13.04.2018

Startup Monitor: Schon mehr als 400 Teilnehmer bei AustrianStartups-Befragung

Eine umfassende Abbildung der österreichischen Startup-Landschaft ist das Ziel. Mit bislang mehr als 400 Teilnehmern ist der Startup Monitor von AustrianStartups, AIT und WU Gründunszentrum auf einem guten Weg. Die Frist wurde bis 17. April verlängert.
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Austrian Startup Monitor

„Mittlerweile haben schon mehr als 400 Startups aus ganz Österreich an der Befragung teilgenommen. Das ist beachtlich. Aber ich bin mir sicher da draußen gibt es noch das eine oder andere Startup mit spannendem Input, das bisher noch keine Zeit gefunden hat. Deshalb gibt’s eine zweite Chance bis zum 17. April – damit auch wirklich jedes Startup in Österreich gehört wird“, sagt AustrianStartups-Chef Markus Raunig. Ursprünglich sollte die Befragung zur Studie „Austrian Startup Monitor“, die gemeinsam mit AIT und WU Gründungszentrum durchgeführt wird, bis zum 8. April dauern. Das war durchaus ein enger Zeitplan, wurde die Befragung doch erst am 20. März publik gemacht.

+++ Neues Konzept, neues Logo – AustrianStartups wird “generalüberholt” +++

19 Minuten für mehr politischen Einfluss

Beim Austrian Startup Monitor ginge es darum, das österreichische Startup-Ökosystem besser zu erfassen, zu verstehen und zu unterstützen, heißt es von AustrianStartups, das zugleich mit der Ankündigung einen Relaunch durchführte. Durch die Involvierung von zahlreichen großen öffentlichen Institutionen (Wirtschaftsministerium, Infrastrukturministerium, FFG, AWS, IV, WKO, WKW, Wirtschaftsagentur, Rat für Forschung & Technologieentwicklung) sei gesichert, dass diese Daten nur einmal jährlich erhoben werden müssen und auch direkten Einfluss auf politische Entscheidungsfindung haben. Die Ergebnisse der Befragung werden dann in einem großen Report im Sommer veröffentlicht. Durchschnittlich 19 Minuten dauere es, den Online-Bogen auszufüllen.

Hansmann und Holle zum Austrian Startup Monitor

Neben Institutionen stellen sich auch Größen aus der Investorenszene hinter das Projekt. „Der Austrian Startup Monitor ist ein wichtiger Schritt, um endlich ein fundiertes Bild der österreichischen Gründer-Szene zu erhalten und Probleme von Startups auch auf politischer Ebene sichtbarer zu machen. Umso wichtiger ist es jetzt, dass auch wirklich jeder Startup-Gründer daran teilnimmt und seine Meinung einbringt“, schreibt etwa Hansi Hansmann auf Facebook. „Der Austrian Startup Monitor ist eine ganz wesentliche Initiative, um die Diskussion über Startups und Digitalisierung auf eine rationale und fakten-basierte Grundlage zu stellen. Abseits des medialen Hypes, aber auch des pauschalen Achselzuckens vieler Entscheidungsträger in Österreich, entsteht hier die zukünftige unternehmerische Infrastruktur unseres Landes. Der Monitor schafft hier Sichtbarkeit und Transparenz und das ist sehr gut so“, schreibt Speedinvest-Chef Oliver Holle.

⇒ Zur Befragung

⇒ offizielle Page zur Studie

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Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger
Vl. A1-CCO Martin Resel und IBM-Österreich-Chef Marco Porak | © A1/APA/Hörmandinger

Dass für Unternehmen kein Weg mehr an Agentic AI vorbeiführt, ist mittlerweile ein Gemeinplatz. Dass eine sichere und konforme Umsetzung davon nicht so einfach ist, ebenfalls. „Für KI im Unternehmenskontext gelten andere Spielregeln als im privaten Bereich. Ich spreche hier besonders von souveräner KI“, sagt Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei einem gemeinsamen Pressetermin mit A1 und dessen Cloud-Tochter Exoscale. Mit einer gemeinsamen Plattform, die IBM watsonx auf A1 Exoscale bringt, will man Unternehmenskunden gemeinsam eine sichere und digital souveräne Lösung bieten.

„Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur“

Denn Schatten-KI, also die Nutzung privater bzw. vom Unternehmen nicht genehmigter KI-Anwendungen durch Mitarbeiter:innen, sei ein echtes Sicherheitsrisiko, betont Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 und CCO Enterprise. „Unternehmen können es sich nicht leisten, KI nicht zu nutzen. Da geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Alles muss effizienter werden, etwa auch in der Verwaltung. Wenn man dann aber Daten global findet, die eigentlich nicht global gespeichert werden sollten, ist das ein Problem“, sagt Resel.

Für viele A1-Unternehmenskunden und auch für A1 selbst sei das besonders relevant. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Viele hochsensible Daten laufen auf unseren Netzen. Wir haben nicht nur Unternehmen aller Größen als Kunden, sondern zum Beispiel auch Ministerien“, sagt der A1-CCO. Gerade in der aktuellen geopolitischen Situation müssten sich Österreich und ganz Europa daher souverän aufstellen.

Orchestrierte KI-Agenten mit klaren Regeln und voller Transparenz

Und wie macht das die gemeinsame Plattform? „Ich bin mir bewusst, dass ich Repräsentant eines amerikanischen Unternehmens bin“, räumt Marco Porak ein. IBM habe aber nach nicht weniger als 98 Jahren am österreichischen Markt ein anderes Standing, als etwa die US-Hyperscaler. Warum? „IBM hat seit jeher das Prinzip, dass Kundendaten Kundendaten sind und die Architektur vom Kunden bestimmt wird“, so Porak. Und: „Globale Innovation und lokale Kontrolle widersprechen einander nicht.“ Genau so sei es auch bei watsonx. Kunden können dort entscheiden, welche KI-Modelle genutzt werden und wo die Daten liegen. Die Bandbreite geht dabei von lokal gehosteten On-Premise-Lösungen über europäische bzw. Open-Source-Modelle auf europäischen Servern bis zu Frontier-Modellen in Datencentern der US-Hyperscaler.

Konkret greift das System auf eine Vielzahl an Large Language Models (LLMs) und Agentic-Modelle zurück und orchestriert KI-Agenten, um Tasks zu erfüllen. Die dazugehörige Governance-Plattform ermöglicht nicht nur das Festlegen der Regeln dafür, sondern bietet auch jederzeit komplette Transparenz, um jeden Arbeitsschritt und die dafür genutzten Modelle nachvollziehen zu können. Für Martin Resel ist dabei ebenfalls klar: „Dass alles, was aus Asien oder Amerika kommt böse ist, sehen wir nicht so. Wichtig ist die Wahlfreiheit.“ Die Plattform sei daher offen für sämtliche Modelle.

„Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“

Je nach Usecase und dem damit verbundenen Sicherheits-Level der Daten seien unterschiedliche LLMs und Speicherorte sinnvoll. „Wir folgen einer sehr strikten Datenklassifizierung – selber und auch für unsere Kunden“, sagt Resel. Nach dieser erfolge die Entscheidung, welche Modelle genutzt werden können. Gleichzeitig optimiere die Plattform durch die passende Modell-Auswahl auch den Token-Verbrauch. „Das kann sonst bekanntlich schnell teuer werden“, sagt der A1-CCO.

A1 bietet seinen Enterprise-Kunden nicht nur Zugang zur Plattform, sondern auch begleitende Services, um diese aufzusetzen. Mit den europäischen Datencentern der Tochter Exoscale kommt noch das Angebot der souveränen Cloud im eigenen Land hinzu.

Wie watsonx für A1 und seine Kunden konkret funktioniert, zeigt Exoscale-KI-Experte Christos Kapodistrias beim Pressetermin vor. In seinem Beispiel arbeiteten nicht weniger als 14 KI-Agenten orchestriert zusammen, um eine optimale Vorbereitung auf ein Kundengespräch zu erstellen. „Diesen Usecase nutzen wir auch selber“, erklärt der Experte und zeigt die verschiedenen Sicherheits- und Kontrollmechanismen ebenso wie die Nachvollziehbarkeit über die Governance-Plattform. Marco Porak merkt dazu an: „Man sieht, es gibt mehrere Checkpoints im Prozess, der ‚Human in the Loop‘ bleibt erhalten.“ Denn es gehe eben darum, Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

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