19.01.2021

„2 Minuten 2 Millionen“: Riesen-Investment für Katharina Schneiders Bruder

In dieser Folge der Puls 4-Startup-Sendung "2 Minuten 2 Millionen" ging es um Haustier-Urin, Korkteppiche und Biohacking. Zudem konnte ein Startup sich insgesamt eine Million Euro holen.
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2 Minuten 2 Millionen, Katharina Schneiders Bruder, Permedio
(c) Puls 4/Gerry Frank - Stefan Wöhrer konnte mit seinem Startup Premedio die Jury begeistern.
kooperation

Der erste in der dritten Folge der aktuellen Staffel der Puls 4-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ war Stefan Wöhrer – seines Zeichens der Bruder von Mediashop-Chefin und Jurorin Katharina Schneider. Mit seiner medizinischen Online-Plattform „MediCheck“ von Permedio sollen medikamentöse Therapien von Patienten überwacht und optimiert werden. Dies wird durch die Einbindung genetischer Tests, medizinischer Datenbanken und biometrischer Daten von „Smart-Devices“ bewerkstelligt. In Form eines Ampelsystems werden Empfehlungen für die jeweiligen Medikamente des Patienten angezeigt. Damit möchte der Founder eine der häufigsten Todesursachen der Welt bekämpfen: Die Einnahme falscher Medikamente. Gemeinsam mit Assistentin Irene Adrigan forderte der Gründer 300.000 Euro für zehn Prozent Anteile.

„Ich geh dann mal“

Vor dem Pitch, und um keinen Interessenskonflikt aufgrund ihres familiären Verhältnisses aufkommen zu lassen, erhob sich Schneider plötzlich und verließ das Studio. Die restlichen Investoren blieben irritiert zurück. Nach der Erklärung für diese Aktion und dem Pitch meldete sich Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner freiwillig zu einem Backenabstrich, während Wöhrer nochmal genau den Ablauf seines Konzepts erklärte.

MediCheck: Medikationsfehler durch rote Punkte ausgewiesen

Der User bekommt Zugang zu einem Onlinekonto. Auf der MediCheck-Plattform gibt man das Medikament ein, das man einnimmt. Man erhält Daten, abgeglichen mit dem genetischen Test, den man eingesandt hat. Zudem werden in einer anderen Spalte auch Wechselwirkungen zwischen mehreren eingenommenen Medikamenten ausgewiesen. Medikationsfehler werden durch rote Punkte hervorgehoben. Das Service des Startups ist online bestellbar oder kann auch beim Vertragsarzt eingefordert werden. Die Kosten dafür betragen als Jahres-Abo 389 Euro.

2 Minuten 2 Millionen, Medicheck, Schneiders Bruder, Wöhrer
(c) Puls 4/Gerry Frank – Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner beim Backenabstrich.

Juror Alexander Schütz, Gründer und CEO der Wiener C-Quadrat Investment Group, wollte mitmachen, haderte aber mit der Bewertung. Wöhrer erklärte, dass mittlerweile eine Million Euro im Projekt stecken würden. Die Umsätze betrugen zur Sendeaufzeichnung 500.000 Euro.

Hohes Werbebudget-Angebot bei „2 Minuten 2 Millionen“

Nach diesen Informationen berieten sich Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner, Hotelier Bernd Hinteregger, Gschwandtner und Schütze, als sich plötzlich Daniel Zech von SevenVentures per Screen zuschaltete. Er bot 700.000 Euro TV-Werbung für sieben Prozent Beteiligung.

Ein Quartett für MediCheck

Das Investoren-Quartett folgte dann mit einem Angebot: 320.000 Euro für 16 Prozent Anteile. Nach kurzer Beratung mit Schwester und Mentorin Katharina Schneider kehrte Wöhrer mit einem alternativen Angebot für die Juroren zurück: 12 Prozent für 300.000 Euro. Zech bot der Gründer fünf Prozent für das 700.000 Euro Medien-Budget an. Vierfach-Deal plus TV-Werbung für MediCheck.

