28.01.2020

2 Minuten 2 Millionen: Siebte Staffel erstmals mit Gastinvestoren

Die siebte Staffel von "2 Minuten 2 Millionen" startet ab 4. Februar 2020 auf Puls 4. Neben den bekannten Experten werden diesmal auch "Gast-Investoren" in die Sendung eingelanden.
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(c)PULS 4/Gerry Frank

Am kommenden Dienstag, 4. Februar, startet die Puls 4 Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ um 20:15 in die siebte Staffel. Insgesamt werden diesmal über 80 Startups ihre Ideen und Businesspläne vor den Investoren präsentieren. „Besonders spannend wird das Thema „Natur & Nachhaltigkeit“ und ich finde es gut, dass diese Themen auch im Unternehmertum verankert werden“, sagt dazu Florian Gschwandtner, der nun in seiner zweiten Staffel als Investor mit an Bord ist.

+++Florian Gschwandtner steigt operativ bei heimischen Startup Tractive ein+++

Wie in der vorherigen Staffel, so setzt sich auch in Staffel 7 das Investorenpanel aus den folgenden bekannten Personen der Szene zusammen:

  • Österreichs bekanntester Winzer Leo Hillinger
  • Mediashop Geschäftsführerin Katharina Schneider
  • Nachhaltigkeitsexperte Martin Rohla
  • Runtastic-Gründer Florian Gschwandtner
  • Bau-Tycoon Hans Peter Haselsteiner

Auch Daniel Zech wird wieder Mediavolumen bei SevenVenutres an ausgewählte Startups verteilen. Und Markus Kuntke verteilt für Bipa, Merkur und Billa die „Start-Up Tickets“, mit denen die Produkte der Gründer in den Regalen der österreichischen Handelsketten gelistet werden.

Neue Gast-Investoren und neues Format

Erstmals in der Geschichte von „2 Minuten 2 Millionen“ begrüßen die Stamm-Investoren zudem Gast-Investoren in ihren Reihen. Dabei pitchen die Startups in der siebten Staffel der Startup-Sendung „vor so manchem bekannten Gesicht“, wie es in einer Presseaussendung heißt.

Neu ist außerdem die Sendung „Meine Erfolgsgeschichte“ mit Florian Gschwandtner – sie wird am kommenden Dienstag um 22:25 Uhr ausgestrahlt, also im Anschluss an „2 Minuten 2 Millionen“. Hier spricht der Runtastic-Gründer persönlich über seine Kindheit und die Höhen und Tiefen seines Werdegangs. „Der Papa von meinen Freunden hatte ein cooles, neues Auto und sie sind Abendessen gefahren. Da habe ich mich gefragt, warum es das bei uns so nicht gibt,“ erzählt Gschwandtner: Als junger Mann erfüllte er sich wiederum selbst den Traum seines Lebens und wurde durch den Runtastic-Exit zum Millionär.

Startups in der ersten Folge von „2 Minuten 2 Millionen“

In der ersten Folge der siebten Staffel sind unter anderem die folgenden Startups mit an Bord:

  • refished aus Wien: Mit dem Fair Fashion Label „refhished“ stellt das Jungunternehmen modische Taschen aus wiederverwerteten asiatischen Materialsäcken her. Das Produkt überzeugt durch ethisch vertretbare Fertigung, Nachhaltigkeit und modernes Design. Zudem erhält der Konsument beim Kauf nähere Informationen über die Person, die es gefertigt hat.
  • Sneakers123 aus Wien: Mit Sneakers123 bietet das Startup ein Suchportal für Sneaker-Schnäppchenjäger und zeigt die aktuellen Angebote in über 150 Sneaker-Shops.

Die erste Folge der siebten Staffel von „2 Minuten 2 Millionen“ wird am Dienstag, 4. Februar, um 20:15 ausgestrahlt.

2 Minuten 2 Millionen und der brutkasten

Der brutkasten wird jeweils kurz nach Ausstrahlung der Sendung die Highlights der jeweiligen Folge zusammenfassen. Außerdem werden wir in Deep Dives darüber informieren, wie es ausgewählten Startups nach dem Investment ergangenen ist – und welche Deals im Nachhinein doch noch geplatzt sind. Und im Vorfeld der jeweiligen Folgen werden wir ausgewählte Marketing-Experten bitten, ihre Einschätzung zu den jeweiligen Startups abzugeben.

