HealthTech-Startup 123 Sonography meldet Insolvenz an
Für das HealthTech-Startup 123 Sonogaphy wurde beim Handelsgericht Wien Insolvenz angemeldet. Noch im März hat das Unternehmen ein Investment verkündet, bei dem unter anderem Ventocom-Chef Michael Krammer mit an Bord ging.
Für das Wiener HealthTech-Startup 123 Sonography wurde am Handelsgericht Wien Insolvenz angemeldet. Dies bestätigt Thomas Binder, Co-Founder von 123 Sonography, via Email gegenüber dem brutkasten: „Es ist richtig, dass 123 Sonography GmbH wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet hat und das Insolvenzverfahren heute vom Gericht eröffnet wurde“, schreibt Binder.
Die Insolvenz kommt insofern überraschend, weil 123 Sonography in den vergangenen Monaten diverse Erfolgsmeldungen verkündet hatte. Unter anderem:
Zwischen den Gesellschaftern der 123 Sonography GmbH bestehen laut Binder Differenzen, „aufgrund von Vertraulichkeit kann ich jedoch zu den Details nicht Stellung nehmen.“ Das ist per se nicht ungewöhnlich: Ein Streit auf Gesellschafterebene kann bei Startups rasch zu gröberen Problemen bis hin zur Insolvenz führen, wie Experten gegenüber dem brutkasten immer wieder betonen.
Der brutkasten hat auch bei CEO Klaus Müller ein Statement angefragt. Dieser verweist darauf, dass in naher Zukunft Details über den Masseverwalter kommuniziert werden.
Laut dem brutkasten vorliegenden Informationen zur Insolvenz gibt es keine Eigenverwaltung des Schuldners. Mehr darüber in unserer Analyse dazu, wie es nach einem Insvolvenzantrag weitergeht, unter diesem Link.
123sonography-Cofounder hofft auf Sanierung
„Ich hoffe, dass die 123 Sonography GmbH im Rahmen des Insolvenzverfahrens saniert werden kann, und werde im Rahmen meiner rechtlichen Möglichkeiten darauf hinwirken, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern“, schreibt Binder über die mögliche Zukunft des Unternehmens: Grundsätzlich bedeutet ein Insolvenzverfahren nicht, dass der Betrieb unverzüglich eingestellt wird, sehr oft kommt es zu einer Sanierung auf Basis eines Sanierungsplans, und das Unternehmen kann weiter geführt werden.
„Das wäre meine Hoffnung für die 123 Sonography GmbH, auch im Sinne der Mitarbeiter“, schreibt Binder: „Details werden sich aber erst im Laufe des Insolvenzverfahrens ergeben.“ Laut Angaben von März diesen Jahres arbeiten 30 Mitarbeiter in Wien und zwei in Boston für 123 Sonography.
Siebenstelliges Investment
Im März wurde verkündet, dass mit Ventocom-Chef Michael Krammer und der Unternehmerin und Investorin Sabine Duchaczek zwei neue Business Angels bei 123 Sonography einsteigen, ergänzend zu den bestehenden fünf Business Angels, also Markus Ertler, Hermann Futter, Martin Egger, Fabrizio Salanitri und Alfred Liebich. Gemeinsam beläuft sich das Investment in das Startup somit auf einen siebenstelligen Betrag, hieß es im März.
Im nachfolgenden Video aus dem Archiv des brutkasten spricht Klaus Müller, CEO von 123 Sonography, gemeinsam mit Michael Krammer, über die Details des Investments und weitere Pläne.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.
Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.
GO SHANGHAI offen für alle Branchen
Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.
Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria
Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.
Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien
Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.
Fünf intensive Tage in Shanghai
Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.
Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent
GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:
Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
Bereits erfolgte Seed-Investition
Funktionierender Prototyp bzw. MVP
Einzigartiges Produkt oder Lösung
Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern
Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.
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