Künstliche Intelligenz kann bekanntlich immer mehr Jobs ersetzen. Woran man dabei zunächst wohl eher nicht denkt, ist die bestbezahlte Stelle im Unternehmen – jene des CEO. Klar, müsste diese Entscheidung doch das Top-Management treffen, das sich damit selbst absägen würde. Das Hongkonger Gaming-Unternehmen NetDragon Websoft, das zuletzt 2,1 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz vermeldete, probierte aber genau das in seiner größten Konzerntochter aus. Die AI Tang Yu übernahm vergangenen August das Ruder.
AI-CEO: 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche ohne Lohn
Als CEO übernimmt sie alle für den Job typischen Tätigkeiten wie das Auswerten von Top-Level-Analysen, das Treffen von Führungsentscheidungen, die Bewertung von Risiken und das Setzen von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung am Arbeitsplatz, berichtet das US-Magazin Hustle. Und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche ohne Lohn.
Deutlich überdurchschnittliche Performance an der Börse
Wie sich die KI-Führung auf die Umsätze auswirkt, verrät NetDragon Websoft aktuell leider noch nicht (als börsennotiertes Unternehmen muss es das aber bald tun). Die Performance der Aktie an der Hongkonger Börse, in den Monaten seit Tang Yu Chefin ist, lässt sich aber sehen. Im Vergleich zum Leitindex Hang Seng, der im letzten halben Jahr insgesamt leicht um 2,8 Prozent sank, steht die Aktie des Unternehmens mit einem Plus von 18,2 Prozent im selben Zeitraum erheblich besser da.
AI-CEO kann kein Socializing und Networking
Dem Top-Management von Unternehmen wird in Studien immer wieder eine sehr geringe Gefahr bescheinigt, durch Künstliche Intelligenz ersetzt zu werden. Das liegt vor allem daran, dass der CEO-Posten mit viel Socializing und Networking einhergeht und Chef:innen als Repräsentant:innen des Unternehmens dieses letztlich mit ihrem (menschlichen) Gesicht nach außen vertreten sollen.
Viel Einsparungspotenzial für Unternehmen
Die beschriebenen Tätigkeiten sind aber nur ein Teil des gesamten Jobs. Der Rest kann, wie das Beispiel von NetDragon Websoft Tang Yu zeigt, mitunter hervorragend automatisiert werden. Vor allem für etablierte internationale Unternehmen birgt das ein enormes Einsparungspotenzial. Bei den „Fortune 500“ verdienen CEOs im Durchschnitt rund 400-mal so viel wie ihre eigenen Angestellten.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.
Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.
GO SHANGHAI offen für alle Branchen
Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.
Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria
Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.
Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien
Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.
Fünf intensive Tage in Shanghai
Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.
Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent
GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:
Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
Bereits erfolgte Seed-Investition
Funktionierender Prototyp bzw. MVP
Einzigartiges Produkt oder Lösung
Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern
Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.
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