20.10.2025
KRYPTO-KREDIT

21Bitcoin: Salzburger Startup ermöglicht bitcoingesicherte Kredite

Die FIOR Digital GmbH, Betreiberin der Bitcoin-Plattform 21bitcoin, startet gemeinsam mit der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG und der Sopra Financial Technology GmbH ein Pilotprojekt zur Entwicklung eines Bitcoin-Kreditprodukts. Ziel der Kooperation ist die Schaffung einer regulierungskonformen "Bitcoin-backed Lending White-Label-Lösung", die Banken und Finanzdienstleistern den Eintritt in das Geschäft mit digitalen Vermögenswerten ermöglichen soll.
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21bitcoin
© 21Bitcoin - (v.l.n.r.) Nico Hirsch, Betriebsratsvorsitzender VR Bank Bayern Mitte; Dominik Seibold, CTO 21bitcoin; Thomas Münch, Product Manager SOPRA, Daniel Winklhammer, CEO 21bitcoin; Andreas Streb, Vorstandsvorsitzender VR Bank Bayern Mitte

Es war das Jahr 2023, als das Salzburger Startup 21Bitcoin ein 2,1 Mio. Euro schweres Investment aufnahm – von einem für ein Bitcoin-Startup nicht alltäglichen Investor: der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte. Es folgte im Februar 2025 das Erreichen eines Handelsvolumens von 165 Mio. Euro – siehe hier – und dann die Meldung aus dem August des heurigen Jahres, dass man die Frauenmannschaft von FC Red Bull Salzburg sponsert.

21Bitcoin: Bitcoin-Kreditprodukt

Nun wendet man sich erneut seinem Investor zu und startet mit der Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte und der Sopra Financial Technology GmbH die Entwicklung eines Bitcoin-Kreditprodukts.

Mit dieser Initiative reagiert 21bitcoin auf die wachsende Nachfrage nach Lösungen, die es Kunden erlaubt, ihre Bitcoin als Kreditsicherheit zu nutzen, ohne diese veräußern zu müssen, heißt es per Aussendung. Das geplante Produkt eröffne damit einen neuen Zugang zu Liquidität und stelle einen wichtigen Meilenstein für die Etablierung von Bitcoin als seriöses Asset im Finanzmarkt dar.

„Zugänglich und nutzbar“

„Unser Ziel ist es, Bitcoin für jeden sowohl zugänglich als auch nutzbar zu machen. Gemeinsam mit unseren starken Partnern entwickeln wir das erste institutionelle konkurrenzfähige Bitcoin-Kreditprodukt Europas – sicher, transparent und für die Menschen in Europa“, erklärt Daniel Winklhammer, CEO von 21bitcoin.

Das Unternehmen möchte sich damit als Vorreiter im Bereich Bitcoin-Finanzdienstleistungen positionieren und einen wichtigen Schritt setzen, um die Brücke zwischen traditionellem Banking und der dezentralen Bitcoin-Ökonomie zu schlagen.

21Bitcoin: „Bitcoin-backed Lending“ als nächster Schritt

Andreas Streb, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Bayern Mitte, kommentiert: „Unsere Erfahrung zeigt, dass es eine hohe Kundennachfrage nach regulierten Finanzdienstleistungen rund um Bitcoin gibt. Mit der angedachten Lösung können unsere Kunden ihre Bitcoin-Bestände nutzen, ohne auf mögliche Wertsteigerungen zu verzichten oder steuerliche Nachteile durch einen Verkauf in Kauf nehmen zu müssen. Dies stärkt unsere Position als digitaler Vorreiter im regionalen Bankwesen.“

Und auch Thomas Münch, Product Owner bei Sopra Financial Technology GmbH sieht „Bitcoin-backed Lending“ als den nächsten konsequenten Schritt für zukunftsorientierte Kreditinstitute: „Mit dieser Partnerschaft schaffen wir die technologische und regulatorische Basis, um diesen Markt sicher und effizient zu erschließen.“

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Georg Weber, COO (links) und Florian Berger, CEO (rechts) übernehmen mit Flottenfuchs das komplette Fuhrparkmanagement für Unternehmen. | (c) Flottenfuchs

Florian Berger und Georg Weber waren zuletzt maßgeblich am Aufbau und operativen Geschäft des Wiener Energie-Startups heizma beteiligt. Dort arbeiteten sie eng zusammen und beschlossen, auch nach ihrem Abschied gemeinsam unternehmerisch tätig zu werden. Was genau sie machen wollten, war zunächst allerdings unklar. Sie überlegten einen Installationsbetrieb zu übernehmen oder eine KI-Agentur zu gründen.