Pezz life: Test für Hunde und Katzen bei „2 minuten 2 Millionen“

Die zweiten bei „2 Minuten 2 Millionen“ waren Markus Zengerer und Tierärztin Janina Rauch mit Pezz life. Der Gründer möchte mittels Urintest zur Früherkennung von Krankheiten bei Hund und Katze beitragen. Mit seinem Urintest-Kit können die Haustier-Besitzer Anzeichen von Nieren- und Harnwegserkrankungen, aber auch Diabetes erkennen, lange bevor erste Symptome sichtbar werden. Das Kit beinhaltet eine Urin-Sammelhilfe aus Bio-Kunststoff und einem integrierten ISO-zertifizierten Urinteststreifen, der via App mittels künstlicher Intelligenz ausgewertet werden kann. Die Forderung: 300.000 Euro für 25 Prozent Anteile.

Flüssigkeit mit Spritze aufsaugen

Konkret funktioniert das Produkt so: Für die Katze und das Katzenklo nutzt man ein spezielles Sackerl, das man über die Kiste drüberstülpt – inklusive einem speziellen Katzenstreu, das man auf das Sackerl verteilt. Nach dem Geschäft saugt man die Flüssigkeit mittels einer Spritze auf.

Ausziehbare Testschale

Die ausziehbare Urin-Testschale für den Hund wiederum gleicht einem Stock, den man unter den Hund hält, sobald er uriniert. Durch das Ausleeren, wird der teststreifen im Produkt mit der benötigten Menge an Urin benetzt. Nach 60 Sekunden wird alles per App abgescannt und ausgewertet.

Pezzlife
(c) Puls 4/Gerry Frank – Markus Zengerer stellte seinen Urintest-Kit Pezzlife für Haustiere vor.

Vier Tests pro Jahr kosten im Abo rund 50 Euro. Während der Fragerunde schaltete sich erneut Daniel Zech zu. Und bot eine halbe Million Euro an TV-Werbung für 12 Prozent Beteiligung. Nachdem mit netten Worten Schütz und Schneider ausgestiegen waren, ergriff Gschwandtner das Wort und bot 150.000 Euro für 15 Prozent.

Juroren-Addons

Danach bot sich Hinteregger als Addon zu Gschwandtner an und wollte ebenfalls 100.000 Euro für zehn Prozent investieren. Haselsteiner machte zudem ein „lockeres“ Angebot: weitere 50.000 Euro für fünf Prozent. Nach der Rückkehr ins Studio schlug der Gründer Zech vor, die halbe Million für neun Prozent anzunehmen. Schlussendlich wurden es zehn Prozent für 500.000 Euro. An die Juroren gewandt gab es keine Zweifel, man nahm Hinteregger und Gschwandtner mit ins Boot. Deal für Pezzlife.

Clarissakork: Ein Teppich aus Kork

Die Dritten bei „2 Minuten 2 Millionen waren Clarissa und Edwin Streuer mit Clarissakork. Ihr Startup produziert Teppiche aus veganem und nachhaltigem Korkleder. Neben den Teppichen stellt das Startup eine eigene Kinderkollektion her, darunter Spielteppiche, Tisch-Sets und Wickelunterlagen. Die Vorteile zur handelsüblichen Ware sind, dass die Produkte von Clarissakork Wärme besser speichern und anti-allergen sind, sowie leichter zu reinigen. Das Korkleder wir aus Portugal bezogen, produziert wird im Bregenzer Wald. Die Forderung: 210.000 Euro für 15 Prozent Beteiligung.

Zech Mal drei

Das Paar designt eigenständig im hauseigenem Keller, hat bislang mit mehr als 5000 Kunden 800.000 Euro an Umsatz erwirtschaftet. Auch ein Hotelauftrag steht beim Startup schon in den Büchern. Da aller guten Dinge drei sind, zeigte sich Daniel Zech erneut und bot an, dass sie in der Shopping-City Süd und dem Donauzentrum in Wien in einem eigenem Startup-Village zwei Monate lang ihr Produkt verkaufen könnten.

