22.08.2019

10 Millionen Euro Finanzierung für Tiroler Quantencomputer Spin-off

Die Alpine Quantum Technologies GmbH (AQT), ein Spin-off der Universität Innsbruck, hat sich auf die Entwicklung und den Vertrieb eines kommerziellen Quantencomputers spezialisiert. Wie nun bekannt wurde, konnte die AQT eine Beteiligung in der Höhe von zehn Millionen Euro durch die Österreichische Forschungsfördergesellschaft (FFG) und die Universität Innsbruck finalisieren.
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Quantencomputer
(c) IQOQI / C. Lackner: Rainer Blatt, Direktor des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation an der Universität Innsbruck

Die Alpine Quantum Technologies GmbH (AQT) wurde vor zirka zwei Jahren als ein Spin-off der Universität Innsbruck gegründet. Das Unternehmen rund um Prof. Rainer Blatt, der auch Direktor des Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation an der Universität Innsbruck (IQOQI) ist, hat sich zum Ziel gesetzt, einen kommerziellen Quantencomputer zu entwickeln und diesen auch zu vertreiben. Damit soll laut AQT ein prognostiziertes Marktvolumen von einer Milliarde Euro bis 2020 mit Wachstumsraten zwischen 20 und 35 Prozent jährlich adressiert werden.

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Die Beteiligungen

Wie bekannt nun wurde, konnte die AQT eine Beteiligung in der Höhe von zehn Millionen Euro durch die Österreichische Forschungsfördergesellschaft (FFG) und die Universität Innsbruck finalisieren. In einer Aussendung der Standortagentur Tirol heißt es dazu, dass die FFG fünf Millionen Euro aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung und Technologieentwicklung (NFTE) investiert und die Universität Innsbruck fünf Millionen Euro über die Leistungsvereinbarung mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung einbringt.

Die Finanzierungsrunde folgt laut der Standortagentur Tirol einer bestehenden Beteiligung durch die IVT Privatstiftung der Industriellenvereinigung Tirol für eine Anschubfinanzierung sowie einer PreSeed-Finanzierung durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH.

Produktreife bis 2022

Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen laut eigenen Angaben die Weiterentwicklung finanzieren und einen ersten kommerziellen „Ionenfallen-Quantencomputer-Demonstrator“ im nächsten Jahr präsentieren. Bis 2022 soll dieser zur Produktreife geführt werden. Erste experimentelle Grundlagen konnten laut AQT dafür in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck schon geschaffen werden. Dazu zählt unter anderem ein Quantencomputer, der über 20 Quantenbits verfügt. „Die enge Zusammenarbeit zwischen Universität Innsbruck, IQOQI Innsbruck und der AQT wird es uns erlauben, den wissenschaftlichen Vorsprung Europas bei den Quantentechnologien auch in einen kommerziellen Vorsprung Europas umzumünzen“, so Blatt.

brutkasten-Nachlesen zum Thema Quantencomputer


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Live Talk mit Anders Indset über Quantenwirtschaft – was kommt nach der Digitalisierung, vom Innovation Day der Casinos Austria und Österreichische Lotterien!

Gepostet von DerBrutkasten am Donnerstag, 4. April 2019

 

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Novus-Gründer und CEO René Renger mit dem Novus One
(c) Novus

Als brutkasten erstmals über Novus berichtete, war das Fahrzeug aus Braunschweig noch ein Projekt mit guter Anekdote: 75 Kilogramm leicht, Vollcarbonrahmen, Motor im Hinterrad, und ein Team, das eine Kaufanfrage von Elon Musk ausgeschlagen hatte. Inzwischen ist aus dem Prototyp ein Serienfahrzeug geworden. Jetzt gibt das 2019 gegründete Unternehmen von Gründer und CEO René Renger, einem ehemaligen Lead Designer bei Volkswagen, eine Finanzierungsrunde in Höhe eines zweistelligen Millionen-Dollar-Betrags bekannt. Angeführt wird sie von 468 Capital mit Sitz in Berlin und San Francisco. Die genaue Summe nennt Novus nicht.

Serienauslieferungen seit dem Frühjahr

Das Novus One im Stadtverkehr
Das Novus One im Stadtverkehr (c) Novus

Die Serienauslieferungen des Novus One in Europa starteten laut Aussendung im Frühjahr 2026, das Fahrzeug ist in mehreren europäischen Ländern in Kundenhand. Die Founders Edition startet bei 21.300 Euro netto. Das Fahrzeug wiegt 121 Kilogramm, beschleunigt in unter zwei Sekunden von 0 auf 50 km/h und erreicht bis zu 130 km/h. Die 6,2-kWh-Batterie bietet laut Hersteller 150 Kilometer Reichweite und lädt in 90 Minuten von 0 auf 80 Prozent.

Novus bezeichnet das Fahrzeug als „Lightbike“ und reklamiert damit eine eigene Kategorie, die die Vorteile von E-Bike, Roller und Motorrad kombinieren soll. Der eigentliche Kniff liegt in der Zulassung: Das Fahrzeug fährt in zwei per Software einstellbaren Leistungsstufen, als Rollerklasse L1e bis 45 km/h und als Motorradklasse L3e bis 130 km/h. In der Einstiegskonfiguration reicht in den USA und in Europa laut Novus ein Autoführerschein, wobei die Voraussetzungen je nach Land und in den USA je nach Bundesstaat variieren. Damit zielt das Unternehmen nach eigenen Angaben auf über 400 Millionen Autofahrer in Europa und Nordamerika statt auf die Nische des Zweiradmarkts.

„Unser Ziel ist nicht, den Motorradmarkt zu elektrifizieren oder nur ein weiteres Zweirad zu bauen. Unser Ziel ist, urbane Mobilität neu zu verteilen. Investoren dieses Kalibers an Bord zu haben, zeigt mir, dass der Markt das genauso sieht“, sagt Renger.

Vom Musk-Nein zum Tesla-Ingenieur an Bord

Das Shareholder-Ökosystem umfasst laut Novus über 30 Investoren. Mit an Bord ist Eric Bach, ehemaliger Chief Engineer bei Lucid Motors und Director of Engineering bei Tesla, der als Investor und Board Advisor an der Fahrzeugentwicklung mitwirkt. Zudem steigt Martin Hoffmann ein, der On vom Schweizer Startup zur globalen Premium-Performance-Marke skaliert und als CFO und Co-CEO an die Börse gebracht hat. Dazu kommen Gründer und Führungskräfte von Kembara VC, Adidas, Audi, BMW, Chrono24, FINN, Grover, Mercedes-AMG, New Balance, Vay und Xiaomi, Venture-Investoren aus dem Silicon Valley und Europa sowie Rennfahrerin Sophia Flörsch. Ein Zweiradhersteller findet sich unter den Gesellschaftern nicht.

„Wir haben uns nicht nach klassischen Mobilitätsinvestoren umgeschaut. Was wir aufgebaut haben, funktioniert eher wie ein eigener Y Combinator“, sagt Hannes A. H. Krieger, CSO und Gründungsmitglied von Novus.

USA 2027, Novus Two Ende 2027

Das frische Kapital soll in den Marktstart in den USA 2027, die Expansion in europäische Lifestyle-Metropolen und die Entwicklung des Novus Two fließen. Das zweite Modell soll die Lightbike-Kategorie zu einem niedrigeren Einstiegspreis in die Breite bringen, der Produktionsstart ist für Ende 2027 geplant.

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