Eine weitere Möglichkeit ergab sich aus ihrer bisherigen Arbeit bei heizma. Berger hatte dort unter anderem den Fuhrpark betreut. Als die Übergabe seiner Aufgaben anstand, fragte er sich: „Der Fuhrpark ist bereit für die Übergabe, aber wem übergebe ich das jetzt eigentlich?“. Eher scherzhaft schlug er Weber vor, die Verwaltung selbst als externe Dienstleistung anzubieten. Die beiden beschäftigten sich daraufhin intensiver mit dem Geschäftsmodell und entschieden sich Anfang 2026 schließlich für Flottenfuchs.

Eine externe Abteilung für Firmenflotten

„Der Fuhrpark ist ein Wanderpokal in einer Firma. Keiner will ihn, aber man erbt ihn“, sagt Berger. Aufgaben wie Leasingverträge, Werkstatttermine oder Schadensabwicklung werden in vielen Betrieben neben dem Tagesgeschäft erledigt. Gerade kleinere Unternehmen verfügen häufig über keine eigene Fuhrparkabteilung.

Hier setzt das Startup an. Flottenfuchs übernimmt die operative Verwaltung von Firmenfahrzeugen, von der Beschaffung über Wartungen und Reifenwechsel bis zur Schadensabwicklung und Kommunikation mit den Fahrer:innen. Auch gesetzliche Pflichten wie Führerscheinkontrollen gehören zum Angebot.

Zu Beginn analysiert Flottenfuchs den bestehenden Fuhrpark und sucht nach Einsparpotenzialen, etwa bei Versicherungs- und Leasingkonditionen. Nach eigenen Angaben lassen sich Fuhrparkkosten um bis zu 30 Prozent reduzieren. Für die laufende Gesamtbetreuung zahlen Unternehmen einen monatlichen Fixbetrag pro Fahrzeug.

Eigene Software statt zugekaufter Lösung

Die technische Grundlage bildet die selbst entwickelte, KI-gestützte Plattform FlottenfuchsOS. Ursprünglich wollten Berger und Weber eine bestehende Software zukaufen. Nach mehreren Tests entschieden sie sich jedoch dagegen. Laut Berger hätten sie bei den verfügbaren Lösungen nur rund 15 bis 20 Prozent der Funktionen tatsächlich benötigt.

Stattdessen entwickelten sie eine eigene Plattform, die Fahrzeug-, Vertrags- und Kostendaten bündelt, Fristen überwacht und Abweichungen bei verrechneten Leistungen erkennt. Die Softwareentwicklung verantwortet vor allem Weber. „Er ist ein Prozessguru und automatisiert so viel wie möglich“, sagt Berger über seinen Mitgründer.

Unterstützung erhalten die beiden von Florian Rosenberg, mit dem Berger bereits beim IT-Dienstleister Crayon am Aufbau eines Data-&-AI-Geschäftsbereichs gearbeitet hatte. Rosenberg steht Flottenfuchs als Advisor zur Seite.

Auch beim Fahrverhalten der Mitarbeiter:innen sieht das Gründerduo durch Gamification Einsparpotenzial. Eine eigene App soll Fahrer:innen spielerisch dazu motivieren, sparsamer unterwegs zu sein. Dafür können sie beispielsweise ihren Kraftstoffverbrauch und ihre Tankkosten miteinander vergleichen. Unternehmen entscheiden selbst, wie sie die Ergebnisse nutzen.

Bereits mehrere hundert Fahrzeuge in Betreuung

Das Wiener Startup wurde erst im August dieses Jahres gegründet und betreut laut eigenen Angaben bereits rund 20 Unternehmen mit insgesamt mehreren hundert Fahrzeugen. Zu den Kunden gehören neben heizma auch Daikin, Beinkofer und Flamingo Energy. Gewonnen wurden diese laut Berger vor allem über das persönliche Netzwerk und Weiterempfehlungen. Nicht alle Kunden lassen ihren gesamten Fuhrpark betreuen, manche beauftragen Flottenfuchs zunächst mit Einzelleistungen wie z.B. der Analyse des Fuhrparks.

Das Startup ist bislang vollständig eigenfinanziert und will vorerst ohne externe Investoren wachsen. Aktuell richtet sich das Angebot vor allem an Unternehmen mit fünf bis 150 Fahrzeugen und umfasst Pkw sowie Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen. Langfristig wollen Berger und Weber weitere Formen der betrieblichen Mobilität abdecken. Ihr erklärtes Ziel ist es, Flottenfuchs als führenden Mobilitätsmanager in Österreich und Europa zu etablieren.

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