„2 Minuten 2 Millionen“ startet wieder – Staffel neun mit neuem Juror
Es geht wieder los. Auch in der neunten Staffel von "2 Minuten 2 Millionen" haben Startups die Gelegenheit ihre Ideen potentiellen Investoren und dem TV-Publikum vorzustellen.
In den bisherigen acht Staffeln von „2 Minuten 2 Millionen“ wurden über 60 Millionen Euro in Startups, Erfinder und Künstler investiert. Zumindest vor laufender Kamera, denn was im Studio per Handschlag oder in Pandemiezeiten vorsichtiger besiegelt wird, wird erst im Nachgang so richtig ausverhandelt. Und da platzt der eine oder andere Deal schon mal. Nichtsdestotrotz ist für Gründer die Sendung eine große Chance, die eigene Bekanntheit zu steigern und sich einen der TV-Juroren an die Seite zu holen.
Felix Ohswald als jüngster TV-Investor
Die Investoren-Runde mit Hans Peter Haselsteiner, Katharina Schneider, Stefan Piëch, Alexander Schütz, Leo Hillinger und Philipp Maderthaner erweitert in der neunten Staffel Neo-Investor und ehemaliger „2min2mio“-Teilnehmer Felix Ohswald, Gründer von GoStudent.
Er ist mit 26 Jahren der jüngste Investor, der jemals bei der Show unter die Business Angels tritt. 2018 stand er noch selbst mit seinem Bruder und Co-Gründer Gregor Müller im Puls 4-Studio und pitchte die Idee zu GoStudent: „Ich weiß noch genau, wie ich mich damals gefühlt habe vor den Investoren zu stehen und kann mich daher sehr gut in die Pitcher hineinversetzen. Es ist eine wirkliche Herausforderung, die aber die Zukunft von Grund auf verändern kann. Ich freue mich nun, als Investor mit einer neuen Aufgabe ins PULS 4-Studio zurückzukehren“, sagt er.
Nachhaltigkeit stärker ausgeprägt
Eine weitere Neuerung bei „2 Minuten 2 Millionen“ betrifft den Sustainability-Experten Martin Rohla. Jener wird im neuen „Green“-Screen Platz nehmen und Nachhaltigkeits-Tickets von Goodshares verteilen. Diese beinhalten eine Beratung durch den Investor, TV-Präsenz sowie 5.000 Euro der „Fair Finance“. Mit dem Ziel nachhaltige Unternehmen noch mehr zu fördern. Start ist Dienstag Abend zur Prime Time.
ESA-Phi-Lab Austria: Förderungen mit 9,6 Millionen Euro bis 2031 gesichert
Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) stellen weitere Förderungen bis 2031 sicher. Raumfahrtechnologie soll künftig schneller in die industrielle Produktion kommen. Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stehen dabei die Unabhängigkeit von den USA und Asien und die Wertschöpfung des Standorts im Fokus.
ESA-Phi-Lab Austria: Förderungen mit 9,6 Millionen Euro bis 2031 gesichert
Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) stellen weitere Förderungen bis 2031 sicher. Raumfahrtechnologie soll künftig schneller in die industrielle Produktion kommen. Für Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stehen dabei die Unabhängigkeit von den USA und Asien und die Wertschöpfung des Standorts im Fokus.
Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.
Unabhängigkeit und Wertschöpfung
Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“
Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“
Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen
Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.
Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.
Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.
Space Region Lower Austria
In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.
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