11.05.2022

1st Day Skills Academy: Eine Plattform für angehende Tierärzte

Da die Theorie nicht immer das Visuelle ersetzen kann, hat Tierärztin Elisabeth Baszler die 1st Day Skills Academy gegründet. Um Lerninhalte zu verbildlichen.
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1st Day Skills Academy
(c) 1stDSA - Elisabeth Baszler orientiert sich bei ihrer Plattform an YouTube-Lehr-Videos.

Elisabeth Baszler ist Kleintiermedizinerin. Sie hat an der Universität Studenten unterrichtet und Dinge bemerkt. Vorrangig, dass man zwar in fünf Stunden theoretisches Wissen in die jungen Menschen hineinschüttet, sie dann zwar was können, sich aber das Prozedere am nächsten Tag wiederholt. Und an dem darauf. Und so weiter. Die 1st Day Skills Academy-Gründerin dachte sich, das muss besser gehen. Und gründete ihre – für Studenten kostenlose – Video-Lern-Plattform.

1st Day Skills Academy: Kleintiermedizinvideos

Baszler war es wichtig, anschaulich zu zeigen, was angehende Veterinäre aus den Büchern und auditiv vermittelt bekommen. Ihr Startup bringt daher die gesamte Propädeutik der Kleintiermedizin online. Mittels minutenlangen Lehr-Videos.

Die Tiermedizinerin dreht vorerst alles noch von daheim am Schreibtisch, von wo sie eigener Definition nach wie ein „Erklärbär“ agiert und notwendiges Wissen veranschaulicht. Sie hat vor, bald die visuellen Lehrstücke in einer Ordination zu drehen.

Baszler betont, dass die Tiere in den Videos ihre eigenen und Untersuchungen gewohnt sind. Invasive Sachen würde sie nur machen, wenn auch tatsächlich notwendig, alles sei bei ihr tierschutzkonform.

200 Videos in drei Jahren

Ihr Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren über 200 Kurzvideos mit „Basic Skills“ und „Advanced Skills“ sowie allgemeine und spezielle klinische Untersuchung und u.a. Injektionstechniken online zu stellen.

„Die 1st Day Skills Academy soll Studenten dabei helfen, die ‚Basic Skills‘ über die Kleintiermedizin zu erlernen, um besser vorbereitet in die klinischen Übungen einzusteigen. Niedergelassene Haustierärzte sollen ‚Advanced Skills‘ durch Wiederauffrischung vertiefen können“ so der Plan.

Werbefinanziertes Startup

Ihre Videos über die Kleintiermedizin finanziert Baszler über Werbung. Etwa von der tiermedizinischen Industrie (Futtermittelfirmen, Pharmafirmen, Firmen für den veterinärmedizinischen Praxisbedarf). Dabei wird der Werbeclip wie bei YouTube geschaltet: Vor Beginn des Lehrvideos wird eine Einblendung der jeweiligen Firma bzw. eines Produktes eingespielt.

Zudem hat jede Partnerfirma die Möglichkeit, ein zu ihrem Portfolio themenverwandtes Video zu sponsern. Da eine Anmeldung eine einmalige Registrierung mittels Ausweises (Studenten-Ausweis, TA-Ausweis) erfordert, gebe es bei der 1st Day Skills Academy keinerlei Streuwerbung an fachfremdes Personal und auch die Richtlinien des Heilmittel-Werbegesetzes würden eingehalten werden.

Die Plattform verfügt mittlerweile über 700 User, die bisher ohne Marketing zustande kamen. Im kommenden Sommer setzt Baszler die nächsten Schritte, möchte wachsen und ihre visuellen Lehrstücke um das Thema klinischer Untersuchungsgang erweitern.

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Die re:Marc 2026 fand im Museum of Ethnography Budapest statt | (c) egressyorsifoto
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„Ihr pitcht nicht um euer eigenes Überleben, ihr pitcht um unser Überleben als Gesellschaft.“ Mit diesen Worten richtet sich Uli Grabenwarter vom European Investment Fund in seiner Keynote bei der Konferenz re:Marc an das Publikum. Er bringt damit eine Kernbotschaft des Events auf den Punkt: Kreative Lösungen für marginalisierte Gruppen müssen in das Zentrum der Wirtschaft rücken.

