26.11.2018

Creative Business Award: Niederösterreich sucht kreative Geschäftsideen

Die Gründeragentur des Landes Niederösterreich riz up sucht und prämiert mit dem Creative Business Award die kreativsten Geschäftsideen niederösterreichischer Jungunternehmer und Studierender. In drei Kategorien werden die besten Projekte mit je 3.000 Euro ausgezeichnet. Die Bewerbungsphase läuft noch bis 10. Jänner 2019.
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Creative Business Award
(c) fotolia / adam121: Die Bewerbungsfrist für den Creative Business Award von der niederösterreichischen Gründeragentur riz up endet mit 10. Jänner 2019

Mit dem Creative Business Award prämiert riz up – Gründeragentur des Landes Niederösterreich – die kreativsten niederösterreichischen Unternehmen, Geschäftsideen und Projekte. Die Agentur möchte mit dem Award unterschiedliche Zielgruppen ansprechen: So werden Jungunternehmer gesucht, die sich mit ihrer Geschäftsidee noch in der Vorgründungsphase befinden. Zudem wendet sich der Creative Business Award an Studierende, die an niederösterreichischen Fachhochschulen bereits an einem kreativen Projekt arbeiten.

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Die drei Kategorien des Creative Business Award

In den drei Kategorien „Creative Student“, „Creative Idea/Startup“ und „Creative Business“, werden die kreativsten Geschäftsideen mit je 3.000 Euro Preisgeld ausgezeichnet. Laut den Initiatoren stehen „Kreativität und Kundennutzen“ der Geschäftsideen im Fokus der Jury. Darüber hinaus wird die potentielle Umsetzbarkeit, sowie die Qualität der Einreichung – Beschreibung des Projektes – bewertet.

Bewerbung läuft bis 10. Jänner 2019

Bewerber können ihre Projekte auf einer eignen Plattform einreichen. Für die Bewerbung müssen Interessenten eine eigene Projektbeschreibung hochladen, sowie Bilder, Audiodateien oder einen Video-Link zur Verfügung stellen. Sofern bereits ein Musterstück besteht, kann dieses auch per Post an die Niederösterreichische Gründeragentur geschickt werden. Bewerber werden zudem gebeten, einen kurzen Lebenslauf und ihre Expertise im Zusammenhang mit der eingereichten Geschäftsidee hochzuladen.

„Förderung hört nicht bei der Vergabe von Preisen auf“

Neben den Creative Business Award vergibt riz up auch jährlich den GENIUS Ideen- und Gründerpreis. Im Jahr 2018 wurden dafür Preisgelder im Umfang von über 50.000 Euro vergeben. Petra Patzelt – Geschäftsführerin von riz up – betont gegenüber dem Brutkasten, dass die Förderung von innovativen Ideen jedoch nicht bei der Vergabe von Preisen aufhöre. Jungen Gründern stehen zudem kostenlose Services in einer Vielzahl an regionalen Zentren Niederösterreichs und online zur Verfügung. Die starke Partnerschaft mit diversen Akteuren im Bundesland sichere zudem eine optimale Betreuung für Startups und innovative Projekte. Die niederösterreichische Wirtschaftslandesrätin Petra Bohusla verweist auf die große Nachfrage: „Das zeigt, dass es wahnsinnig viele innovative Menschen in Niederösterreich gibt. Das macht uns nicht nur als Wirtschaftsstandort, sondern als ganzes Bundesland innovativ und positioniert uns national und international sehr gut.”

Videoarchiv: riz up GENIUS 2018

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Der European Venture Sentiment Index deutet eine positive Entwicklung für das nächste Quartal an (c) Adobe Stock
(c) Adobe Stock

„Gute Zahlen, verhaltene Stimmung“ titelte brutkasten im Juli zur letzten Ausgabe des quartalsweise erscheinenden European Venture Sentiment Index (EVSI) von Venionaire Capital. Denn obwohl das Investment-Volumen in Europa im zweiten Quartal einen Rekordwert erreichte, fiel die im Indexwert aggregierte Stimmungslage zwar besser als ein Quartal zuvor erwartet, aber doch knapp negativ aus. Der nun erschienene EVSI für das dritte Quartal zeigt das umgekehrte Bild: Zwar ging das Investmentvolumen wieder zurück, die Stimmungslage übertrifft die Erwartung aus dem Vorquartal (4,4 Punkte; 5 ist neutral) aber deutlich und liegt mit 5,4 Punkten wieder knapp im positiven Bereich.