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(c) Puls 4/Gerry Frank – Investorin Katharina Schneider beim Testen des Korkteppichs.

Alexander Schütz und Katharina Schneider stiegen als „Fans“ aus; Hinteregger brachte die Ausstattung der Hotellerie ins Spiel und schlug folgendes vor: 150.000 Euro für 26 Prozent Anteile.

Ein Hin und Her an Angeboten

Stefan Piëch, Medienunternehmer der beiden Kindersender Ric und Fix&Foxi, bot ebenfalls die 150.000 Euro plus 80.000 Euro TV-Werbung für 26 Prozent. Nachhaltigkeitsexperte Martin Rohla überlegte lange und gab überraschenderweise kein Angebot ab.

Danach kehrte Zech als „Berater“ zurück, während Rohla sich doch besann, plötzlich einsteigen wollte und das Abschlussangebot für alle drei interessierten Investoren zusammenfasste: dreimal 50.000 Euro Kapital für insgesamt 26 Prozent von ihm, Hinteregger und Piëch, plus 80.000 Euro TV-Werbung auf den Kanälen von Porsche-Urenkel.

Gründer lassen sich überzeugen

Das Gründer-Duo kehrte wieder und lehnte das Angebot ab. Ihre Firmenbewertung wäre fair, meinten sie. Rohla wollte jedoch für 200.000 Euro ein Mitspracherecht. Nach Überzeugungsarbeit vor allem von Daniel Zech, nahmen die Gründer die 200.000 Euro plus 80.000 Euro TV-Werbung für 25,1 Prozent Anteile an. Deal für Clarissakork.

ahead: Biohacking-Routinen bei „2 Minuten 2 Millionen“

Die letzten auf der „2 Minuten 2 Millionen“-Show-Bühne waren die beiden Gründer Philip Brohlburg und Johannes Schröder mit ahead, die zwölf Nährstoff-Konzepte und einfach umsetzbare Biohacking-Routinen entwickelt haben, die die Gehirnleistung ankurbeln sollen. Zusätzlich greift das Startup auf einen digitalen Coach zurück, der Usern ein individuelles Gesundheitsprofil erstellt. Die Gründer haben extern bereits ein Investment von 700.000 Euro zugesagt bekommen und forderten weitere 300.000 für fünf Prozent Anteile.

50 Fragen fürs Profil

Der digitale Coach erstellt auf Basis von 50 Fragen ein Gesundheitsprofil und empfiehlt, welche Produkte und Routinen am besten zu einem passen. Aus der Produktpalette ersetzt „deliver“ eine vollwertige Mahlzeit, der Rest kann zusätzlich zur normalen Nahrungsaufnahme eingenommen werden. Der Umsatz des Startups betrug im Jahr 2020 1,5 Millionen Euro.

(c) Puls 4/Gerry Frank – Philip Brohlburg und Johannes Schröder entwickelten ein Nährstoff-Konzept inklusive digitalen Coach.

Die Zielgruppe von ahead besteht aus urbanen, ambitionierten Personen, die nicht bloß auf Muskelaufbau oder Abnehmabsichten schielen. Haselsteiner stieg als erster aus, ihm war trotz der Zahlen die Bewertung zu hoch. Winzer Leo Hillinger lobte den Geschmack des Riegels, hatte aber ebenso ein Problem mit der Bewertung. Der zweite potentielle Investor, der ging.

Funktionale Ernährung großer Trend

Alexander Schütz sah es ähnlich und ging ebenso. Danach schaltete sich der Trend- und Innovationsmanager Markus Kuntke per Screen zu, der auch heuer das REWE-Startup-Ticket verteilt. Er meinte, dass das Thema funktionale Ernährung ein großer Trend sei und verteilte, das BIPA-Startup-Ticket.

Kein Deal

Florian Gschwandtner teilte danach großes Lob aus, sowohl der Webauftritt als auch der digitale Coach seien exzellent. Aus Compliance-Gründen dürfe er jedoch nicht mitmachen, da er bei zwei ähnlichen Unternehmen involviert sei. Am Ende blieb Schneider über, die auch nicht bereit war, zu investieren. Ihre Zielgruppe bei Mediashop wäre nicht die richtige. Kein Deal für ahead.

