftsservice GmbH/APA-Fotoservice/Martin Lusser

Im Marmorsaal des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) sind am Freitag 25 weitere österreichische Sozialunternehmen mit dem Verified Social Enterprise-Label (VSE-Label) ausgezeichnet worden. Damit erhöht sich die Zahl der bislang zertifizierten Social Enterprises auf insgesamt 85. Die fünfte Verleihung fand erstmals im Rahmen des neu geschaffenen Formats „VSE Impact Forum – Unternehmertum schafft Wirkung“ statt, das den ausgezeichneten Unternehmen zusätzlich Raum für Austausch und Information zur österreichischen Förderlandschaft bot.

Überreicht wurden die Labels von Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus Elisabeth Zehetner (BMWET), dem Geschäftsführer der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) Bernhard Sagmeister, der stellvertretenden SENA-Vorstandsvorsitzenden Lena Gansterer sowie WKÖ-Vizepräsidentin Carmen Goby.

Breites Themenspektrum

Die neu ausgezeichneten Unternehmen decken ein weites Feld gesellschaftlicher Herausforderungen ab — von Bildung und digitaler Kompetenz über soziale Inklusion bis zu Klimaschutz, nachhaltigem Konsum und neuen Wirkungsmodellen im Bereich Daten und Technologie. Unter den Geehrten finden sich etwa die AfB mildtätige und gemeinnützige Gesellschaft, AssistenZ24, Caritas Services, die Hacker School Austria, der Impact Hub Vienna, MatheArena, Open Piano for Refugees, Upstrive sowie der Verein Richtungswechsel. Vertreten sind unterschiedlichste Rechtsformen — von GmbHs und FlexCos über Genossenschaften bis zu Vereinen.

„Impact First“ als zentrales Kriterium

Voraussetzung für die Zertifizierung ist die nachweisliche Verankerung des sogenannten „Impact First“-Gedankens in Gesellschaftsverträgen, Statuten oder Satzungen. Nach erfolgreichem Antragsprozess werden die ausgezeichneten Unternehmen im Unternehmensserviceportal sowie im A-Z Firmenregister geführt. Das 2022 eingeführte Label soll Social Enterprises sichtbarer machen und sie klar von anderen Wirtschafts- und Sozialorganisationen abgrenzen. Abgewickelt wird es von der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) im Auftrag des BMWET, in Zusammenarbeit mit dem Social Entrepreneurship Network Austria (SENA) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Zehetner: Social Enterprises als „wichtige Gestalter“

„Social Entrepreneurs erhalten mit dem VSE-Label nicht nur eine stärkere öffentliche Wahrnehmung, sondern auch eine klare Anerkennung für ihr soziales und nachhaltiges Wirtschaften“, betonte Staatssekretärin Zehetner bei der Verleihung. Die Auszeichnung unterstreiche „die Relevanz ihrer Arbeit für die gesellschaftliche Entwicklung“. Soziale Innovationen voranzutreiben sei zudem mit der Aufnahme in das Regierungsprogramm untermauert worden.

Die heute ausgezeichneten Unternehmen bildeten „ein breites Spektrum an Themen ab und zeigen, dass soziale Geschäftsmodelle in vielen Branchen angekommen sind“, so Zehetner weiter. Als Vorbilder für unternehmerisches Handeln mit gesellschaftlichem Mehrwert seien Social Enterprises „wichtige Gestalter der österreichischen Wirtschaft“.

Förderbank betont wirtschaftliche Resilienz

Der Geschäftsführer der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) Bernhard Sagmeister hob die Rolle der Förderbank hervor: „Das Verified Social Enterprise-Label leistet einen wichtigen Beitrag zur Sichtbarkeit von sozialem Unternehmertum. Als Förderbank des Bundes begleiten wir Unternehmen in vielfältigen Themenbereichen bei ihren ersten Ideen bis hin zum erfolgreichen Markteintritt.“

Indem Social Enterprises gesellschaftliche, soziale und nachhaltige Herausforderungen adressierten, so Sagmeister weiter, unterstützten sie „aktiv die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Österreich“. Mit Programmen wie aws Preseed und aws Seedfinancing-Innovative Solutions begleite man Sozialunternehmen „mit maßgeschneiderten Zuschüssen“ und leiste damit einen Beitrag zur „Stärkung der gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Resilienz Österreichs“.

Die steigende Zahl zertifizierter Unternehmen — von null auf rund 85 binnen vier Jahren — zeigt nach Einschätzung der beteiligten Institutionen, dass Social Entrepreneurship in Österreich weiter an Bedeutung gewinnt. Informationen zu den Kriterien und zum Antragsprozess finden sich auf der Website der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws).

Deine ungelesenen Artikel:
21.07.2026

Problem Energiefalle: Wie Ecocircling die größte Herausforderung der Fischzucht löst

Das Startup Ecocircling rund um Mitgründerin Teresa Millinger hat seine erste Aquaponik-Pilotanlage in Betrieb genommen. Mit einem modularen Kreislaufsystem für Fischzucht und Pflanzenproduktion, KI-gestützter Steuerung und eigener Energieversorgung will das Unternehmen regionale Lebensmittelproduktion effizienter machen. Im Gespräch erklärt Millinger, wie Ecocircling den hohen Energiebedarf der Branche adressiert und warum die Technologie auch international Potenzial hat.
/artikel/problem-energiefalle-wie-ecocircling-die-groesste-herausforderung-der-fischzucht-loest
21.07.2026