(c) Venionaire Capital

Die Stimmungsindikatoren im Detail: Getragen wurde die Verbesserung laut Venionaire vor allem von einer deutlich höheren Investor:innenaktivität, die gegenüber dem Vorquartal um 33,9 Prozent zulegte. Auch das Fundraising-Umfeld habe sich um 27,3 Prozent verbessert, die Qualität der Dealflows um 16,7 Prozent. Gleichzeitig gingen die Startup-Bewertungen um 6,4 Prozent und der Wettbewerb um Deals um 6,2 Prozent zurück.

Die aktuelle Prognose für das kommende Quartal ist mit dem neutralen Wert 5 wieder etwas verhaltener. Bei den konkreten Indikatoren erwarten die befragten Investor:innen aber weitreichende Verbesserungen, konkret ein Plus von 34,7 Prozent bei der Investor:innenaktivität, plus 10,6 Prozent bei Startup-Bewertungen, plus 8,2 Prozent beim Fundraising-Umfeld und plus 1,7 Prozent bei der Qualität des Dealflows. Lediglich beim Wettbewerb um Deals wird ein Minus von 8,8 Prozent erwartet.

Dealvolumen gesunken, aber deutlich über Vorjahresniveau

Das tatsächliche europaweite Dealvolumen sank im dritten Quartal zwar, wie erwähnt, im Vergleich zum Vorquartal, lag aber laut begleitender EVSI-Analyse dennoch deutlich über dem Vorjahresniveau. Demnach wurden europaweit 24,7 Milliarden US-Dollar investiert – ein Rückgang von 14,9 Prozent gegenüber Q2, aber ein Plus von 64,9 Prozent gegenüber Q3 2025. Die Zahl der Transaktionen sank gegenüber dem Vorquartal um 10,5 Prozent auf 864 Deals, lag damit aber weiterhin 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

(c) Venionaire Capital

13,9 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 56,2 Prozent des gesamten investierten Kapitals entfielen dabei im dritten Quartal auf Late-Stage-Finanzierungen. Seed- und Angel-Runden stellten mit 521 Deals zwar weiterhin mehr als 60 Prozent aller Transaktionen, machten mit 1,8 Milliarden US-Dollar jedoch lediglich 7,4 Prozent des investierten Kapitals aus. Und ein weiteres spannendes statistisches Detail: Sowohl Deutschland (6,1 Milliarden US-Dollar) als auch Frankreich (5 Milliarden) überholten beim Dealvolumen im dritten Quartal das Vereinigte Königreich (4,9 Milliarden). Herausstechend waren dabei die Investments für Mistral AI mit 3,5 Milliarden US-Dollar, Helsing mit 1,8 Milliarden US-Dollar und Quantum Systems mit 1,2 Milliarden US-Dollar.

Venionaire-Chef Berthold Baurek-Karlic kommentiert: „Der europäische Venture-Markt entwickelt sich zunehmend auf zwei unterschiedlichen Bahnen. An der Spitze zeigt Europa eine größere Bereitschaft, strategische Technologien in großem Maßstab zu finanzieren, insbesondere in den Bereichen KI, Verteidigung und DeepTech. Europa wird immer besser darin, seine stärksten Unternehmen in großem Maßstab zu finanzieren, während die Finanzierung in der Frühphase nach wie vor eine größere Herausforderung darstellt.“ Das vierte Quartal werde „turbulent“. „Wir erwarten, dass zum Jahresabschluss jede Investorin und jeder Investor noch versuchen wird, Deals zu finalisieren.“

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