30.09.2019

Mehr als 50 Investoren bei 1MillionStartups-Launch in New York

Mit dem Launch eines "Chapters" in New York setzt die in Wien von Selma Prodanovic, Helena Rosandic und Tanja Skoric gestartete Organisation 1MillionStartups einen weiteren Expansionsschritt. Advantage Austria (Aussenwirtschaft) brachte dabei auch ihr Netzwerk ein.
/artikel/1millionstartups-launch-new-york
1MillionStartups: Selma Prodanovic mit Bernardo Calzadilla-Sarmiento (UNIDO)
(c) 1MillionStartups: Selma Prodanovic mit Bernardo Calzadilla-Sarmiento (UNIDO)

„Uns bleiben nur noch 4115 Tage, um die im Jahr 2015 von 185 Ländern vereinbarten Ziele zu erreichen. Es ist jetzt an der Zeit, sich zu vernetzen, die Bemühungen zu verstärken und gemeinsam zu handeln“, sagte Selma Prodanovic vergangene Woche beim 1MillionStartups-Launch-Event in New York City. Mit „Zielen“ meint sie die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs), deren Umsetzung bis 2030 geplant ist. Diese standen von Beginn an im Zentrum der Arbeit von 1MillionStartups. Und für die Gründerinnen Selma Prodanovic, Helena Rosandic und Tanja Skoric ist klar: Entrepreneurship muss bei ihrer Erreichung eine zentrale Rolle spielen.

+++ Udolf-Strobl: “Gute Zukunft nicht nur für Privilegierte” +++

New York folgt auf Singapur, Sambia und Kenia

Einige Expansionsschritte hat die in Wien gestartete Organisation bereits absolviert. So wurde zuletzt nach „Chapters“ in Europa, Singapur und Sambia auch eines in Kenia gestartet. Vergangene Woche kam mit dem Launch des neuen Chapters in New York City für 1MillionStartups ein vierter Kontinent hinzu. Neben vielen weiteren Startups will man an der US-Ostküste klarerweise auch finanzkräftige Investoren ansprechen, von denen das globale Netzwerk in Sachen Erfüllung der SDGs profitieren soll.

Mehr als 50 Früphasen-Investoren bei 1MillionStartups-Launch

Dass man mit der Organisation und dem Thema dahingehend schon eine gewisse Anziehungskraft entfaltet hat, wurde gleich beim Launch-Event bewiesen. Laut Veranstaltern waren dort mehr als 50 Frühphasen-Investoren aus dem Startup-Ecosystem der Ostküste, aber auch aus Europa, Asien, dem mittleren Osten und Afrika zugegen. „Es ist ermutigend, die wachsende Zahl von Investoren aus der ganzen Welt zu sehen, die die großen Herausforderungen unserer Zeit verstehen und Teil der Lösung sein wollen, indem sie in SDG-Startups investieren“, kommentierte Selma Prodanovic. Auch bei diesem Event fanden sich zahlreiche neue Unterzeichner der „Global Entrepreneurship Declaration“ der Organisation.

Unterstützung durch UNIDO und Advantage Austria

Freilich war auch die terminliche Überschneidung mit der „Climate Week“ der Vereinten Nationen nicht zufällig. Schließlich ist auch die UN-Teilorganisation UNIDO einer der wichtigsten Partner von 1MillionStartups. Unterstützung bekam 1MillionStartups für das neue Chapter in New York auch von Advantage Austria (Aussenwirtschaft), die die Event-Räumlichkeiten zur Verfügung stellte und ihr Netzwerk einbrachte.

⇒ Zur Page der Organisation

Redaktionstipps
Deine ungelesenen Artikel:
15.09.2026

Aitiologic: Wiener Diagnostik-Startup holt 6,4 Mio. Euro in Seed-Runde

Angeführt wird die Runde von den Healthcare-Investoren Heal Capital und Ananda Impact Ventures. Als erste Anwendung will das Startup das Risiko für Präeklampsie in der Schwangerschaft früh einschätzen.
/artikel/aitiologic-seed-runde
15.09.2026

Aitiologic: Wiener Diagnostik-Startup holt 6,4 Mio. Euro in Seed-Runde

Angeführt wird die Runde von den Healthcare-Investoren Heal Capital und Ananda Impact Ventures. Als erste Anwendung will das Startup das Risiko für Präeklampsie in der Schwangerschaft früh einschätzen.
/artikel/aitiologic-seed-runde
Die Aitiologic-Gründer (vlnr.): Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum | (c) Aitiologic
Die Aitiologic-Gründer (v.l.n.r.): Andreas Posch, Stephan Beisken und Achim Plum | (c) Aitiologic

Im Oktober 2024 verließ das Wiener Startup Aitiologic den „Stealth Mode“. Damals hatte es 2,5 Millionen Euro an Investments und Förderungen eingesammelt. Jetzt folgt eine Seed-Finanzierung über 6,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab.

