03.03.2020

2 Minuten 2 Millionen, Folge 5: Der Favorit der Woche

Im Gastkommentar erklärt Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe UBIT der Wirtschaftskammer Wien, warum Studyly sein Favorit für die fünfte Folge der aktuellen Staffel 2 Minuten 2 Millionen ist.
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Studyly bei 2 Minuten 2 Millionen
(c) PULS 4 / Gerry Frank

Spezialisierung ist im Internetzeitalter noch viel wichtiger als früher. Es ist besser eine Sache perfekt zu machen, als in mehreren Bereichen nur Durchschnitt zu sein. So gesehen, wirkt die interaktive Lernplattform Studyly (www.studyly.com) auf den ersten Blick gleich einmal sympathisch, denn die Gründer haben sich nicht nur auf Mathematik spezialisiert, sondern auch noch auf die Vorbereitung zur AHS-Matura. Mathematik gilt als „Angstfach Nummer 1“ unter Österreichs Schülern; das sorgt für zusätzliche Relevanz und – trotz Fokus auf eine einzige Zielgruppe – auch für entsprechendes Geschäftspotenzial. Es gibt aber noch weitere Gründe, warum dieses Startup diesmal mein „Favorit der Woche“ für die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ ist.

Warum Studyly der „2 Minuten 2 Millionen“-Favorit ist

„Wir lieben Zahlen und Mathematik“ ist auf der Website von Studyly zu lesen. Als jemand, der sich beruflich mit Begeisterung für die IT-Dienstleistungsbranche entschieden hat, kann ich diese Vorliebe gut verstehen, weil eine gewisse Zahlenaffinität auch eine gute Ausgangsbasis ist, um in der IT-Branche erfolgreich zu sein. Als Branchenvertreter wiederum hoffe ich, dass sich unter den angehenden Maturanten möglichst viele für eine IT-Ausbildung entscheiden werden.

+++Hintergründe, Interviews und Live-Stream zu „2 Minuten 2 Millionen“+++

Die erste Etappe des Weges dorthin wird einem von Studyly nicht nur möglichst einfach gemacht, man bleibt auch noch flexibel. Die Monatsabos gelten für jeweils 3 Monate und verlängern sich automatisch um weitere 3 Monate, falls die Kunden nicht vorher kündigen. Angeboten wird eine Basic-Version um 19 Euro pro Monat und eine Premium-Version um 24 Euro. Bei letzterer ist neben dem Zugriff auf interaktive Beispiele, hunderte Lernvideos und den Maturakurs auch noch der Zugang zu einer Experten-Hotline und eine Volltextsuche im Aufgabenpool inkludiert. Das Kundenservice endet nicht am frühen Nachmittag, sondern ist 24 Stunden am Tag erreichbar. Auch das wirkt sympathisch.

+++Voten für Folge 5 von „2 Minuten 2 Millionen“: Wer ist dein Favorit?+++

Laut Angabe auf der Studyly-Website ist das Premium-Abo beliebter als die Basic-Variante. In drei Monaten fallen beim Premium-Modell also 72 Euro an Kosten an. Das erscheint mir durchaus fair, wenn man die Kosten eines realen Nachhilfelehrers als Vergleichsmaßstab heranzieht. Zudem gibt es den Vorteil, dass die Schüler von jedem Ort und zu jeder Tageszeit auf das Angebot zurückgreifen können. Die dynamische Software passt sich außerdem in intelligenter Weise den Lernfortschritten der Schüler an. Laut Angabe der Plattformbetreiber wurden alle Beispiele des bifie-Aufgabenpools (Bundesinstitut für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens) ausgearbeitet und mit Hinweisen und Lösungswegen versehen.

+++Alle Favoriten der aktuellen Staffel+++

Natürlich darf man nicht außer Acht lassen, dass es etliche etablierte Nachhilfe-Institute in Österreich gibt, die auf den ersten Blick Vergleichbares anbieten. Aber eben nur auf den ersten Blick. Bei Studyly lohnt es sich durchaus, genauer hinzusehen. Und genau das werden nicht nur die Investoren bei der kommenden Sendung tun, sondern auch sehr viele potentielle Kunden zu Hause vor dem Bildschirm. Mittels ergänzender Marketingmaßnahmen kann hier definitiv ein wichtiger Vorsprung zu weniger spezialisierten Mitbewerbern gewonnen werden. Die Start-up-Show bietet jedenfalls ein gutes Podium dafür.

