01.02.2021

25 Millionen Euro: Techno-Z baut Innovationszentrum in Salzburg aus

Das Innovationszentrum Techno-Z Salzburg in der Science City Itzling soll in den kommenden Jahren um 25 Millionen Euro ausgebaut werden. Insgesamt sollen so 8500 Quadratmeter für zusätzlich über 500 neue Beschäftige geschaffen werden.
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TechnoZ
© Riegler Riewe Architekten

„Die Entwurfsplanung zu den Ausbauplänen des Techno-Z Salzburg wurden in der Sitzung des Gestaltungsbeirats am 27. Jänner 2021 einvernehmlich gutgeheißen“, das gab der Salzburger Tech- und Innovationsstandort Techno-Z am Montag in einer Aussendung bekannt.

25 Millionen für Ausbau

In den kommenden Jahren werden 25 Millionen Euro in den Ausbau des Technologiestandorts in der Stadt Salzburg investiert. Somit schafft das Techno-Z zusätzliche 8.500 Quadratmeter für Wirtschaft und Forschung in der Science City Itzling. Der Ausbau erfolgt nach Plänen des renommierten Grazer Architekturbüros RieglerRiewe Architekten.

„Wir nehmen gerade zwei Stufen auf einmal“, sagt Mag. Werner Pfeiffenberger MBA, Geschäftsführer des Techno-Z Salzburg zu den jüngsten Expansionsschritten des Techno-Z. „Mit der Errichtung des neuen Standorts in Urstein und der Erweiterung des Techno-Z Salzburg investiert der Techno-Z Verbund rund 50 Millionen Euro in die Zukunft der Salzburger Technologiezentren, 25 Millionen im Techno-Z Salzburg und 25 Millionen in das Techno-Z Urstein.

Platz für über 500 Beschäftigte

Insgesamt werden durch die Erweiterung des Techno-Z Salzburg 8.500 Quadratmeter mehr Nettoraumfläche zur Verfügung stehen. Umgerechnet auf Arbeitsplätze heißt das, dass zusätzlich zu den derzeit 900 Beschäftigten Platz für weitere 535 Beschäftigte in der Science City geschaffen wird.

Ausbau erfolgt in zwei Schritten

In der ersten Ausbaustufe ab Frühjahr 2022 werden die sechs Gebäude Techno 10-15 aufgestockt, davon fünf Gebäude eingeschossig, ein Gebäude (Techno 10) zweigeschossig. Der Aufbau erfolgt in Leichtbauweise überwiegend mit den Materialien Glas und Holz und wird 2023 fertig sein.

Bei guter Vermarktungslage wird in einem zweiten Schritt direkt angrenzend ein Gebäude dazu gebaut. Dieses sogenannte Techno Head wird acht Geschosse hoch sein und soll dem Besucher das neue Hauptgebäude des Techno-Z signalisieren. 


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5.139 Unternehmen mussten laut aktueller Hochrechnung des Kreditschutzverbands KSV1870 in den ersten drei Quartalen 2026 in Österreich Insolvenz anmelden. Das entspricht einem Plus von 0,4 Prozent zum gleichen Zeitraum im Vorjahr. Nach Jahren des deutlichen Anstiegs bedeutet das eine Stagnation auf hohem Niveau. Diese erwartet der Verband auch für das gesamte Jahr. Die Passiva sind wegen einer etwas geringeren Zahl an Großinsolvenzen in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund sieben Prozent auf etwa sechs Milliarden Euro gesunken. Bei den Branchen – Handel vor Baugewerbe und Gastronomie – gab es „wenig Bewegung“.

„Kräftiger Aufschwung gegenwärtig nicht erkennbar“

Insgesamt gibt es seitens des KSV1870 weiter keine Entwarnung. Die schwache Konjunktur, die verhaltene Nachfrage und die hohen Kosten würden Betriebe weiterhin belasten, „ein kräftiger Aufschwung ist gegenwärtig nicht erkennbar“, heißt es vom Verband. „Wo Margen und finanzielle Reserven knapp sind, kann der anhaltende wirtschaftliche Druck schnell existenzbedrohend werden. Entsprechend hoch bleibt die Zahl der Betriebe, die ihre finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können und den Weg in die Insolvenz antreten müssen“, kommentiert Karl-Heinz Götze, Leiter KSV1870 Insolvenz.