Angeführt wird die Runde von den Healthcare-Investoren Heal Capital und Ananda Impact Ventures. Die bisherigen Investoren Push VC und Lana Ventures sind wieder dabei. Dazu kommen laut Startup mehrere Biotech-Gründer, die bereits Börsengänge und Exits hinter sich haben.

Ein Bluttest, der zeigt, was im Gewebe passiert

Aitiologic entwickelt die Plattform „Aitios“. Sie untersucht zellfreie DNA im Blut und wertet die Daten mit KI aus. Das Ziel: Aus einer normalen Blutprobe soll sich ablesen lassen, aus welchem Gewebe die DNA stammt und was dort gerade passiert. Die Technologie geht auf Forschung von Gründer und CEO Andreas Posch bei Siemens Healthineers zurück. Aitiologic hat sie exklusiv lizenziert.

2024 sprach das Startup noch allgemein von Krebs- und Pränataldiagnostik. Nun ist die erste Anwendung klar: die Risikoabschätzung für Präeklampsie im ersten Schwangerschaftsdrittel. Die Bluthochdruck-Erkrankung betrifft laut Aussendung geschätzt drei bis acht Prozent aller Schwangerschaften. Sie ist eine der wichtigsten Ursachen für Todesfälle von Müttern und Föten weltweit. Aitiologic will dafür dieselbe Blutprobe nutzen, die ohnehin für den nicht-invasiven Pränataltest (NIPT) abgenommen wird. Eine zusätzliche Blutabnahme wäre also nicht nötig.

Eine erste Studie mit Kypros Nicolaides und dem Fetal Medicine Research Institute habe gezeigt, dass sich damit das Präeklampsie-Risiko einschätzen lässt, so das Startup. Jetzt läuft eine größere Studie mit der Fetal Medicine Foundation, an der mehr als 1.000 Schwangere teilnehmen. „Wir sind von einer Technologie-Hypothese zu publizierten klinischen Daten gekommen“, sagt Posch. Das frische Kapital soll in diese Studie und in die Produktentwicklung fließen.

Oxford-Nanopore-Mitgründer im Beirat, neue Chief Medical Officer

Mit der Finanzierung holt Aitiologic zwei bekannte Namen an Bord. Gordon Sanghera hat Oxford Nanopore Technologies mitgegründet, ein britisches Unternehmen für DNA-Sequenzierung. Er führte es 21 Jahre lang als CEO, vom Spinoff der Universität Oxford bis zum Börsengang in London. In der Aussendung wird er als „Pionier der Molekulardiagnostik“ bezeichnet. Für Aitiologic ist das relevant, weil die eigene Plattform auf der Sequenzierung von DNA aus dem Blut aufbaut: Sanghera bringt also Erfahrung mit dem Aufbau, der Finanzierung und der Skalierung genau dieser Art von Technologie mit. Er investiert in die Runde und wird Mitglied des Beirats. Die ersten klinischen Daten von Aitiologic seien „sehr ermutigend“, sagt Sanghera.

Neue Chief Medical Officer ist Rebecca Ertl. Sie ist Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und hat ein nach eigenen Angaben führendes Zentrum für Pränataldiagnostik in Österreich gegründet. Bei Aitiologic verantwortet sie die medizinische Strategie, zunächst für das Präeklampsie-Programm. Ertl nennt bereits ein mögliches nächstes Thema: Man prüfe, ob der Bluttest auch bei Schwangerschaftsdiabetes früher Hinweise liefern könne.

Neben dem Risikokapital erhält Aitiologic Förderungen von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), der Austria Wirtschaftsservice (aws) und der Wirtschaftsagentur Wien. Dazu kommt Unterstützung über den Europäischen Investitionsfonds (EIF) im Rahmen von InvestEU. Zugelassen ist die Plattform noch nicht, sie befindet sich weiterhin in der Entwicklung.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

Mehr als 50 Investoren bei 1MillionStartups-Launch in New York

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Mehr als 50 Investoren bei 1MillionStartups-Launch in New York

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Mehr als 50 Investoren bei 1MillionStartups-Launch in New York

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Mehr als 50 Investoren bei 1MillionStartups-Launch in New York

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Mehr als 50 Investoren bei 1MillionStartups-Launch in New York

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Mehr als 50 Investoren bei 1MillionStartups-Launch in New York

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Mehr als 50 Investoren bei 1MillionStartups-Launch in New York

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Mehr als 50 Investoren bei 1MillionStartups-Launch in New York

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

Mehr als 50 Investoren bei 1MillionStartups-Launch in New York