Das Kapital der Investoren dürfte unter anderem der Expansion dienen, die unter den meistgestellten Fragen (FAQ) auf der Website bereits angedeutet wird. Demnach will die Lernplattform künftig auch Vorbereitungsangebote für die BHS-Matura anbieten. Bereits in einem Jahr sollen auch Inhalte für das deutsche Abitur bereitgestellt werden. Dadurch sinkt naturgemäß zwar der Spezialisierungsgrad, die klare Linie wird durch diese Art der Vergrößerung der Geschäftschancen aber kaum verwässert. Ob es tatsächlich klappt, die Investoren zu überzeugen, wird natürlich wie immer auch von der Art der Präsentation, den Geschäftszahlen und den Preisvorstellungen der Gründer abhängen. Das Geschäftsmodell an sich erscheint mir jedenfalls stimmig. Daher ist Studyly diesmal mein „Favorit der Woche“.


Anmerkung der Redaktion: Die in diesem Gastkommentar dargelegte Meinung spiegelt nicht zwingend die Meinung der brutkasten-Redaktion wider.


Über den Autor

Martin Puaschitz
(c) Fotostudio Weinwurm

Mag. Martin Puaschitz ist Obmann der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Wien. www.ubit.at/wien

 

 

 

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V.l.n.r.: Peter Llewellyn-Davies (Präsident BIOTECH AUSTRIA), Lejla Pock (CEO Human.technology Styria), Marcus Hofer (CEO Standortagentur Tirol) © BIOTECH AUSTRIA

Rund 250 Teilnehmer:innen aus zwölf Ländern, zwei Tage in Innsbruck, ein Motto: „Start up, Scale up, Step up!“ Mit vielen neuen Kontakten und einem guten Gefühl bin ich nach Hause gefahren und mit einer offenen Frage: Die österreichische Biotech-Branche ist so gut vernetzt wie nie, aber woher kommt  künftig das Geld, damit aus exzellenter Forschung Unternehmen werden, die in Europa groß werden?

Am Wissen fehlt es nicht. Ob Europa in der Biotechnologie mitspielt, entscheidet sich an der Finanzierung der Wachstumsphase.

Europa zwischen den USA, Golfstaaten und China

Der Schwerpunkt des Summits lag auf dem Scaleup, also auf dem Schritt vom Startup zum international wachsenden Unternehmen.

Ein Bild für die Zukunft der Pharmatrends zeichnete Claudio Albrecht, ehemaliger CEO der Stada AG. Er sprach darüber, wie Geopolitik, neue Technologien und sich wandelnde Gesundheitssysteme die Pharmaindustrie bis 2035 prägen könnten. Besonders hervorgehoben hat er dabei die Transformation Chinas von einer Service-Industrie zu einem Innovationsmotor sowie die Dynamik in den Golfstaaten. Europa widmete er keine eigene Folie in seiner Präsentation, was vom Publikum hinterfragt wurde. Es wirft die Frage auf, welchen Stellenwert Europa künftig im globalen Wettbewerb überhaupt noch spielen wird.

(c) Hofelich – Claudio Albrecht gab einen Ausblick in die Zukunft.

 Ein Champion, der nicht auswandern muss

Den Gegenentwurf lieferte Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) und ehemaliger Bundeskanzler. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir vor allem ein Satz: „The next champion should not need to leave Europe in order to become a global champion.“ 

(c) Hofelich – Karl Nehammer, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB).

Das Ziel ist ambitioniert und gerade in der Biotechnologie bislang schwer erreichbar. Entwicklungszyklen dauern hier i. d. R. mehr als ein Jahrzehnt. 