==> Der Trailer für die kommende Staffel auf Puls4.com

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Giacomo Benassi (Kinsect), Matthäus Kircher (Solos) und Manuel Mairinger (Reploid) zeigen, wie Startup-Kollaboration funktionieren kann. © NOI Techpark/Marco Parisi

Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2026 „Aufbrechen“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.


Es wurlt in der Larvenkiste des österreichischen Scaleups Reploid: Larven der Schwarzen Soldatenfliege werden hier seit einigen Tagen gemästet. Sie ahnen natürlich nicht, dass sie bald eine wichtige Rolle im Kreislaufkonzept dreier Jungunternehmen spielen werden.

Zuerst aber dorthin, wo alles begonnen hat: an den NOI Techpark in Bozen, Südtirol. Auch hier wurlt es, nur bringen statt Insektenlarven Startups Leben in das 12 Hektar große Innovationsviertel. Aktuell arbeiten 76 Unternehmen, 37 Startups, drei Forschungsinstitute, vier Fakultäten der Freien Universität Bozen und insgesamt 2.400 Menschen hier gemeinsam für nachhaltigen Fortschritt. Man tüftelt in den Laboren an Prototypen, vernetzt sich auf Events, feilt beim Spaziergang über den 2017 eröffneten Campus, der sich inzwischen stark vergrößert und weiterentwickelt hat, an der nächsten Idee. Was Gründer:innen hier aber am meisten schätzen: das weitreichende Netzwerk.

Nicht gesucht – trotzdem gefunden

„Wer am NOI Techpark Fuß fasst, bekommt Zugang zu etablierten Akteuren und Investoren in Südtirol“, erklärt Manuel Mairinger, Managing Director und CEO von Reploid Italia. Das ursprünglich aus Österreich stammende Insekten-Scaleup hat sich bei der Expansion nach Italien wegen der hervorragenden Lage zwischen Österreich und Mailand für das Acceleration & Scale-up Programme des NOI Techpark als Launchpad entschieden. „Das NOI baut als renommierter Partner die Brücke zu potenziellen Kund:innen und Partner:innen, ganz ohne die Hilfe von Plattformen wie LinkedIn“, fügt der Reploid-Italia-CEO hinzu.

Mairinger weiß genau, wovon er spricht. Reploid Italia ist eines von drei am NOI inkubierten Jungunternehmen, die zeigen, wie Startup-Kollaboration funktionieren kann. Initiiert hat die Zusammenarbeit Sonja Tetter vom Team des Start-up Incubator. „Wir arbeiten sehr eng mit unseren Startups zusammen, kennen ihre Geschäftsmodelle, Technologien und Herausforderungen. Deshalb sehen wir relativ früh, wo eine Kooperation wirklich Mehrwert schaffen könnte“, erläutert Tetter. Gemeinsam wollen die drei Unternehmen zur regionalen Kreislaufwirtschaft in Bozen beitragen. Und hier kommt die Larve der Schwarzen Soldatenfliege wieder ins Spiel.

Die Schwarze Soldatenfliege als Gamechanger

Die Larve der Schwarzen Soldatenfliege wird rund 25 Millimeter groß. © Reploid/Fabian Fallend

Nach nur einer Woche sind die Larven laut Reploid mit rund 25 Millimetern ausgewachsen und überzeugen mit innerer Größe: Sie sind sehr reich an tierischem Protein. Das aus ihnen gewonnene Mehl kann einen Proteingehalt von über 62 Prozent aufweisen.

Das macht die Larven zum potenziellen Proteinersatz, vor allem im Futtermittelbereich, etwa für Fische. „Wir züchten Welse, das sind Fleischfresser“, erklärt Matthäus Kircher, Gründer von Solos. Das Südtiroler Startup betreibt Aquaponik und verbindet Fischzucht mit dem Anbau von Kräutern und Salat.

Das Prinzip dahinter: Die Fische reichern das Wasser durch ihre Ausscheidungen mit natürlichen Nährstoffen an, ein Biofilter leitet es ins Pflanzenbecken, wo Salat und Kräuter die Nährstoffe aufnehmen und das Wasser reinigen, bevor es zurück zu den Fischen fließt. So entsteht ein geschlossener Kreislauf im Zeichen der Nachhaltigkeit.