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Die diesjährigen Nominierten des "Innovator of the Year" in der Kategorie Scaleups. | © brutkasten

Erfolgreiche Skalierung ist das Ziel jedes Startups. Bekanntlich schaffen das bei weitem nicht alle, doch auch hierzulande wird die Gruppe jener, denen der Sprung zum starken Wachstum gelungen ist, immer größer – und das auch unter bekanntlich teils widrigen Bedingungen.

Auch dieses Jahr schafften wieder einige heimische Unternehmen den Schritt vom Startup zum Scaleup und legten beeindruckende Wachstumsstorys vor. Und einige bereits etablierte Scaleups zeigten eindrücklich, dass ihre Wachstumsambition ungebrochen ist.

Zehn davon holen wir als Nominierte für den Innovator of the Year in der Kategorie Scaleups vor den Vorhang. Der Preis wird heuer zum 6. Mal vergeben. Am 5. November findet die feierliche Award Ceremony im Rahmen des brutkasten-Jahresevents Momentum im Wiener Palais Berg statt. Neben der Kategorie Scaleups wird der Award dieses Jahr in den Kategorien Startups und Corporate Innovation vergeben. Als Preis in allen drei Kategorien winkt jeweils ein brutkasten-Medienpaket im Wert von 4.100 Euro.


Die „Innovator of the Year“-Kategorie Scaleups wird durch Polestar unterstützt.


Publikumsvoting zum Innovator of the Year | Kategorie „Scaleups“

Nun ist, wie jedes Jahr, deine Stimme gefragt. Bis zum 1. November (23:59 Uhr) kannst du für deine:n Favorit:in abstimmen! Jede:r User:in hat pro Tag und Kategorie genau eine Stimme – es lohnt sich also, die eigene Community zu aktivieren.

(Hinweis: Bei mehrfacher Stimmabgabe pro Tag erfolgt zwar keine gesonderte Fehlermeldung im Voting-Tool, Mehrfachvotes werden vom System jedoch automatisiert erkannt und ausgefiltert).

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Emerald Horizon

Das Emerald-Horizon-Management (vl.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf
Das Emerald-Horizon-Management (v.l.) Mario J. Müller (Vice President R&D), Philipp Pölzl (Vice President Operations) und Florian Wagner (CEO) | © Wolf

Auffallen ist gewiss eine der Stärken des Grazer Scaleups Emerald Horizon – sei es mit ausgerechnet diesem Produkt, Small Modular Reactors, im traditionell extrem atomkraftkritischen Österreich, mit Personalentscheidungen wie Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer oder mit dem dieses Jahr erfolgten ungewöhnlich frühen Börsengang. An der Wiener Börse wird das Unternehmen jedenfalls mittlerweile seit Monaten jenseits der Milliarden-Euro-Grenze bewertet und kann damit – je nach Definition – als Österreichs jüngstes Unicorn gesehen werden. Für die Entwicklung des Unternehmens gewiss noch entscheidender: Im August verkündete man, gemeinsam mit dem niederländischen Partner VDL Groep in die nächste Entwicklungsstufe des Small Modular Reactors zu gehen.

Enpulsion

Enpulsion-Gründer und -CEO Alexander Reissner | (c) Enpulsion
Enpulsion-Gründer und -CEO Alexander Reissner | (c) Enpulsion

Das niederösterreichische SpaceTech-Scaleup Enpulsion rund um Gründer Alexander Reissner liefert Antriebssysteme für Nano- und Mikrosatelliten. Zu Jahresbeginn sicherte sich das Unternehmen eine 22,5 Millionen Euro schwere Series-B-Finanzierung, um die Produktionskapazitäten am Standort Wiener Neustadt deutlich zu erhöhen. Im August 2026 verkündete Enpulsion zudem die geplante strategische Übernahme der britischen Lift Me Off Ltd, um das eigene Produkt-Portfolio um chemische Antriebe für besonders agiles Manövrieren im Weltraum zu erweitern. Zusätzlich steht für diesen Herbst ein zentraler Meilenstein an: ein Orbit-Test der neuartigen Antriebstechnik an Bord des heimischen Satelliten AT-Astra.