Problem Energiefalle: Wie Ecocircling die größte Herausforderung der Fischzucht löst

Das Startup Ecocircling rund um Mitgründerin Teresa Millinger hat seine erste Aquaponik-Pilotanlage in Betrieb genommen. Mit einem modularen Kreislaufsystem für Fischzucht und Pflanzenproduktion, KI-gestützter Steuerung und eigener Energieversorgung will das Unternehmen regionale Lebensmittelproduktion effizienter machen. Im Gespräch erklärt Millinger, wie Ecocircling den hohen Energiebedarf der Branche adressiert und warum die Technologie auch international Potenzial hat.
/artikel/problem-energiefalle-wie-ecocircling-die-groesste-herausforderung-der-fischzucht-loest
Ecocircling
© Franz Neumayr - Teresa Millinger (l.), Geschäftsführerin Ecocircling und Grace Sheehan, Investorin und US-Unternehmerin.

Das oberösterreichisch-salzburgische Startup hat knapp ein Jahr nach Projektstart und einem US-Investment seine erste Pilotanlage hochgefahren. Ziel ist es, die starke Importabhängigkeit Österreichs bei Speisefisch zu reduzieren. Die modularen „Cubes“ kombinieren dafür Fischzucht und Pflanzenproduktion in einem geschlossenen Wasserkreislauf, der durch moderne Sensorik und KI-gestütztes Monitoring weitgehend automatisiert betrieben wird.

Ecocircling und die Wasserersparnis

Die aktuelle Pilotanlage ist auf eine Jahresproduktion von bis zu neun Tonnen Wels ausgelegt und punktet vor allem durch einen extrem geringen Ressourcenverbrauch. Millinger erklärt das Prinzip: „Wir geben täglich weniger als fünf Prozent Frischwasser zu, das übrige Wasser wird aufbereitet und wiederverwendet. In unserem Aquaponik-System reinigen zusätzlich die Pflanzen das Wasser, indem sie die Nährstoffe aufnehmen. So kommen wir auf über 90 Prozent Ersparnis gegenüber klassischer Teichhaltung.“

Künftig sollen die Anlagen in unterschiedlichen Größen unter anderem für Hotels, Gastronomie und landwirtschaftliche Betriebe angeboten werden. Dafür musste das Startup jedoch die größte Hürde der Branche meistern: den massiven Energiebedarf.

„Das ist genau der Punkt, an dem viele Wettbewerber gescheitert sind“, sagt die Co-Founderin. „Der entscheidende Faktor ist der Winter: Unsere Fische brauchen eine Beckentemperatur von 26 °C, und dieses Wasser dauerhaft warm zu halten, ist der mit Abstand aufwendigste Energieposten. Genau daran ist bei vielen die Kalkulation zerbrochen. Wir haben unsere Anlagen deshalb konsequent auf diesen Punkt hin optimiert: Durch eine exzellente Dämmung, die den Wärmeverlust von vornherein minimiert, durch eine KI-gesteuerte Wärmerückgewinnung und durch eigene Energiequellen – ein Windrad und eine Biomasseanlage, die als Brennstoff sogar den Abfall aus unserer Gemüseproduktion nutzt.“

PV und Windrad

Dieser Ansatz ist bei Ecocircling bereits in der Umsetzung: Bei der Pilotanlage in Oberösterreich soll in den kommenden Monaten das erwähnte Windrad installiert werden; auch Photovoltaik ist in Planung. „Dadurch fällt der zugekaufte Wärmeanteil sehr gering aus. Genaue Werte für die KWh pro Fisch hängen vom Standort ab. Westliche oder windarme Regionen sind hier benachteiligt“, räumt die Gründerin ein. Durch die eigene Energieversorgung möchte das Startup den Betrieb von den Preisschwankungen des volatilen Marktes entkoppeln. „Damit bleibt unsere Kalkulation planbar, auch wenn die Energiepreise steigen“, so Millinger.

Fokus auf Technologie

Ob es künftig Pläne gibt, diese Prozesstechnologie zu vertreiben, oder „nur“ mit Fischen Geld zu machen, meint Millinger, dass beides in den Köpfen des Teams bestehe, jedoch mit klarer Priorität auf der Technologie.

„Unser Kern ist die Anlage selbst: ein standardisiertes Plug-and-Play-Produkt, das wir künftig in verschiedenen Größen anbieten. Eigene Standorte betreiben wir vor allem als Referenzanlagen. Überzeugend macht das Ganze das Verhältnis von Investition zu Kapazität – 90.000 Euro für zwölf Tonnen Fisch pro Jahr, mit einem Return on Investment von typischerweise unter drei Jahren. Genau diese Kombination aus niedrigem Preis, Standardisierung und geringem Betreuungsaufwand macht die Anlage zu einem echten Produkt. Dass es schon in der Entwicklungsphase internationale Nachfrage gab, bestätigt das.“

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

25 neue Social Enterprises mit VSE-Label ausgezeichnet

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

25 neue Social Enterprises mit VSE-Label ausgezeichnet

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

25 neue Social Enterprises mit VSE-Label ausgezeichnet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

25 neue Social Enterprises mit VSE-Label ausgezeichnet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

25 neue Social Enterprises mit VSE-Label ausgezeichnet

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

25 neue Social Enterprises mit VSE-Label ausgezeichnet

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

25 neue Social Enterprises mit VSE-Label ausgezeichnet

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

25 neue Social Enterprises mit VSE-Label ausgezeichnet

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

25 neue Social Enterprises mit VSE-Label ausgezeichnet