Ein grenzüberschreitendes Ökosystem

Die re:Marc ist der Höhepunkt des „Marc Impact Programme“, einer gemeinsamen Initiative von ERSTE Stiftung, ERSTE Social Finance Holding, IFUA Nonprofit Partner und SIMPACT. Die Partner riefen dieses internationale Programm ins Leben, um wirkungsorientierte Unternehmen zu unterstützen. Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, vergleicht in seiner Eröffnungs-Keynote die Kernidee mit jener der Erste Bank selbst und gibt den Teilnehmer:innen mit: „Glaub an dich, denn am Ende gewinnt immer das Gute!“

Und Ana Cretu, Director Social Impact Investment der ERSTE Stiftung, stellt klar: „Das Programm wurde designt, um von einer Gemeinschaft getragen zu werden, nicht nur von einer kleinen Gruppe von Leuten.“ Sie betont eine zentrale Überzeugung der Initiator:innen: „High-Impact-Entrepreneure sind entscheidend für resiliente Gesellschaften.“

Radován Jelasity, CEO der Erste Bank Hungary, auf der Bühne bei der re:Marc 2026 | (c) egressyorsifoto

Marc startete 2024 und begleitet Gründer:innen aus mittlerweile sechs Ländern langfristig. Radka Novotná, COO des tschechischen Social Startups Nepanikař, gibt im Gespräch mit brutkasten einen konkreten Einblick: „Das Programm hat uns die Augen geöffnet. Als NGO haben wir oft die Einstellung, mit so wenig Geld wie möglich auszukommen. Die Mentorinnen und Mentoren haben uns beigebracht, dass es in Ordnung ist, nach Geld zu fragen, weil es für einen wirklich guten Zweck ist.“

Der Pitch um den größten Impact

Das Event in Budapest bringe diese internationale Community zusammen. Zwölf Startups aus Österreich, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien und Tschechien traten dabei auch in drei Runden beim Pitch-Wettbewerb gegeneinander an. Sie zeigten eine enorme Bandbreite an Lösungen. Die Ideen reichten von Drohnen, die Samenbomben zur Wiederaufforstung abwerfen, über mobile Konzertbühnen in Lastenfahrrädern bis hin zu leistbaren Recyclingmaschinen für Plastikmüll aus dem Meer. Die Teams pitchten um Preisgelder von bis zu 20.000 Euro.

Andrew Gray von Tilia Impact Ventures (am Mikrofon) war eines der Jury-Mitglieder | (c) egressyorsifoto

Entscheidend war dabei aber nicht nur der Impact selbst, sondern auch die Frage nach einem tragfähigen und nachhaltigen Geschäftsmodell, das diesen Impact finanzieren kann. Entsprechend genau fragte die Jury nach. Jury-Mitglied Andrew Gray von Tilia Impact Ventures erklärt im brutkasten-Gespräch: „Wir sehen uns an, welche Startups den größtmöglichen Impact für so viele Menschen wie möglich erzielen. Wer wird das Preisgeld nutzen, um den tiefgreifendsten sozialen Impact in der sinnvollsten Weise zu generieren?“

Die Sieger der re:Marc 2026

Letztlich musste sich die Jury für die Gewinner der drei Hauptpreise entscheiden. Neben diesen wurden noch mehrere Zusatzpreise vergeben. Diese drei Startups überzeugten die Jury besonders:

Grand Impact Award: Nepanikař

Den „Grand Impact Award“ und damit den Hauptpreis von 20.000 Euro holte sich das tschechische Social Startup Nepanikař – zu Deutsch: “Keine Panik!” Die gleichnamige App bietet psychologische Hilfe und Suizidprävention. Sie verzeichnet täglich rund 500 Nutzer:innen und unterstützt diese auch gezielt in akuten psychischen Krisensituationen. „Wir wollen das Preisgeld nutzen, um die App mit Smartwatches und Ringen zu verbinden und so Krisen besser vorherzusagen“, schildert Radka Novotná ihre Pläne. Das Geld fließt parallel in die Übersetzung der App in vier weitere Sprachen.

Nepanikař rund um Radka Novotná (2.v.r.) holte sich den Grand Imppact Award | (c) egressyorsifoto

Innovation Champion Award: Origin BCI

Der „Innovation Champion Award“ im Wert von 15.000 Euro ging nach Rumänien an Origin BCI. Das Team rund um Gründer und CEO David-Alexandru Popescu entwickelt bionische Handprothesen, die leistbar und leicht zu warten sind. Im Interview verrät Popescu den nächsten Schritt: „Die gewonnenen 15.000 Euro werden dazu beitragen, unser finales, konformes Produkt zu bauen – mit zugelassenen Materialien und Elektronik für Medizinprodukte.“

Origin BCI rund um David-Alexandru Popescu (2.v.l.) erhielt den Innovation Champion Award | (c) egressyorsifoto

Scalable Champion Award: TalentsLounge

Den „Scalable Champion Award“ sicherte sich Anna Gawin mit der österreichischen Plattform TalentsLounge (DaVinciLab). Die Plattform befähigt Lehrkräfte, Künstliche Intelligenz und Zukunftskompetenzen zu unterrichten. Gawin hat ein klares Ziel für die 15.000 Euro Preisgeld: „Wir werden unsere Plattform ins Polnische und Ungarische übersetzen und erste Pilotprojekte mit rund 500 Schülerinnen und Schülern an polnischen und ungarischen Schulen in Wien umsetzen.“

TalentsLounge rund um Anna Gawin holte sich den Scalable Champion Award | (c) egressyorsifoto
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