Weiterer Zuwachs bei nicht eröffneten Fällen „alarmierend“

Mehr noch beschäftigt den Verband eine Entwicklung, die sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschärft hat, und vom KSV als „besorgniserregend“ eingestuft wird: ein massiver Zuwachs bei den nicht eröffneten Fällen. So ist die Zahl der eröffneten Unternehmensinsolvenzen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um 7,2 Prozent gesunken, die Zahl der mangels Masse nicht eröffneten Verfahren dagegen um nicht weniger als 12,6 Prozent gestiegen. Konkret war es laut KSV seit Jahresbeginn bei 2.204 Fällen, also ca. 43 Prozent aller Verfahren mangels Kostendeckung nicht möglich, diese einer geordneten Abwicklung zuzuführen.

„Dass es zwischen den eröffneten und abgewiesenen Fällen mittlerweile nur noch einen zahlenmäßig geringen Unterschied gibt, ist alarmierend. Das ist ein Umstand, den die Gläubiger massiv zu spüren bekommen, da sich in diesen Fällen ihre Verluste weiter erhöhen. Das kann auch für wirtschaftlich gesunde Unternehmen mittel- und langfristig zum Problem werden“, erläutert Götze.

KSV1870 sieht Betrugsbekämpfungsgesetz „zumindest punktuell“ als Auslöser

Die Gründe für die Dynamik laut KSV: Nicht nur werde immer häufiger mit der Insolvenzanmeldung zu lange gewartet, der Verband sieht die Entwicklung auch „zumindest punktuell“ als eine Folge des im Jänner 2026 beschlossenen Betrugsbekämpfungsgesetzes. „Denn infolgedessen ist es vielfach so, dass vor der Änderung der Gesetzeslage durchsetzbare Anfechtungsansprüche nun nicht mehr geltend gemacht werden können, die Zahl der Gläubigeranträge sinkt und auch die Quoten dementsprechend für die Gläubiger zurückgehen“, heißt es vom KSV. In diesem Zusammenhang seien – „wie bereits beim Gesetzesbeschluss seitens des KSV1870 vorausgesagt“ – Folgeinsolvenzen zu befürchten.

Der KSV1870 erwartet auch für das vierte Quartal keine Entschärfung der Insolvenzdynamik und auch keine Verbesserung bei den nicht eröffneten Fällen. „Angesichts dieser Faktenlage ist es höchst an der Zeit, eine gesetzliche Basis zu schaffen, wie mit den mangels Masse abgewiesenen Fällen zukünftig umzugehen ist. Andernfalls wird sich der gesamtwirtschaftliche Schaden weiter erhöhen“, meint Götze.

Deutliches Statement zur Insolvenz-Entgelt-Fonds-Diskussion

Der Verband äußert sich zudem zur Diskussion rund um eine Finanzierungslücke beim Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF). „Aus Sicht des KSV1870 ist dabei ein Punkt wesentlich: Aufgrund der Tatsache, dass sich Österreichs Unternehmen seit einigen Jahren mit massiven wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert sehen, ist eine automatische Anhebung der Dienstgeberbeiträge keine Option“, heißt es dazu. Götze kommentiert: „Dadurch würden die Betriebe finanziell zusätzlich belastet werden, was angesichts der derzeitigen Situation nicht erstrebenswert sein kann.“ Wichtig in der Diskussion sei jedenfalls, „nicht nur den Bedarf für das Jahr 2027 zu bewerten, sondern langfristig zu denken und sowohl die Interessen der Arbeitgeber wie auch jene der Arbeitnehmer zu berücksichtigen“, so der Verband abschließend.

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