Ein Punkt war Kircher dabei allerdings von Anfang an ein Dorn im Auge: das mit Fischmehl angereicherte Futter. „Bereits vor vier Jahren haben wir uns gefragt, wie wir tierische Proteine ohne Fischmehl verfüttern können“, erzählt er. Insekten bildeten schließlich die Lösung. Eine Studie ergab: Futtermischungen auf Insektenmehlbasis, angereichert mit Spirulina-Algen, lassen den Omega-3-Gehalt im Fischfilet höher ausfallen als bei herkömmlich gefütterten Tieren.

Aus Reststoffen wird Futtermittel

Insektenlarven werden durch die Kooperation zu nachhaltigem Fischfutter © NOI Techpark/Marco Parisi

Hier kommt Reploid ins Spiel: Das Unternehmen implementiert modulare Anlagen, die sogenannten „ReFarm-Units“. Dort verarbeiten Larven der Schwarzen Soldatenfliege regionale Reststoffe zu Insektenprotein und -fett für Futtermittel- sowie Industrieanwendungen. Ein weiteres Nebenprodukt ist der Insektenfraß, also die Ausscheidungen, aus denen organischer Dünger entsteht. Den dritten Baustein liefert Kinsect: Das italienische Startup entwickelt Technologien für die industrielle Zucht der Fliege und liefert Eier sowie Junglarven.

Am Standort von Solos in Tramin greifen so die unterschiedlichen Kompetenzen ineinander: Die von Kinsect bereitgestellten Larven werden in einer Insektenmastanlage von Reploid mit Lebensmittelnebenprodukten wie Apfeltrester, Kartoffelschalen oder Altbrot gefüttert. Solos nutzt sie anschließend als nachhaltiges Futtermittel in der Fischzucht. So soll Fischmehl ersetzt, sollen organische Reststoffe sinnvoll verwertet werden. Neben den ökologischen Vorteilen ergeben sich durch das Vorzeigeprojekt und den realen Usecase natürlich auch wirtschaftliche Vorteile, von denen die drei Startups profitieren.

Drei Ansätze, ein gemeinsamer Nenner

Es ist eine Kooperation im Namen der Kreislaufwirtschaft, die ohne den NOI Techpark nie zustande gekommen wäre. „Am NOI Techpark konnte diese Synergie organisch entstehen“, fasst Kinsect-CEO Giacomo Benassi zusammen. „Dank der Zusammenarbeit im selben Ökosystem konnten wir viel schneller Vertrauen zueinander aufbauen.“ Der NOI Techpark ermöglicht damit nicht nur grenzüberschreitende, sondern auch branchenübergreifende Vernetzungen, die Startups entscheidend weiterbringen.

Und so wurlt es weiter am NOI Techpark. Jedes Jahr kommen neue Startups zur NOI-Community dazu. Für den Herbst-Batch kann man sich noch bis zum 5. Oktober bewerben – vielleicht entsteht daraus bald die nächste erfolgreiche grenzüberschreitende Startup-Kooperation.

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2 Minuten 2 Millionen: Siebte Staffel erstmals mit Gastinvestoren

Am kommenden Dienstag, 4. Februar, startet die Puls 4 Startup-Show „2 Minuten 2 Millionen“ um 20:15 in die siebte Staffel. Insgesamt werden diesmal über 80 Startups ihre Ideen und Businesspläne vor den Investoren präsentieren. „Besonders spannend wird das Thema „Natur & Nachhaltigkeit“ und ich finde es gut, dass diese Themen auch im Unternehmertum verankert werden“, sagt dazu Florian Gschwandtner, der nun in seiner zweiten Staffel als Investor mit an Bord ist. Erstmals in der Geschichte von „2 Minuten 2 Millionen“ begrüßen die Stamm-Investoren zudem Gast-Investoren in ihren Reihen. Dabei pitchen die Startups in der siebten Staffel der Startup-Sendung „vor so manchem bekannten Gesicht“, wie es in einer Presseaussendung heißt. Neu ist außerdem der Staffelauftakt zum Sendungsformat „Meine Erfolgsgeschichte“ mit Florian Gschwandtner – die Sendung startet jeweils dienstags um 22:25 Uhr, also im Anschluss an „2 Minuten 2 Millionen“.

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