24.02.2020

20 Millionen Euro für Fortsetzung von „KMU Digital“ bis 2024

20 Millionen Euro sollen in das Förderprogramm KMU Digital bis 2024 investiert werden. Bundesministerin Margarete Schramböck und WKÖ-Präsident Harald Mahrer präsentierten am Montagvormittag eine erste Zwischenbilanz sowie die Verlängerung des Programms.
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Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer - unterschiedliche Prioritäten im Regierungsprogramm
Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer

Die Weiterführung des Förderprogramms KMU Digital ist gesichert. Insgesamt sollen bis 2024 rund 20 Millionen Euro investiert werden. Das haben am Montagvormittag Bundesministerin Margarete Schramböck und WKÖ-Präsident Harald Mahrer bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

+++ KMU-Roadshow 2019: Die Bilanz und wichtigsten Learnings +++

Umsetzungsförderung durch aws

Im Rahmen von KMU Digital werden neben den Beratungsleistungen auch Umsetzungsförderungen angeboten. Mit den Umsetzungsförderungen werden Betriebe mit bis zu 30 Prozent im Rahmen von 5000 bis 20.000 Euro unterstützt.

Wie die Bundesministerin im Rahmen der Pressekonferenz erläuterte, sollen die Umsetzungsetzungsförderungen künftig durch die Austria Wirtschaftservice (aws) abgewickelt werden. Die Beratungsleistungen sollen nach wie vor der Wirtschaftskammer obliegen.

Zertifizierte Berater und WKO-Netzwerk

Betriebe, die das Angebot in Anspruch nehmen, können Tools mit unterschiedlichen Schwerpunkten wählen. Darunter fallen beispielsweise Beratung in den Bereichen E-Commerce, Online Marketing oder IT-Security. Für die Beratung werden eigens zertifizierte Trainer bereitgestellt. Zudem werden eigene Gruppenchoachings angeboten, um KMU bei aktuellen Schwerpunktthemen zu trainieren.

Bilanz zu KMU Digital

Im Rahmen der Pressekonferenz zogen Schramböck und Mahrer auch Bilanz über das bisherige Programm, das bereits von der türkis-blauen Regierung ins Leben gerufen wurde. Bisher hätten laut Schramböck rund 10.000 Unternehmen Beratungs- und Umsetzungsinitiativen in Anspruch genommen. Seit Oktober 2019 waren es rund 2500 Leistungen.

Noch immer Aufholbedarf

In Sachen Digitalisierung und KMU besteht laut Schramböck noch immer großer Aufholbedarf. „In Österreich sind 99,6 Prozent der Unternehmen KMU und somit das Rückgrat unserer Wirtschaft. Fast die Hälfte dieser Betriebe haben allerdings einen geringen Digitalisierungsgrad. Damit der Wirtschaftsstandort Österreich von der Digitalisierung profitiert, müssen wir Unternehmen aller Größen auf diesem Weg mitnehmen, so Schramböck.


=> zur Page von KMU Digital 2.0

Videoarchiv: KMU Digital

Interview mit Elisabeth Udolf-Strobl und Harald Mahrer über KMU Digital

Wirtschaftsministerin Elisabeth Udolf-Strobl und Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer sprechen über die Details von "KMU Digital".Mehr dazu auch auf https://brutkasten.com/kmu-digital-neuauflage/

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 13. September 2019

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Impeto Impact Gründer Jim Lefébre © Jim Lefébre

Ein Fully-Merchant-BESS (Battery Energy Storage System) ist ein Batteriespeicher, der seine Erlöse vollständig am freien Strommarkt erwirtschaftet, ohne langfristige Verträge, feste Einspeisevergütungen oder staatliche Garantien. Durch den steigenden Anteil an z.B. Photovoltaik und Windkraft kommt es im Netz häufig zu Überschussenergie und starken Preisschwankungen – etwa Negativpreisen zur Mittagszeit im Sommer. Speicherbetreiber:innen nutzen das für Arbitrage: Sie kaufen Strom, wenn er günstig ist, und verkaufen ihn, sobald die Preise wieder steigen. Zusätzlich lässt sich mit einer Batterie auch Regelenergie zur Netzstabilisierung anbieten.

Dieses Geschäftsfeld zeichnet sich zum einen durch hohe Gewinnchancen bei stark schwankenden Strompreisen, aber auch volles Risiko bei fallenden Marktpreisen oder geringer Volatilität aus. Hinzu kommt, dass ein Speicher gleichzeitig auf fünf Erlösmärkten agiert – darunter Day-Ahead und Regelenergie –, die permanent miteinander konkurrieren und sich gegenseitig Kapazitäten streitig machen. Diese unsichere Dynamik führt für Betreiber:innen wiederum zu erschwerten Finanzierungsmöglichkeiten bei Banken. Hier setzt Impeto Impact mit seinem Tool BESS-Invest an.

