29.03.2016

7 Millionen Euro Angebot bei „2 Minuten 2 Millionen“

In der vierten Sendung von "2 Minuten 2 Millionen" geht es heiß her. Unter anderem wollen Startups mit der schärfsten Chili der Welt oder einem Hightech-Baukasten für Kinder auftrumpfen. Zur Krönung gibt es ein noch nie dagewesenes 7-Millionen-Euro Angebot für eines der Startups.
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Mit einem Hightech-Baukasten sollen Kinder auf die digitale Zukunft vorbereitet werden. (c) PULS 4 / Gerry Frank

Bei der PULS 4 Start-Up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ jagt ein Rekord den nächsten. Am Dienstagabend kommt es zu einem Investment-Angebot in Höhe von sieben Millionen Euro. Einen derartigen Deal gab es in einer TV-Sendung weltweit noch nie. Der Brutkasten gibt einen kurzen Einblick, welche Startups sich in der vierten Sendung um ein Investment bemühen.

Robo Wunderkind – ein Hightech Baukasten für Kinder

(c) PULS 4 / Gerry Frank
(c) PULS 4 / Gerry Frank

Robo Wunderkind ist ein Hightech Baukasten für Kinder und womöglich das Lego der Zukunft. Elektronische Komponenten werden in Bausteine verbaut, die von den Kindern zusammengebaut und durch Smartphone oder Tablet gesteuert werden. Kinder sollen die Technologie, die sie umgibt, verstehen lernen und spielerisch bereits in jungen Jahren Coding und Programmieren lernen.

+++Mehr zum Thema: Dvel casht bei Startup-Show ab+++

Fireland Foods – die schärfste Chili der Welt

(c) PULS 4 / Bernhard Eder
(c) PULS 4 / Bernhard Eder

Fireland Foods stellt Chiliprodukte aus eigener Landwirtschaft her, unter anderem mit der schärfsten Chilisorte der Welt. Jetzt soll die Marke aufgebaut werden und eine Chili-Erlebniswelt entstehen. Fireland Foods möchte zum schärfsten Ausflugsziel Österreichs werden und den Weg vom Feld bis in die Flasche zeigen. Leo Hillinger ist von der Präsentation begeistert: „Das kann richtig fliegen, das Baby“.

Kiweno – Blutselbsttest für Unverträglichkeiten

© PULS 4 / Gerry Frank

KIWENO will den Gesundheitsmarkt revolutionieren und hat einen Blutselbsttest entwickelt, um Nahrungsmittelunverträglichkeiten rasch und einfach zu testen. Die Unternehmensbewertung beeindruckt die Investoren und für Hans Peter Haselsteiner scheint das erste Angebot etwas einseitig: „Auch für Investoren muss es eine positive Perspektive geben.“ Kiweno ist am 30.03. ab ca. 15:30 im Video-Livestream auf Facebook beim „Brutkasten“.

Snaps – Stamperl ans Glas heften

© PULS 4 / Gerry Frank

Snaps sind wieder verwendbare Kunststoffstamperl, die mit österreichischen Schnäpsen gefüllt sind. Das Stamperl ist stapelbar und lasst sich einfach an ein Glas klippen, was das Tragen vereinfacht. Die Investoren finden schnell interessante Anwendungsbereiche, wie zum Beispiel als Trinkspiel, auf der Schihütte oder bei Studentenparties.

+++Mehr zum Thema: Parkbob mit 200.000 Euro Investment bei 2 Minuten 2 Millionen+++

Diese und weitere Startups versuchen mit ihren Pitches die Investoren zu überzeugen. Man darf gespannt sein, wem das sieben-Millionen-Euro Angebot gemacht wird.

2 Minuten 2 Millionen auf 100 Minuten ausgedehnt

Aufgrund des großen Zuseher-Erfolges wird „2 Minuten 2 Millionen“ ab Folge 4, am Dienstag, den 29. März um 20.15 Uhr, auf 100 Minuten verlängert und bietet den Startups noch mehr Platz.

Die wichtigsten Start-Up-News auch online im Blog puls4.com/2-minuten-2-millionen oder auf facebook.com/2min2mio! #2min2mio #puls4

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Der European Venture Sentiment Index deutet eine positive Entwicklung für das nächste Quartal an (c) Adobe Stock
(c) Adobe Stock

„Für das zweite Quartal könnten die Vorzeichen kaum schlechter stehen“, zitierte brutkasten Venionaire im April zur Veröffentlichung des European Venture Sentiment Index für das erste Quartal. Doch – wie so oft – kam es dann doch anders. Die im ersten Quartal durch den Angriff der USA auf den Iran hervorgerufene Krise schlug sich nämlich – anders als etwa die Krise nach Beginn des Ukraine-Kriegs – nicht auf die Risikokapital-Volumina nieder.

