05.06.2018

Tesla Model 3: Rund ein Viertel der Vorbesteller will Geld zurück

Das Model 3 von Tesla kann seit rund zwei Jahren vorbestellt werden. Um auf die lange Warteliste zu gelangen, ist eine Anzahlung von 1.000 US-Dollar nötig. Nun hinkt Tesla mit der Produktion nach. Die Folge: 23 Prozent der Vorbesteller wollen ihr Geld zurück.
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Tesla - Tesla-Quartalszahlen
(c) Tesla: Modell 3

Es ist zwei Jahre her, dass Tesla damit begonnen hat, Bestellungen für das Model 3 anzunehmen. Rund 450.000 Personen haben die dafür nötige Anzahlung von 1000 US-Dollar geleistet und sich auf die lange Warteliste setzen lassen. Das Model 3 ist das bislang günstigste Tesla-Gefährt und kostet in der Standard-Variante 35.000 US-Dollar. Die Long-Range-Battery-Version gibt es für 44.000 Dollar. Jedoch haben Produktionsprobleme zu extrem langen Wartezeiten geführt – das habe viele Vorbesteller (rund 23 Prozent) abgeschreckt, wie das Analyseunternehmen Second Measure verkündet. Hochgerechnet geht es also zumindest um eine neunstellige US-Dollar-Summe, die Tesla rücküberweisen muss.

+++ Model 3 vorgestellt – bereits über 270.000 Reservierungen +++ 

Tesla Model 3: Nur knapp über 8000 Fahrzeuge im letzten Quartal ausgeliefert

Second Measure arbeitet bei seiner Analyse mit anonymisierten Kreditkartenabrechnungen und leitet daraus Erkenntnisse ab. Demnach gab es im April die meisten Rückerstattungen. Sieht man sich das letzte Quartal an, so stellt man fest, dass Tesla in dieser Zeit bloß 8.180 Stück des Model 3 ausliefern konnte. Seit dem Verkaufsstart im September des Vorjahres waren es rund 32.000 Fahrzeuge, die den Weg zu ihren Besitzern gefunden haben.

Hohe „Schwarzmarkt-Preise“

Als Reaktion auf die Second-Measure-Meldung gab Tesla über Recode bekannt, dass sich die firmeninternen Daten nicht mit der Einschätzung der Analysefirma decken. Weitere Erklärung zu den Rückerstattungen wollte das Unternehmen aber nicht abgeben. In Europa ist das Fahrzeug bislang noch nicht erhältlich (wird für 2019 erwartet), sorgt aber laut Medienberichten auf dem „grauen Markt“ für hohe Preise. Tesla-Angestellte, die bereits das Model 3 besitzen, könnten es demnach für 100.000 bis 130.000 US-Dollar verkaufen.


⇒ Hier kann man sich für das Model 3 voranmelden

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Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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