23.01.2025
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„2 Minuten 2 Millionen“ startet wieder – diesmal mit sechs Business Angels

Die 12. Staffel der Puls-4-Startup-Show startet am Donnerstag, dem 20. Februar. Mit dabei sind u.a. Katharina Schneider, Eveline Steinberger und Christian Jäger; drei weitere Investor:innen werden noch bekanntgegeben.
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© Puls 4/Gerry Frank - Katharina Schneider, Eveline Steinberger und Christian Jäger.

Mehr als 82 Millionen Euro Investments, über 740 präsentierte Ideen und über (vor laufender Kamera) 550 getätigte Deals in den bisher elf Staffeln. Nun startet die zwölfte „2 Minuten 2 Millionen“-Staffel. Genauer gesagt am 20. Februar 2025 – donnerstags statt wie bislang dienstags – um 20:15 Uhr auf Joyn und Puls 4. Doch das ist nicht die einzige Neuerung.

„2 Minuten 2 Millionen“: bekannte Gesichter dabei

Erstmals wird die Sendung mit insgesamt sechs Business-Angels ausgestrahlt werden. Bisher bekannt sind Mediashop-Gründerin Katharina Schneider, Innovations-Expertin Eveline Steinberger und Selfmade-Millionär Christian Jäger.

„Innovation und Unternehmergeist sind gerade in der jetzigen Zeit wichtiger denn je, um unsere Wirtschaft anzukurbeln, neue Arbeitsplätze zu schaffen und Österreich als starkes Gründerland zu positionieren“, sagt Schneider. „Deshalb blicke im mit großer Spannung und Begeisterung auf die kommende Staffel von ‚2 Minuten 2 Millionen‘.“

Nachhaltigkeit und Health

Auch Steinberger hat einen klaren Fokus in der Show: „Ich freue mich besonders darauf, jungen Unternehmen zu helfen, ihre Konzepte weiterzuentwickeln und sie auf das nächste Level zu heben. Dabei interessiert mich besonders die Kombination aus unternehmerischer Leidenschaft, technologischer Innovation und dem Potenzial für nachhaltiges Wachstum.“

Christian Jäger möchte indes mit seinen Investments in dieser Staffel vor allem für Gesundheit und Nachhaltigkeit eintreten: „Mir gefallen Konzepte die Menschen fitter und gesünder machen, oder Ideen, wie beispielsweise für Ernährung, wenn sie besonders ressourcenschonend und nachhaltig sind“, sagt er.

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Matteo Rosoli, CEO von eustella © eustella

„In den USA wird gerade die Ära der Superintelligenz ausgerufen. Europa darf dabei nicht zuschauen“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. Das Wiener Startup hat am 20. Oktober die Version 1.5 seiner Plattform für KI-Agenten veröffentlicht. Sie läuft nach eigenen Angaben auf rein europäischer Cloud-Infrastruktur.

Nachtraining statt Neuentwicklung

Eustella entwickelt kein Sprachmodell von Grund auf. Stattdessen setzt das Team auf offene Modelle, deren Gewichte frei verfügbar sind, und entwickelt sie mit eigenen Daten und Verfahren weiter. Ausgangspunkt ist laut Aussendung „das chinesische Basismodell Qwen 3.8 27B”. Die leistungsstärksten offenen Modelle stammten demnach „derzeit überwiegend aus China”. Das Nachtraining soll auch deren Voreingenommenheit reduzieren.

Ergebnisse aus eigener Messung

Wie viel das Nachtraining bringt, hat eustella selbst gemessen, mit 14 gängigen Leistungstests für KI-Modelle (Benchmarks). Laut Unternehmen schneidet v1.5 in allen 14 besser ab als das Basismodell, im Schnitt um fünf Punkte. Am deutlichsten fällt der Zuwachs beim Programmieren (LiveCodeBench, plus 17,1 Punkte), beim Befolgen komplexer Anweisungen (IFBench, plus 10,9) und in mehrstufigen Gesprächen (MultiChallenge, plus 10,8) aus.

Im Vergleich mit US-Modellen zieht eustella folgende Bilanz: v1.5 erreicht mit 27 Milliarden Parametern bei LiveCodeBench 89,1 Prozent, fast identisch mit Claude Opus 5 (89,0). GPT-5.6 Sol kommt auf 82,6. Bei GPQA Diamond, einem Test mit naturwissenschaftlichen Expertenfragen, liegt eustella mit 92,6 Prozent hinter Claude Opus 5 (93,9). Beim Verstehen langer Dokumente (AA-LCR) führt v1.5 laut eigenen Angaben mit 87,5 Prozent vor Claude Opus 5 (79,0) und GPT-5.6 Sol (84,0).

Auch gegenüber dem französischen Anbieter Mistral liegt v1.5 laut eustella in allen sieben vergleichbaren Benchmarks vorn, obwohl Mistral Medium 3.5 rund fünfmal so viele Parameter habe.

Die im Sommer verglichenen Modelle sind allerdings nicht mehr die aktuellsten ihrer Anbieter. Anthropic hat mit Fable 5.1 (seit 1. September) und Opus 5.5 (seit 22. September) zwei jüngere Modelle veröffentlicht. Auch OpenAI und Mistral haben mittlerweile neue Modelle vorgestellt.

Vom Launch zur Unternehmensplattform

Vorgestellt hat eustella seine App am 24. Juni. Beim Start im Juni waren es knapp 5.000 Nutzer:innen, jetzt mehr als 22.000. Die KI-Agenten unterstützen mehrstufige Aufgaben wie Recherchen, Präsentationen oder Reiseplanung. Ende August folgte laut eustella eine Optimierung, die das Achtfache an Nutzung zum gleichen Preis ermöglicht. Mit v1.5 kommen Team- und Enterprise-Pläne: „Orbit” kostet 20 Euro pro Nutzer:in und Monat, „Constellation” mit vierfachem Nutzungsvolumen 80 Euro. Die ersten 25 Partner:innen haben bereits API-Zugriff.

Eigene Technologie in Planung

„Wir haben diesen Sommer gezeigt, dass ein europäisches Team mit offenen Modellen und eigener Forschung an die Weltspitze heranrücken kann”, sagt Rosoli. v1.5 sei „erst der Anfang”. Weitere Forschung ist in Vorbereitung, eigene KI-Technologie will eustella Schritt für Schritt entwickeln.

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