13.02.2018

Rubik’s Cube-Weltmeisterschaft feiert in Wien Premiere

8,081 Sekunden brauchte der 16-jährige Österreicher Florian Truckenthaner für das Lösen des Rubik's Cube. Bestzeit an diesem Tag. Damit löste er sein Ticket für die Red Bull Rubik's Cube Championship in Boston Ende September. Der erste Stop der durch 15 Länder laufenden Qualifikation war vergangenen Samstag Wien. Florian war einer von vier Siegern, denn es gab unterschiedliche Disziplinen zu meistern.
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Rubik's Cube Championship Qualifikation in Wien

Das Mind Gamers Projekt von Red Bull kennt man aus den letzten Jahren speziell durch die Escape Room Challenge, die man bei mehreren Events ausprobieren konnte. Die neueste Challenge heißt jedoch Rubik’s Cube und behandelt das schnelle Lösen des bei uns so genannten Zauberwürfels. In Österreich entwickelt und umgesetzt, soll Mind Gamers ein globales Drehkreuz für mentale Herausforderungen werden, die den Verstand fordern. Global deshalb, weil jede Mind Gamers Challenge weltweit ausgetragen wird.

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Teams, sowie Einzelpersonen, können in den Challenges ihre Geisteskraft in einer Reihe von Problemlöse-Szenarios mit einer großen Auswahl an Disziplinen (darunter z.B. Escape Rooms bis hin zu Rubik’s Cube Schnelligkeitstests) unter Beweis stellen.

Rubik's Cube lösen auf Zeit

Schnelle Hände bei der Rubik’s Cube-Qualifikation

Das wunderbare LC Forum der Wirtschaftsuniversität in Wien lieferte die fabelhafte Kulisse, vor der am 10. Februar 2018 die erste Qualifikation der Red Bull Rubik’s Cube Weltmeisterschaft abgehalten wurde. Neben dem schnellen Lösen des Würfels, die wie eingangs erwähnt ein Österreicher für sich entschied, gab es noch drei weitere Disziplinen. In „Fastest Hand“ ging es um das einhändige Lösen des Rubik’s Cube. Der polnische Speedcuber Igor Kowalcyk sicherte sich dieses Ticket für Boston.

Im „Rescramble“, wo man den Würfel in einem bestimmten Muster „rescrambeln“ muss, siegte der Deutsche Ricky Meiler sicherte sich mit seinem persönlichen Rekord von 26,687 den Tagessieg. Als schnellste Frau des Tages war die Tschechin Kristyna Vastova unterwegs. In der „Damenkategorie“ war sie mit 12,930 Bestzeithalterin an diesem Tag.

Es geht weiter

Bis zum Finale im September werden noch 15 weitere Orte angeflogen, um am Ende den besten Speedcuber der Welt zu küren. Mehr Hintergründe zu Mind Gamers und der Idee dahinter, gibt es demnächst auf dieser Seite. Wir interviewen die Ideengeber und Entwickler der Mind Gamers Projekte.

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„Der Spagat zwischen Karriere und der Betreuung von Angehörigen betrifft in Österreich derzeit rund 400.000 Erwerbstätige“, erklärt Mitgründer von because we care Andreas Gruber. Bis zum Jahr 2050 soll fast jede fünfte erwerbstätige Person eine Pflegeverantwortung übernehmen müssen, fügt er hinzu. Um diesen wachsenden Druck auf Mitarbeitende und Unternehmen abzufedern, positioniert sich „because we care“ als digitale Informationsplattform für Arbeitgeber:innen.

Das Kernprodukt mit bald 200.000 Zugriffsberechtigten hilft pflegenden Angestellten dabei, sich im hochkomplexen heimischen Pflegesystem zurechtzufinden, Anträge zu stellen und entlastende Schritte einzuleiten. Es gehe laut Gruber darum, sich mit Angehörigen auf das Alter vorzubereiten, „lange bevor jemand zu Hause die Treppe runtergefallen ist“. Ursprünglich unter dem Dach der Organisation „Austria Assisted Living“ angesiedelt, agiert die Plattform seit Ende 2024 als eigenständige GmbH, um den wachsenden Markt gezielter zu adressieren.

Branchenübergreifende Nutzungsrate von zehn Prozent

Wie Gründer Andreas Gruber im Gespräch erklärt, verzeichne man bei den teilnehmenden Unternehmen branchenübergreifend eine stabile Nutzungsrate von etwa zehn Prozent. Dies sei für ihn ein klares Indiz, dass das oft unter der Oberfläche schwelende Thema Angehörigenpflege in der Arbeitswelt „voll präsent“ sei. Bislang lag der Fokus der Plattform vor allem auf Lotsenfunktionen für akut Betroffene.

Im September erweitert das gebootstrappte Startup das Angebot jedoch um ein Modul zur mentalen Prophylaxe. Dieses wurde gemeinsam mit Fachleuten aus Psychologie und Mentaltraining entwickelt und richtet sich gezielt an die gesamte Belegschaft. Ziel ist es, rechtzeitig Strategien gegen psychische Belastungen im Arbeits- und Pflegealltag zu vermitteln.

Umbau der Pflegevermittlung

Neben der inhaltlichen Erweiterung steht das Startup vor einem nächsten großen Schritt: Im Oktober soll das System „because we match“ nach aktueller Testphase mit einem großen Salzburger Pilotkunden live gehen. Dieses adressiert einen zentralen Flaschenhals im System, wie Gruber erklärt: die oft wochenlange Suche nach verfügbaren Pflegediensten. Laut dem Gründer vergehen im Schnitt 60 Tage, bis eine Regelversorgung greift – eine Zeitspanne, in der Angehörige unzähligen Anbietern nachtelefonieren müssen. „Wir drehen dieses System jetzt um“, erklärt er im Interview.

Künftig sollen Suchende eine zentrale, rund um die Uhr erreichbare Hotline anrufen können. Dort erfasst ein KI-Voice-Agent den konkreten pflegerischen Bedarf strukturiert und filtert emotionale Bedürfnisse von harten fachlichen Anforderungen. Pflegedienstleister:innen in der jeweiligen Region sehen diese anonymisierten Gesuche auf der Plattform und können sich anschließend bei den Suchenden vorstellen und ihre Leistungen anbieten.

Sprachgesteuertes CRM für das Back-Office

Gleichzeitig sollen die Leistungserbringer von einer digitalen Entlastung im Hintergrund profitieren. Die Software soll im Idealfall für die mobilen Pflegekräfte als sprachgesteuertes CRM-System fungieren. Einsätze lassen sich direkt per Spracheingabe festhalten, während intelligente Voicemails eingehende Anrufe filtern und priorisieren.

Dieser technische Ansatz soll bürokratische Hürden drastisch reduzieren, den Dienstleister:innen das ungeliebte Backoffice abnehmen und „effizienteres Arbeiten näher am Menschen ermöglichen“. Der Hebel dieser Effizienzsteigerung ist laut Gruber beträchtlich: „Wenn wir jeder Pflegefachkraft 30 oder 40 Minuten Orga am Tag abnehmen, geht sich ein Klient mehr aus.“

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