fiskaly

fiskaly - das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly
fiskaly – das Gründerteam Simon Tragatschnig (COO), Johannes Ferner (CEO) und Patrick Gaubatz (CTO) | (c) fiskaly

Das 2019 gegründete Wiener Unternehmen fiskaly von Johannes Ferner, Simon Tragatschnig und Patrick Gaubatz macht Kassentransaktionen cloudbasiert und gesetzeskonform. Die Zahlen sprechen für sich: 60 Prozent Wachstum im vergangenen Geschäftsjahr, profitabel, mehr als 150 Mitarbeitende, rund 1.900 B2B-Kund:innen mit über einer Million POS-Systemen in acht EU-Ländern und Marktführerschaft in Deutschland. Im September folgte der nächste Schritt vom Scaleup zum Infrastrukturanbieter: Mit David Feichter holte fiskaly den Ex-CEO von orderbird als Co-CEO an Bord, ausgerechnet jenen Mann, der 2019 als allererster Kunde den Deal mit Ferner verhandelt hatte. Feichter verantwortet den operativen Betrieb, Ferner konzentriert sich auf Partnerschaften und weitere Akquisitionen in Europa.

Flinn AI

Das Founder-Team von Flinn | © Flinn
Das Founder-Team von Flinn | © Flinn

Das 2023 gegründete Scaleup von Gründer Markus Müller entwickelt eine KI-gestützte Software, die regulatorische und qualitative Prozesse für MedTech- und Pharmaunternehmen automatisiert. Im Februar 2026 sorgte das Unternehmen mit einem Series-A-Investment von 20 Millionen Dollar für Aufsehen. Mit dem frischen Kapital treibt das Scaleup in diesem Jahr die gezielte Expansion auf dem US-Markt voran, um sich weltweit als Standard für regulatorische KI-Prüfungen im Gesundheitsbereich zu etablieren. Zudem plant man eine erste eigene Kund:innenkonferenz, die über 200 internationale MedTech-Entscheider:innen nach Wien bringen soll.

fonio.ai

fonio.ai-Co-Founder Daniel Keinrath (CEO, l.) und Matthias Gruber (CTO) | (c) fonio.ai

Wenn bei einem KMU niemand ans Telefon geht, übernimmt fonio.ai: Die KI-Agenten des erst 2024 gegründeten Wiener Startups von Daniel Keinrath und Matthias Gruber führen inzwischen rund zwei Millionen Anrufe pro Monat für über 7.000 Kund:innen. Im Juni schloss man eine Seed-Runde über 14,6 Millionen Euro ab, angeführt vom Londoner Fonds 20VC bei einer Bewertung von 120 Millionen Euro, ohne offiziellen Fundraise und ohne Pitch Deck. Im August knackte fonio.ai die Marke von zehn Millionen Dollar ARR – später folgte im Oktober die Marke von 15 Millionen Dollar. Mehr als die Hälfte des Umsatzes kommt laut Keinrath inzwischen von außerhalb der DACH-Region, im September eröffnete das Startup unter anderem sein Büro in Barcelona als Hub für Südeuropa.

Helferline

v.l.: Die Helferline-Gründer Clemens Schmidgruber und Alexander Niederhofer mit CTO Janko Glavić | (c) Helferline

Es ist eine Geschichte, wie sie nur die Startup-Welt schreiben kann: Vor mehr als zehn Jahren gegründet, konnte Helferline über lange Zeit zwar eine ganze Zahl namhafter Referenzen vorweisen, der wirtschaftliche Durchbruch blieb aber aus. Das änderte sich im Laufe der vergangenen Monate drastisch: Vor etwas mehr als einem Jahr stieg Hansi Hansmann als Investor ein. Seitdem holte man Großaufträge vom deutschen Telekom-Riesen O2, von Asus, von Starlink und weiteren. Aktuell befindet sich das Wiener Scaleup auf einem steilen Wachstumskurs und macht nach eigenen Angaben monatliche sechsstellige Gewinne.

