14.04.2026
FTI-PROGRAMM

2 Mio. Euro: „Rail4Climate“ soll digitale Transformation der Bahnindustrie vorantreiben

Mit einem Budget von zwei Millionen Euro unterstützt das Förderprogramm „Rail4Climate“ kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Im Fokus stehen technologische Innovationen sowie die Digitalisierung und Automatisierung im österreichischen Bahnsektor.
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So sehen die neuen
So sehen die neuen "Flirt Akku"-Züge aus | ÖBB/Hummel

Die Eisenbahnindustrie gilt als eines der technologischen Stärkefelder Österreichs, in dem heimische Unternehmen international erfolgreich positioniert und tief in globale Wertschöpfungsketten eingebunden sind. Um diese Wettbewerbsfähigkeit langfristig abzusichern und neue Impulse zu setzen, hat der Klima- und Energiefonds die neue Ausschreibung des Förderprogramms „Rail4Climate“ gestartet.

Insgesamt stehen zwei Millionen Euro für kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte (F&E) zur Verfügung, die über die FFG vergeben werden. Die Mittel sind aus dem Budget des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) dotiert.

Fokus auf digitale Transformation des Mobilitätssystems

Im Zentrum des Förderprogramms steht die Entwicklung zukunftsweisender Produkte und technologischer Lösungen für den Bahnsektor. Ziel ist es, die Innovationskraft im Land zu stärken und die digitale Transformation des Mobilitätssystems maßgeblich voranzutreiben.

Die Maßnahme ist strategisch in die wirtschaftspolitischen Langzeitziele eingebettet. Mobilitätsminister Peter Hanke verweist auf die strukturpolitische Bedeutung der Förderung: „Das Förderprogramm orientiert sich bewusst an der Industriestrategie 2035 der Bundesregierung. Damit setzen wir gezielte Impulse für Forschung, Entwicklung und technologische Innovation im Bahnsektor. Wir stärken Österreichs Rolle als Technologieführer, treiben klimafreundliche Mobilitätslösungen voran und schaffen die Grundlage für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit in einem zentralen Zukunftsfeld.“

Automatisierung als Hebel für Effizienz

Besonderes Augenmerk bei der Vergabe der Fördermittel liegt auf der technologischen Skalierbarkeit und der Effizienzsteigerung des Bahnsystems durch neue Technologien. Für Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, bilden Digitalisierung und Automatisierung dabei die entscheidenden Hebel.

„Die Bahn ist zentral für ein nachhaltiges Mobilitätssystem. Jetzt gilt es, sie noch effizienter und leistungsfähiger zu machen“, so Vogl zur aktuellen Ausschreibung. Das primäre Ziel der Förderinitiative sei es laut dem Geschäftsführer, „Innovationen rascher in die Umsetzung“ zu bringen. Gleichzeitig richte sich der Aufruf an alle Stakeholder im Mobilitätsökosystem, diesen Transformationsprozess aktiv mitzugehen und kooperative Lösungen einzureichen.

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ISS-Aus 2030: Wiener Startup und französischer Raketenbauer wollen neuen Weg ins All öffnen

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Hugues Chopard (SIRIUS Space) und Guillaume Brault (Tumbleweed) auf der World Space Business Week 2026 in Paris

Neue Medikamente entwickeln, reinere Kristalle züchten, Materialien testen: In der Schwerelosigkeit verhält sich Materie anders als auf der Erde. Für Pharma- und Materialforschung führt der Weg ins All bisher fast immer über die Internationale Raumstation ISS, die nach aktuellen Plänen Ende 2030 außer Betrieb gehen soll. Nun wollen das Wiener Weltraum-Unternehmen Tumbleweed und der französische Raketenbauer Sirius Space Services einen weiteren Zugang schaffen.

Pods als Zugang zur Schwerelosigkeit

Das Wiener Startup setzt auf standardisierte „Pods“, mit denen Kund:innen Experimente im All durchführen können. Der Zugang zur Schwerelosigkeit sei dadurch laut Tumbleweed zehnmal günstiger und fünfmal schneller als auf dem herkömmlichen Weg. Dafür haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet. Ziel ist es zu prüfen, ob die Forschungsbehälter der Wiener auf den Raketen der Franzosen ins All transportiert werden können.

Der erste Schritt: Suborbitale Testflüge

Den Auftakt der Zusammenarbeit soll der erste Testflug des französischen Unternehmens, „Sirius S1B Ballistic“ (S1B), markieren. Er soll laut Tumbleweed zentrale Raketentechnologien erproben und dabei Schwerelosigkeit bieten. Deshalb wäre die Mitnahme von Forschungsexperimenten möglich. Die beiden Unternehmen prüfen aktuell die technischen Schnittstellen und Betriebsbedingungen.

Einen konkreten Flugtermin nennen die Unternehmen nicht. Auf Nachfrage verrät man gegenüber brutkasten, dass der Testflug S1B, auf dem die Pods mitfliegen könnten, innerhalb der nächsten zwei Jahre stattfinden solle.

Langfristige Pläne: Der Weg in den Orbit

Langfristig zielt die Partnerschaft auf orbitale Missionen ab. Sobald das 2020 gegründete Unternehmen Sirius seine wiederverwendbaren Trägerraketen Sirius-1, Sirius-13 und Sirius-15 in Betrieb nimmt, soll evaluiert werden, wie die Tumbleweed-Pods damit in die Erdumlaufbahn gelangen können. Die Raketenfamilie soll laut Unternehmen Satelliten mit bis zu 1.100 Kilogramm in eine sonnensynchrone Umlaufbahn in 600 Kilometern Höhe bringen.

Einen konkreten Flugtermin nennen die Unternehmen nicht. Laut Medienberichten plant Sirius den Testflug S1B für 2027. Antoine Fourcade, CEO von Sirius Space Services, betont das Ziel, aus der ersten Gelegenheit auf der S1B konkrete Missionen zu machen und „die Grundlagen für künftige Startdienste auf unseren Orbital-Raketen“ zu legen.

Erfolgreiche erste Mission

Während die Kompatibilitätsprüfungen für den ersten Flug laufen, arbeitet das Team von Tumbleweed, das mittlerweile über 20 Mitarbeitende an den Standorten Wien und Delft umfasst, parallel bereits an „Oasis Beta“. Dies soll der rückkehrfähige Nachfolger der im Juli 2026 gestarteten Mission „Oasis Alpha“ werden, die vier Kundennutzlasten an Bord der SpaceX-Falcon-9-Rakete ins All brachte – brutkasten berichtete.

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