Der Startup- & Scaleup-Dachfonds: eine gute Nachricht mit Fragezeichen

Für die Branche besonders interessant war die Diskussion über den geplanten österreichischen Dachfonds. Stefan Haubner, Founding Partner bei APEX Ventures, widmete sich der Frage, ob Europa ein eigenes Modell für Venture Capital braucht. Dabei ging es auch um den österreichischen Fund-of-Funds. 

Der Dachfonds soll Anfang 2027 starten. Der Staat steuert 100 Mio. Euro bei, institutionelle Investoren sollen weitere 400 Mio. Euro bringen. Das ist ein wichtiges Signal. Weil es ein Dachfonds ist, investiert er aber nicht direkt in Unternehmen, sondern in andere Fonds.

Wie viel von diesem Geld tatsächlich bei Biotech-Unternehmen ankommt, ist derzeit offen.

Life Sciences brauchen Investoren mit Fachwissen und langem Atem. Davon gibt es in Österreich nur wenige. Wenn der Dachfonds vor allem in Generalisten-Fonds fließt, könnte die Biotechnologie leer ausgehen.

Tirol zeigt, wie Standortarbeit aussieht

Auch organisatorisch war der Summit ein Vorzeigeprojekt. Veranstaltet wurde der Summit von BIOTECH AUSTRIA, Human.technology Styria und der Standortagentur Tirol. Vor Ort vertreten waren Peter Llewellyn-Davies, Präsident von BIOTECH AUSTRIA, Marcus Hofer, CEO der Standortagentur Tirol, und Lejla Pock, CEO von Human.technology Styria. Äußerst charmant moderiert hat Damita Pressl.

Die Villa Blanka hoch über Innsbruck bot eine außergewöhnliche Kulisse; ebenso das Gala-Dinner am Abend in der Rooftop-Bar des Hotels aDLERs. Begeistert zeigten sich auch die Teilnehmer:innen, die am Vortag im Rahmenprogramm die Skisprungschanze Bergisel besichtigt hatten. Ich selbst habe mir am Dienstagmorgen den Health Hub Tirol angesehen. Das Technologiezentrum ist seit knapp einem Jahr in Betrieb und bietet noch freie Flächen. Das ist die Art Standortpolitik, die wirkt: Infrastruktur, Netzwerk und ein Treffpunkt, an dem Forschung, Investor:innen und Politik tatsächlich ins Gespräch kommen.

Was es jetzt braucht

Der Summit hat gezeigt, dass die Branche sich der Herausforderungen bewusst ist und weiß, was zu tun ist.

Der nächste Champion muss nicht auswandern. Aber dafür muss das Kapital vor Ort stärker mobilisiert werden. 

Der fünfte Biotech Summit Austria findet am 21. und 22. Oktober 2027 in Graz statt. Bis dahin wissen wir mehr darüber, ob der Dachfonds auch der Biotechnologie hilft.


Disclaimer: Karin Hofelich ist Life Science Lead beim brutkasten-Schwestermagazin VentureCapital. Das VC Magazin war Medienpartner des Summits.

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AI Summaries

2 Minuten 2 Millionen, Folge 5: Der Favorit der Woche

  • Spezialisierung ist im Internetzeitalter noch viel wichtiger als früher. Es ist besser eine Sache perfekt zu machen, als in mehreren Bereichen nur Durchschnitt zu sein.
  • So gesehen, wirkt die interaktive Lernplattform Studyly (www.studyly.com) auf den ersten Blick gleich einmal sympathisch, denn die Gründer haben sich nicht nur auf Mathematik spezialisiert, sondern auch noch auf die Vorbereitung zur AHS-Matura.
  • Mathematik gilt als „Angstfach Nummer 1“ unter Österreichs Schülern; das sorgt für zusätzliche Relevanz und – trotz Fokus auf eine einzige Zielgruppe – auch für entsprechendes Geschäftspotenzial.
  • Es gibt aber noch weitere Gründe, warum dieses Startup diesmal der „Favorit der Woche“ von Martin Puaschitz für die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ ist.

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  • Es gibt aber noch weitere Gründe, warum dieses Startup diesmal der „Favorit der Woche“ von Martin Puaschitz für die Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ ist.

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