03.02.2025
BITCOIN

21bitcoin: Salzburger Startup erreicht Handelsvolumen von 165 Mio. Euro – Verdreifachung geplant

Die Salzburger Bitcoin-Plattform 21bitcoin verzeichnet einen Wachstumskurs: im vergangenen Jahr erreichte das Startup ein Handelsvolumen von insgesamt 165 Millionen Euro. Zudem wächst die Nutzerzahl kontinuierlich an. Derzeit zählt die Plattform über 50.000 Nutzer:innen.
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(v.l.) 21bitcoin CTO Dominik Seibold und CEO Daniel Winklhammer © 21bitcoin
(v.l.) 21bitcoin CTO Dominik Seibold und CEO Daniel Winklhammer verkünden den Abschluss der zweiten Finanzierungsrunde © 21bitcoin

Gegen Ende letzten Jahres erreichte Bitcoin erstmals sein Allzeithoch: Der Kurs überschritt die 100.000-US-Dollar-Marke – brutkasten berichtete. Der Hauptgrund sei laut Analysen vor allem die Wiederwahl Trumps und seine angekündigte Deregulierung des Kryptomarktes. Diese Entwicklung kam auch der Salzburger Bitcoin-Plattform 21bitcoin zugute. Das Startup rund um Gründerduo Dominik Seibold und Daniel Winklhammer konzentriert sich auf den Handel mit Bitcoin. Ziel des Unternehmens sei es, „Privatanlegern einen unkomplizierten und sicheren Zugang zur führenden Kryptowährung“ zu ermöglichen.

Nutzerzahl verdreifachte sich in den letzten drei Monaten

Das Konzept scheint zu funktionieren: Seit seiner Gründung im April 2022 wächst das Startup kontinuierlich. Im vergangenen Jahr erzielte 21bitcoin ein Handelsvolumen von insgesamt 165 Millionen Euro. Für dieses Jahr plant das Unternehmen eine Verdreifachung auf über 500 Millionen Euro.

Das Handelsvolumen hängt unter anderem mit dem steigenden Bitcoin-Kurs zusammen. „Wir profitieren von einer steigenden Nachfrage und wachsenden Akzeptanz von Bitcoin“, erklärt CEO Winklhammer. Die Einnahmen des Unternehmens resultieren nämlich aus den Gebühren, die Nutzer:innen bei einer Bitcoin-Investition zahlen müssen.

Zudem verkündet 21bitcoin, dass die Zahl der Nutzer:innen in den letzten drei Monaten um ein Drittel gestiegen sei. Aktuell liege sie laut Unternehmensangaben bei über 50.000 aktiven registrierten Nutzer:innen.

Künftig möglicherweise Bitcoin-gesicherte Kredite

Im Jahr 2023 sicherte sich 21bitcoin eine Investition in Höhe von 2,1 Millionen Euro von der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte, wie brutkasten berichtete. Gemeinsam mit dem Investor prüft das Unternehmen künftig die Möglichkeit, Bitcoin-gesicherte Kredite anzubieten, heißt es in der offiziellen Mitteilung. Darüber hinaus setzt 21bitcoin seinen Expansionskurs fort: Neben dem Firmensitz in Salzburg wurden bereits Außenstellen in Wien und München eröffnet.

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Matteo Rosoli, CEO von eustella © eustella

„In den USA wird gerade die Ära der Superintelligenz ausgerufen. Europa darf dabei nicht zuschauen“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. Das Wiener Startup hat am 20. Oktober die Version 1.5 seiner Plattform für KI-Agenten veröffentlicht. Sie läuft nach eigenen Angaben auf rein europäischer Cloud-Infrastruktur.

Nachtraining statt Neuentwicklung

Eustella entwickelt kein Sprachmodell von Grund auf. Stattdessen setzt das Team auf offene Modelle, deren Gewichte frei verfügbar sind, und entwickelt sie mit eigenen Daten und Verfahren weiter. Ausgangspunkt ist laut Aussendung „das chinesische Basismodell Qwen 3.8 27B”. Die leistungsstärksten offenen Modelle stammten demnach „derzeit überwiegend aus China”. Das Nachtraining soll auch deren Voreingenommenheit reduzieren.

Ergebnisse aus eigener Messung

Wie viel das Nachtraining bringt, hat eustella selbst gemessen, mit 14 gängigen Leistungstests für KI-Modelle (Benchmarks). Laut Unternehmen schneidet v1.5 in allen 14 besser ab als das Basismodell, im Schnitt um fünf Punkte. Am deutlichsten fällt der Zuwachs beim Programmieren (LiveCodeBench, plus 17,1 Punkte), beim Befolgen komplexer Anweisungen (IFBench, plus 10,9) und in mehrstufigen Gesprächen (MultiChallenge, plus 10,8) aus.

Im Vergleich mit US-Modellen zieht eustella folgende Bilanz: v1.5 erreicht mit 27 Milliarden Parametern bei LiveCodeBench 89,1 Prozent, fast identisch mit Claude Opus 5 (89,0). GPT-5.6 Sol kommt auf 82,6. Bei GPQA Diamond, einem Test mit naturwissenschaftlichen Expertenfragen, liegt eustella mit 92,6 Prozent hinter Claude Opus 5 (93,9). Beim Verstehen langer Dokumente (AA-LCR) führt v1.5 laut eigenen Angaben mit 87,5 Prozent vor Claude Opus 5 (79,0) und GPT-5.6 Sol (84,0).

Auch gegenüber dem französischen Anbieter Mistral liegt v1.5 laut eustella in allen sieben vergleichbaren Benchmarks vorn, obwohl Mistral Medium 3.5 rund fünfmal so viele Parameter habe.

Die im Sommer verglichenen Modelle sind allerdings nicht mehr die aktuellsten ihrer Anbieter. Anthropic hat mit Fable 5.1 (seit 1. September) und Opus 5.5 (seit 22. September) zwei jüngere Modelle veröffentlicht. Auch OpenAI und Mistral haben mittlerweile neue Modelle vorgestellt.

Vom Launch zur Unternehmensplattform

Vorgestellt hat eustella seine App am 24. Juni. Beim Start im Juni waren es knapp 5.000 Nutzer:innen, jetzt mehr als 22.000. Die KI-Agenten unterstützen mehrstufige Aufgaben wie Recherchen, Präsentationen oder Reiseplanung. Ende August folgte laut eustella eine Optimierung, die das Achtfache an Nutzung zum gleichen Preis ermöglicht. Mit v1.5 kommen Team- und Enterprise-Pläne: „Orbit” kostet 20 Euro pro Nutzer:in und Monat, „Constellation” mit vierfachem Nutzungsvolumen 80 Euro. Die ersten 25 Partner:innen haben bereits API-Zugriff.

Eigene Technologie in Planung

„Wir haben diesen Sommer gezeigt, dass ein europäisches Team mit offenen Modellen und eigener Forschung an die Weltspitze heranrücken kann”, sagt Rosoli. v1.5 sei „erst der Anfang”. Weitere Forschung ist in Vorbereitung, eigene KI-Technologie will eustella Schritt für Schritt entwickeln.

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