23.03.2020

2 Minuten 2 Millionen Folge 8: Der Favorit der Woche

Im Gastkommentar erklärt Martin Puaschitz, Obmann der Fachgruppe UBIT der Wirtschaftskammer Wien, warum „True Love“ sein Favorit für die achte Folge der aktuellen Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ ist.
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Die Marke
Die Marke "True Love" zu Gast bei "2 Minuten 2 Millionen". (c) PULS 4 / Gerry Frank

Ein gutes Produkt zu erzeugen ist oft zu wenig, um als Startup erfolgreich zu sein. Es braucht unter anderem auch kaufmännisches Geschick, Talent fürs Marketing und natürlich auch eine gehörige Portion Beständigkeit. Das oberösterreichische Ehepaar Tina und Micha Dobetsberger scheint mit „True Love“ von allem etwas mitzubringen und ist daher diesmal mein „Favorit der Woche“ für die kommende Sendung der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ auf Puls 4.

+++2 Minuten 2 Millionen: Updates, Hintergründe, Live Stream+++

Ihre Riegelfabrik GmbH erzeugt zuckerfreie Müsliriegel in 16 Ausführungen, wobei die Gründer bereits früh erkannt haben, dass ein Firmenname nicht zwangsläufig ein guter Markenname sein muss. „True Love“ klingt tatsächlich besser als Riegelfabrik und passt auch sehr gut zu den gewählten Zutaten. Die Riegel werden ohne Konservierungsstoffe, Palmöl oder Farbstoffe erzeugt. Zielgruppe für den gesunden Snack sind laut Eigenaussage Allergiker, Spitzensportler, Schüler, Pensionisten und auch Otto Normalverbraucher. Bio sind sie obendrein und die vegane Community wird auch immer größer.

2 Minuten 2 Millionen-Kandidat True Love: Individuelle Riegel

Den Geschmack kann ich ohne Verkostung zwar nicht beurteilen. Doch wenn sich ein Unternehmen schon seit Jahren hält, gehe ich davon aus, dass die Müsli-Riegel nicht nur deshalb gekauft werden, weil sie gesund sind, sondern auch gut schmecken. An Kreativität bei den Produktvarianten scheint es ebenfalls nicht zu mangeln. Bio-Amarant-Pflaume ist ebenso im Sortiment wie beispielsweise Bio-Quinoa-Dattel. Bei einem Preis von 23,90 Euro für 12-Stück-Packungen der erwähnten Sorten beträgt der Stückpreis 1,99 Euro, wobei dann beim Kauf über den Webshop noch Versandkosten dazukommen.

+++Alle bisherigen Favoriten von Martin Puaschitz+++

Ein besonderes „Zuckerl“: Die Kunden können auf der Internetseite des Unternehmens sogar eigene Riegel zusammenstellen, wobei der Preis dann je nach den gewählten Zutaten variiert. Für ein einzigartiges Produkt, das noch dazu dem Zeitgeist entspricht und auf Natürlichkeit setzt, erscheint der Preis durchaus angemessen und leistbar.

Zu guter Letzt haben die Gründer auch noch eine Gründer-Story zu erzählen. Der einst fünfjährige Sohn sei stampfend an einer Supermarkt-Kassa gestanden und habe Süßigkeiten eingefordert, während die Eltern die Zutatenlisten vergeblich nach gesunden Ingredienzien absuchten. Schlussendlich entschieden sich die Eltern dazu, für den Sohn hausgemachte vegane Bio-Naturriegel zu machen, die im Anschluss auch Freunden und Bekannten zum Verkosten überreicht wurden. Mittlerweile ist aus dem Hobby ein Beruf geworden und es werden rund 2000 Stück pro Tag erzeugt. Sollte die Präsentation vor den Investoren gelingen und die Preisvorstellung dem Potenzial angemessen sein, hat das Unternehmen meiner Meinung nach gute Chancen, als Sieger vom Platz zu gehen. Ich drücke jedenfalls die Daumen.


Anmerkung der Redaktion: Die in diesem Gastkommentar dargelegte Meinung spiegelt nicht zwingend die Meinung der brutkasten-Redaktion wider.


Über den Autor

Martin Puaschitz
(c) Fotostudio Weinwurm

Mag. Martin Puaschitz ist Obmann der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) der Wirtschaftskammer Wien. www.ubit.at/wien

 

 

 

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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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2 Minuten 2 Millionen Folge 8: Der Favorit der Woche

  • Ein gutes Produkt zu erzeugen ist oft zu wenig, um als Startup erfolgreich zu sein.
  • Das oberösterreichische Ehepaar Tina und Micha Dobetsberger scheint mit „True Love“ von allem etwas mitzubringen und ist daher diesmal mein „Favorit der Woche“ für die kommende Sendung der Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ auf Puls 4.
  • Bei einem Preis von 23,90 Euro für 12-Stück-Packungen der erwähnten Sorten beträgt der Stückpreis 1,99 Euro, wobei dann beim Kauf über den Webshop noch Versandkosten dazukommen.
  • Ein besonderes „Zuckerl“: Die Kunden können auf der Internetseite des Unternehmens sogar eigene Riegel zusammenstellen, wobei der Preis dann je nach den gewählten Zutaten variiert.
  • Für ein einzigartiges Produkt, das noch dazu dem Zeitgeist entspricht und auf Natürlichkeit setzt, erscheint der Preis durchaus angemessen und leistbar.

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