Die Zahlen sahen laut Venionaire-Analyse im zweiten Quartal nämlich gut aus: Die Gesamtinvestitionen am europäischen Risikokapitalmarkt nahmen weiter zu und erreichten mit 29 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Weiters konnte auch die reine Deal-Anzahl um rund fünf Prozent auf 965 Deals gesteigert werden.

(c) Venionaire Capital

Knapp negativer Indexwert – abermals pessimistischer Ausblick

Dennoch sind die für den quartalsweisen Index befragten Investor:innen nicht in Jubelstimmung. Der Indexwert liegt mit 4,8 knapp unter der neutralen Marke 5. Er ist damit besser als der Wert im Vorquartal und besser als der für das Quartal erwartete Wert (siehe Grafik), aber immer noch nicht positiv. Auch die Erwartung für das kommende Quartal ist mit 4,4 wieder schlechter. „Die Zahlen zeichnen ein positiveres Bild als die Stimmung. Investor:innen sind weiterhin zurückhaltend und warten mit Investments“, analysiert Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Venionaire Capital AG.

(c) Venionaire Capital

Man erkenne eine leichte Stabilisierung, so Baurek-Karlic weiter zum Index-Wert. „Zwar erwarten Investor:innen mehr Aktivität und Wettbewerb im dritten Quartal, doch die großen Sorgen rund um geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheit sind aber weiterhin da.“ Es verwundere also nicht, dass der erwartete Index-Wert lediglich 4,4 betrage. Investor:innen würden kurzfristig ohne verlässlichen Ausblick auf die kommenden Quartale agieren, meinen die Analysten von Venionaire Capital.

DeepTech im Vorteil

Und langfristig könnte sich eine Veränderung der Investitionskriterien abzeichnen, erwarten die Analysten. Effizienz und Produktdifferenzierung würden zunehmend als Grundvoraussetzungen gelten. In den Mittelpunkt rücke stattdessen die Frage, ob ein Unternehmen über einen dauerhaft verteidigungsfähigen Wettbewerbsvorteil verfüge. „Investoren hinterfragen verstärkt, ob KI-basierte Produkte tief in Infrastruktur und Arbeitsabläufen verankert sind oder lediglich auf bestehenden Basismodellen aufsetzen. Geschäftsmodelle, deren Kernfunktion kurzfristig von einem großen KI-Anbieter in dessen Plattform integriert werden könnte, werden entsprechend kritischer bewertet“, so Baurek-Karlic.

Davon würden insbesondere Bereiche mit höheren technologischen und physischen Eintrittsbarrieren profitieren, darunter DeepTech, Biotechnologie, Hardware, Robotik und fortschrittliche Fertigung. „Vielleicht stehen wir vor einem goldenen Zeitalter der DeepTech-Unternehmen“, mutmaßt der Venionaire-Gründer.

Größte Runden und stärkste Länder

Diese Erwartungen würden sich in den Top-Investments des zweiten Quartals widerspiegeln: Mit Eurowind Energy (2,3 Mrd. US-Dollar, Energie- und Abfallwirtschaft), Isomorphic Laboratories (2,1 Mrd. US-Dollar, KI-Biotechnologie) und Stegra (1,6 Mrd. US-Dollar, erneuerbare Energien) seien die größten Finanzierungsrunden an Unternehmen gegangen, die nicht einfach vom Markt verdrängt werden können. Im europäischen Risikokapital-Länderranking führte einmal mehr das Vereinigte Königreich (12,3 Mrd. US-Dollar) überlegen vor Deutschland (3,6 Mrd. US-Dollar) und – überraschend dank Eurowind Energy – Dänemark (3 Mrd. US-Dollar).

(c) Venionaire Capital

Und wie geht es weiter? Baurek-Karlic analysiert: „Der Risikokapitalmarkt befindet sich momentan im Wandel. Investor:innen sind bereit, mehr Kapital zur Verfügung zu stellen, wollen dafür aber auch ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch im dritten Quartal werden es etabliertere Unternehmen mit einem felsenfesten Geschäftsmodell leichter haben.“

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