Modellrechnungen statt Live-Einsatz

„Man kann eigentlich immer nur in einem Markt handeln. Also muss man in der Modellierung entscheiden, in welchem Markt der Strom gekauft und verkauft wird, um letztlich einen plausiblen Business Case zu erteilen“, erklärt Jim Lefébre, Gründer von Impeto Impact. Sein laut eigenen Angben komplett eigenfinanzierte Produkt soll jetzt mehr Transparenz für Investor:innen bringen und setzt bei der Modellierung auf sogenanntes Forwardtesting. „Backtesting beantwortet, was gewesen wäre“, erklärt der Gründer. „Für eine Investitionsentscheidung mit 15 Jahren Laufzeit braucht der Markt eine Antwort auf das, was kommt.“

BESS Invest soll eine fünfjährige Markthistorie mit eigenen Projektionsannahmen zu Preistrends, Reserve-Erlösen und Volatilität verknüpfen. Laut Unternehmensangaben entstünden aus diesem Zusammenspiel simulierte Marktpfade in 15-Minuten-Auflösung – bis hinunter zum eigentlichen Lastprofil der Batterie. Das Modell würde dabei eine Ergebnisbandbreite vom konservativen bis zum optimistischen Szenario abbilden. Verändere sich die Marktlage, ließe sich dies über erneute Simulationen jederzeit anpassen. Dabei handelt es sich laut Lefèbre ausdrücklich um Modellrechnungen und Schätzungen zur Plausibilisierung, nicht um eine Live-Optimierung.

BESS Invest Dashboard © Impeto Impact

Verzicht auf KI

Ursprünglich entstand die Idee aus Lefèbres eigenem Beratungsgeschäft: Der Markt für Großspeicher sei dynamisch, die Kapitalmobilisierung stocke jedoch mangels Transparenz, so Lefèbres Erkenntnis. Gemeinsam mit Jonas Puck von der WU Wien wurde daraus zunächst das Whitepaper „Charging Ahead“ aus dem schlussendlich das Tool mithilfe von Pilotkund:innen aus dem Kreis großer Energieversorger hervorging.

Auf Künstliche Intelligenz wird verzichtet: „Wir arbeiten bei unseren Simulationen strikt ohne KI, weil eine KI auch halluzinieren kann“, so Lefèbre. Ein geschlossener Algorithmus soll stattdessen nachvollziehbare Ergebnisse hervorbringen.

Vor der Gründung war Lefèbre unter anderem ÖVP-Pressesprecher ehe er 2017 bis 2019 die Position des Pressesprechers im Justiz- und später im Finanzministerium übernahm. Anschließend war er in diversen Positionen für Montana Tech Components des Investors Michael Tojner, sowie den Batteriehersteller Varta tätig. Bis heute vertritt er zudem die von Tojner mitgegründete eXplore!-Initiative. Außerdem fiel Lefébre in der Vergangenheit beim brutkasten mit seinem Corona-Test-Startup auf.

Co-Location und Expansionspläne

Vertrieben wird BESS Invest im Lizenzmodell mit drei Paketstufen, wahlweise als Monatslizenz oder als Berechnungskontingent im 50er-Block. Bislang modelliert die Software den reinen Speicherbetrieb. Als nächsten Schritt will das Team die Integration von Co-Location-Projekten und Industrieanwendungen angehen. Außerdem plant Lefèbre die Expansion nach Deutschland und perspektivisch in Richtung Südosteuropa.

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20 Millionen Euro für Fortsetzung von „KMU Digital“ bis 2024

20 Millionen Euro sollen in das Förderprogramm KMU Digital bis 2024 investiert werden. Bundesministerin Margarete Schramböck und WKÖ-Präsident Harald Mahrer präsenteirten am Montagvormittag eine erste Zwischenbilanz sowie die Verlängerung des Programms. Im Rahmen der Pressekonferenz zogen Schramböck und Mahrer auch Bilanz über das bisherige Programm, das bereits von der türkis-blauen Regierung ins Leben gerufen wurde. Bisher hätten laut Schramböck rund 10.000 Unternehmen Beratungs- und Umsetzungsinitiativen in Anspruch genommen. Seit Oktober 2019 waren es rund 2500 Leistungen.

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