04.11.2019

13,2 Mio. Euro: Weltweit drittgrößtes Crowdinvestment über Wiener Plattform

Der auf Mittelstands-Unternehmen spezialisierte Wiener Crowdinvesting-Plattform Finnest gelingt mit einer 13,2 Millionen Euro-Kampagne für den Hotel-Betreiber Falkensteiner die bislang größte Kampagne Europas bzw. die drittgrößte der Welt.
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Teuerungsprämie Crowdinvesting-Rekord für Wiener Finnest und Falkenteiner
(c) Adobe Stock - Kamzoom

Allgemein geht der Trend im Crowdinvesting ganz klar in Richtung Immobilien. Doch auch die Wiener Plattform Finnest, die im März diesen Jahres in die finnische Invesdor Group einging, hat ein lukratives Marktsegment gefunden: Mittelstandsfinanzierung. Angeboten werden über die Plattform – wie im Markt üblich – qualifizierte Nachrangdarlehen mit mehrjähriger Laufzeit und mehr oder weniger attraktiver Verzinsung mit zusätzlichen Goodie-Angeboten der Unternehmen. Dass man nur solide Mittelstandsunternehmen bedient, soll bei den Crowd-Investoren für das nötige Vertrauen sorgen.

+++ GreenTech-Unternehmen ecop sammelt 750.000 Euro via Crowdinvesting ein +++

Falkensteiner: Expansion über Finnest teilfinanziert

Selbiges gelang eindrücklich mit dem Hotel-Betreiber Falkensteiner. Die Premium-Kette, die derzeit 25 Vier- bzw. Fünf-Stern-Hotels sowie drei Apartmentanlagen und ein Premium Camping Resort betreibt, machte zuletzt 180 Millionen Euro Jahresumsatz. Mehrere neue Hotel-Bauprojekte stehen derzeit am Plan. Teilfinanziert werden diese durch eine Reihe von Crowdinvesting-Kampagnen bei Finnest. Damit sind bislang insgesamt 13,2 Millionen Euro hereingekommen.

Numer 3 der Welt, Nummer 1 in Europa

Mag das auch eine verhältnismäßig kleine Summe für mehrere Großbauprojekte sein – für Crowdinvesting-Verhältnisse ist sie gigantisch. Mehr Kapital von Crowd-Investoren konnten bislang nur der australische High-Tech-Bienenstock Flow Hive und der amerikanische 3D-Laserprinter Glowforge einsammeln. In Europa ist es überhaupt das größte Crowdinvesting-Volumen bislang. „Aufgrund der bisherigen Nachfrage haben wir damit gerechnet, dass das Interesse groß sein würde. Aber dieses Ergebnis und das damit verbundene Vertrauen der Anleger, mit dem wir aus Österreich heraus Crowdinvesting-Geschichte geschrieben haben, hat uns dann schon positiv überrascht“, kommentiert Otmar Michaeler, Miteigentümer und CEO der FMTG – Falkensteiner Michaeler Tourism Group, in einer Aussendung.

Änderung in deutscher Gesetzeslage

Finnest-Co-Founder und nunmehr Invesdor Group COO Günther Lindenlaub führt den erfolg auch auf eine geänderte Gesetzeslage in Deutschland zurück: „Nachdem deutsche Anleger laut Gesetz früher nur 10.000 Euro in ein Unternehmen investieren durften, sind es mittlerweile 25.000 Euro. Das macht sich bei der Falkensteiner-Finanzierung bemerkbar“.

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Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.

Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.

GO SHANGHAI offen für alle Branchen

Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.

Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria

Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.

Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien

Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.

Fünf intensive Tage in Shanghai

Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.

Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent

GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
  • Bereits erfolgte Seed-Investition
  • Funktionierender Prototyp bzw. MVP
  • Einzigartiges Produkt oder Lösung
  • Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
  • Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern

Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.


GO SHANGHAI 2027 ist ein Programm des Global Incubator Network Austria (GIN), der gemeinsamen Initiative von Austria Wirtschaftsservice (aws) und Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), und Teil von GO ASIA. Organisiert wird es in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Austria. Weitere Informationen zum aktuellen Call finden Startups hier: https://gin-austria.com/calls/goshanghai2027

Kontakt

Bei Fragen zu GO SHANGHAI oder zum Bewerbungsverfahren können sich Startups an folgenden Kontakt wenden:

My Yen Lau
Project Manager | GO ASIA
T +43 1 501 75 394
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