Neoh

v.l.n.r.:  Die Neoh-Gründer Adel Hafizovic, Manuel Zeller und Patrick Kolomaznik | (c) Neoh
v.l.n.r.: Die Neoh-Gründer Adel Hafizovic, Manuel Zeller und Patrick Kolomaznik | (c) Neoh

Das Wiener Scaleup von Manuel Zeller konnte mit Süßigkeiten, die auf dem selbst entwickelten, kalorienarmen Zuckerersatzstoff Zero+ basieren, mittlerweile eine große Fangemeinde aufbauen, die auch über die Grenzen Österreichs hinausgeht. Auch machte, Stand April 2026, das B2B-Geschäft bereits rund 15 Prozent des Gesamtumsatzes aus, mit steigender Tendenz, wie Zeller erklärte. Dies und auch die Entwicklung einer gelungenen Bueno-Alternative sorgten dafür, dass eine Investmentgesellschaft aus Luxemburg namens Teseo Capital ins Scaleup einstieg. Dahinter steht die italienische Familie Ferrero, die mit Marken wie Nutella, Kinder und Ferrero Rocher den Süßigkeitenmarkt dominiert.

ParityQC

Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

Das Innsbrucker Quantenunternehmen ParityQC von Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser hat allein im heurigen Jahr einen 35-Mio.-Deal für den Bau eines mobilen Quantencomputers für das deutsche Verteidigungsministerium ergattert und im Rahmen der „EUREKA-Ausschreibung Deutschland-Israel“ eine Kooperation mit dem israelischen Quantensoftware-Spezialisten Classiq gestartet. Zudem lieferte es im April einen deutlichen Beleg dafür, dass europäisches Quantencomputing den Sprung aus dem Labor in die Industrie geschafft hat. Gemeinsam mit IBM stellte man einen neuen Weltrekord bei der Quanten-Fourier-Transformation (QFT) auf. Konkret wurde dabei die bislang größte jemals gemessene QFT auf einem IBM-Quantum-Heron-Prozessor realisiert, mit 52 supraleitenden Qubits statt der bisherigen 27 Ionenfallen-Qubits.

Reploid

Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz
Jonas Finck und Philip Pauer, Vorstände der Reploid Group AG | (c) Reploid / Stefan Beiganz

Kein anderes heimisches Scaleup schaffte es dieses Jahr, in einer derartigen Regelmäßigkeit für Schlagzeilen zu sorgen. Das seit 2025 an der Wiener Börse gelistete Welser Insektenzucht-Unternehmen baute seine Führungsebene aus, eröffnete neue Expansionsmärkte, präsentierte neue Kund:innen, verkündete eine Übernahme und holte sich einen achtstelligen Wachstumskredit. Wiewohl die Geschäftszahlen bei genauerer Betrachtung etwas komplexer sind, als vom Scaleup dargestellt, steht fest: Reploid ist weiter voll auf Wachstumskurs. 

waterdrop

Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop
Die waterdrop-Gründer v.l.n.r: Christoph Hermann, Martin Murray, Henry Murray | (c) waterdrop

Das Wiener Scaleup waterdrop von Henry Murray, Martin Murray und Christoph Hermann holte sich im Mai ein 100-Millionen-Euro-Investment. Zu den Investor:innen dieser Runde zählten Aspeya, Atlantic Grupa und der alpine Ski-Weltcup-Champion Aleksander Aamodt Kilde. Schon im Jänner dieses Jahres verkündete das Scaleup seine Profitabilität. Zudem übernahm Jristian Cruz Limsico die Rolle des Global Creative Director, der seit 2017 die visuelle Identität des Modehauses Karl Lagerfeld prägte. Er verantwortet nun die weltweite Markenidentität des Unternehmens.

