16.06.2016

2050 Thinkers Club Vienna: Netzwerk für Ideen

Der Netzwerk-Aspekt steht klar im Fokus des neu gestarteten "2050 Thinkers Clubs Vienna". Die Initiative soll zum Denken, Vernetzen, Gestalten und Inspirieren anregen. Gestartet wurde sie von einer Gruppe junger Wiener. Ziel sei es, die Stadt durch interdisziplinäre Vernetzung und Innovationsaustausch voranzubringen. Die erste Wiener Innovationsparty findet im Spätherbst im Wiener Rathaus statt.
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kooperation

Seit Frühling 2015 erarbeitete Unternehmer Mario Krendl mit seinem wachsenden Team am Konzept. „Die jüngere Generation, die den Zeitgeist am besten verkörpert, ist in allen Gesellschaftsbereichen in Entscheidungsrollen unterdurchschnittlich vertreten“, so der Präsident des neuen Clubs bei der Erstpräsentation am 15.6 auf der Summerstage. „Genau diese Impulse durch die Generationenvielfalt hat Österreich aber dringend nötig. Der 2050 Thinkers Club Vienna, ein Club von jungen Menschen für junge Menschen setzt genau da an, gibt jungen Innovatoren eine Plattform und fördert über Branchengrenzen hinweg Kreativität und die Breite des Denkens. Das führt zum Austausch, das führt zu Netzwerken, die gute Ideen zur Umsetzung bringen“, so Mario Krendl.

Mentoring

Die rund 20 Gründungsmitglieder stammen aus den unterschiedlichsten Bereichen – Wirtschaft, Politik, Kultur, Medien, NGOs und Wissenschaft. Der Club wird regelmäßig Events organisieren, bei denen technische, soziale und ökologische Innovationen von jungen Menschen einem großem Publikum mittels Zeigen, Fühlen, Hören und darüber Reden näher gebracht werden. Das erste Event findet im Spätherbst 2016 im Wiener Rathaus statt. Darüber hinaus wird ein Mentoring-Programm erstellt, über das junge Innovatoren unterstützt werden. Regelmäßige Events, sowie Studien sind in Planung.

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Das Gründungsteam von AI Baseline: Xenia Galkina, CEO, und Alexander Czech, CTO | © APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz
Das Gründungsteam von AI Baseline: Xenia Galkina, CEO, und Alexander Czech, CTO | © APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz

KI-Agenten sollen in Unternehmen und Organisationen zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen – etwa die Analyse von Hunderttausenden Seiten interner Berichte, Dokumente und Richtlinien. Bisherige Retrieval-Systeme stoßen dabei jedoch an technische und ökonomische Grenzen, meint man beim Wiener Startup AI Baseline. Ein KI-Agent beginne bei aktuellen Ansätzen nämlich für jede neue Frage eine eigenständige Suche, wodurch dieselben Dokumente immer wieder neu verarbeitet werden müssten. Das führe zu einem hohen Verbrauch an kostenpflichtigen Modell-Tokens, Rechenleistung und Zeit. Bei anspruchsvollen Fragen könne die Beantwortung bis zu 40 Minuten dauern, während die zugrunde liegenden Textfragmente oft nicht mehr bis zur Originalquelle zurückverfolgt werden können.

„Knowledge Space“ für mehr Effizienz und Transparenz

Um dieses Zusammenspiel aus Effizienz- und Transparenzproblemen zu lösen, hat das von CEO Xenia Galkina und CTO Alexander Czech gegründete Unternehmen eine neue Retrieval-Architektur entwickelt. Das System bildet Informationen in einer logisch verknüpften Ebene ab, wodurch die Herkunft der Daten über die Struktur des sogenannten „Knowledge Space“ erhalten bleibt. Da die aufwendige Strukturierung einmalig bei der Datenaufnahme erfolgt, soll der anschließende Rechercheprozess auch bei großen Datenmengen wirtschaftlich und nachvollziehbar bleiben. Das Versprechen des Startups: Organisationen müssen bei KI-Anfragen nicht mehr zwischen Geschwindigkeit, Kosten und Qualität wählen.

Überzeugende Benchmark-Vergleiche

Eigenen Benchmark-Tests zufolge soll der „Research Mode“ von AI Baseline im Vergleich zu herkömmlichem agentischen RAG eine um 44 Prozent höhere Antwortqualität liefern, bis zu 22-mal schneller arbeiten und 72 Prozent weniger Input-Tokens verbrauchen. Bei maximaler Performance erreicht das System laut Unternehmensangaben mehr als die doppelte Antwortqualität bei nahezu neunfacher Geschwindigkeit und rund 15 Prozent geringeren Kosten.

20.000 GPU-Stunden auf Supercomputer Leonardo im AI:AT Hub

Das im Dezember 2025 gegründete bzw. im Hub aufgenommene Startup wird von NVIDIA Inception sowie AWS unterstützt und ist Mitglied im AI:AT Coworking Hub der AI Factory Austria. Für die Entwicklung der ersten Produktversion nutzte das bootstrappende Team unter anderem 20.000 GPU-Stunden auf dem europäischen Supercomputer Leonardo, die über die AI Factory Austria und EuroHPC bereitgestellt wurden. „Die Arbeit im AI:AT Hub war für uns ein echter Booster“, heißt es von CEO Xenia Galkina. Der Zugang zu Hochleistungsinfrastruktur habe es erst möglich gemacht, die Technologie in dieser Größenordnung umzusetzen. CTO Alexander Czech verweist zudem auf den Wert des Netzwerks: „Ebenso wertvoll ist die Community: Der Austausch mit anderen Gründern […] und der Zugang zu Experten […] haben uns geholfen, über die Technologie selbst hinauszudenken“.

Die Lösung richtet sich laut AI Baseline vor allem an technische Teams in regulierten und datenintensiven Branchen wie Life Sciences, Healthcare, Recht, Finanzforschung und dem öffentlichen Sektor. Während der aktuellen Beta-Phase kann die Architektur über eine API oder als Claude Skill getestet werden. Zudem sucht das Unternehmen derzeit Design-Partner für seine Ingestion Engine.

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