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AI Summaries

„2 Minuten 2 Millionen“: Riesen-Investment für Katharina Schneiders Bruder

  • Der erste in der dritten Folge der Puls 4-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ war Stefan Wöhrer – seines Zeichens der Bruder von Mediashop-Chefin und Jurorin Katharina Schneider.
  • Mit seiner medizinischen Online-Plattform „MediCheck“ von Permedio sollen medikamentöse Therapien von Patienten überwacht und optimiert werden.
  • Die zweiten bei „2 Minuten 2 Millionen“ waren Markus Zengerer und Tierärztin Janina Rauch mit Pezzlife.
  • Der Gründer möchte mittels Urintest zur Früherkennung von Krankheiten bei Hund und Katze beitragen.
  • Nach dem Geschäft der Tiere saugt man die Flüssigkeit mittels einer Spritze auf.
  • Die Dritten in der Sendung waren Clarissa und Edwin Streuer mit Clarissakork.
  • Ihr Startup produziert Teppiche aus veganem und nachhaltigem Korkleder.
  • Der Umsatz des Startups betrug im Jahr 2020 1,5 Millionen Euro.
  • Die letzten auf der „2 Minuten 2 Millionen“-Show-Bühne waren die beiden Gründer Philip Brohlburg und Johannes Schröder, die mit ahead zwölf Nährstoff-Konzepte und einfach umsetzbaren Biohacking-Routinen entwickelt haben, die die Gehirnleistung ankurbeln sollen.

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  • Mit seiner medizinischen Online-Plattform „MediCheck“ von Permedio sollen medikamentöse Therapien von Patienten überwacht und optimiert werden.
  • Die zweiten bei „2 Minuten 2 Millionen“ waren Markus Zengerer und Tierärztin Janina Rauch mit Pezzlife.
  • Der Gründer möchte mittels Urintest zur Früherkennung von Krankheiten bei Hund und Katze beitragen.
  • Nach dem Geschäft der Tiere saugt man die Flüssigkeit mittels einer Spritze auf.
  • Die Dritten in der Sendung waren Clarissa und Edwin Streuer mit Clarissakork.
  • Ihr Startup produziert Teppiche aus veganem und nachhaltigem Korkleder.
  • Der Umsatz des Startups betrug im Jahr 2020 1,5 Millionen Euro.
  • Die letzten auf der „2 Minuten 2 Millionen“-Show-Bühne waren die beiden Gründer Philip Brohlburg und Johannes Schröder, die mit ahead zwölf Nährstoff-Konzepte und einfach umsetzbaren Biohacking-Routinen entwickelt haben, die die Gehirnleistung ankurbeln sollen.

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„2 Minuten 2 Millionen“: Riesen-Investment für Katharina Schneiders Bruder

  • Der erste in der dritten Folge der Puls 4-Sendung „2 Minuten 2 Millionen“ war Stefan Wöhrer – seines Zeichens der Bruder von Mediashop-Chefin und Jurorin Katharina Schneider.
  • Mit seiner medizinischen Online-Plattform „MediCheck“ von Permedio sollen medikamentöse Therapien von Patienten überwacht und optimiert werden.
  • Die zweiten bei „2 Minuten 2 Millionen“ waren Markus Zengerer und Tierärztin Janina Rauch mit Pezzlife.
  • Der Gründer möchte mittels Urintest zur Früherkennung von Krankheiten bei Hund und Katze beitragen.
  • Nach dem Geschäft der Tiere saugt man die Flüssigkeit mittels einer Spritze auf.
  • Die Dritten in der Sendung waren Clarissa und Edwin Streuer mit Clarissakork.
  • Ihr Startup produziert Teppiche aus veganem und nachhaltigem Korkleder.
  • Der Umsatz des Startups betrug im Jahr 2020 1,5 Millionen Euro.
  • Die letzten auf der „2 Minuten 2 Millionen“-Show-Bühne waren die beiden Gründer Philip Brohlburg und Johannes Schröder, die mit ahead zwölf Nährstoff-Konzepte und einfach umsetzbaren Biohacking-Routinen entwickelt haben, die die Gehirnleistung ankurbeln sollen.