13.01.2026
PERSONALIE

Prewave: Lisa Smith zieht sich aus der Geschäftsführung zurück

Das Wiener Lieferketten-Scaleup Prewave gibt heute eine bedeutende Personalentscheidung bekannt: Lisa Smith tritt aus der Geschäftsführung zurück. Die Hintergründe erläuterte sie in einem Brief an das Team, der brutkasten vorliegt.
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Prewave
(c) Prewave - Lisa Smith und Harald Nitschinger von Prewave.

Als Co-CEO an der Seite von Harald Nitschinger hatte Lisa Smith maßgeblich zum Wachstum vom Wiener Scaleup Prewave beigetragen: Unter ihrer Führung wurden eine Serie-A-Finanzierung von elf Millionen Euro sowie eine Serie-B-Runde über 63 Millionen Euro abgeschlossen. 

Änderungen auf Führungsebene

Wie aus dem Brief herauszulesen ist, entschieden Smith und ihr Co-Founder gemeinsam, dass es für das Unternehmen am besten sei, wenn sie sich künftig ausschließlich auf den öffentlichen Sektor konzentriere. Nitschinger übernimmt ab sofort die alleinige CEO-Rolle.

Trotz ihres Rückzugs aus der operativen Geschäftsführung bleibt Smith als Vorsitzende des Aufsichtsrats und Mitglied des Leadership-Teams aktiv. Auch die enge Zusammenarbeit mit Nitschinger soll wie gehabt fortgeführt werden.

Zunehmende Bedeutung des öffentlichen Sektors

Der Schritt hängt laut Statement von Smith eng mit der wachsenden Bedeutung des öffentlichen Sektors zusammen. Das 2017 gegründete Unternehmen nutzt eine KI-gestützte Plattform, die Millionen Online-Quellen analysiert, um Risiken in Lieferketten frühzeitig zu erkennen. Unternehmen erhalten entsprechende Risikowarnungen, um Probleme mit ihren Lieferanten zu lösen und Unterbrechungen zu minimieren.

Im vergangenen Jahr hat Prewave zudem eine strategische Neuausrichtung vorgenommen. Das Unternehmen konzentriert seine Lösung seither stärker auf Nachhaltigkeit und Resilienz im Rahmen eines ganzheitlichen Risikomanagements, um den wachsenden Unsicherheiten in beiden Bereichen Rechnung zu tragen. Teil dieser Anpassung war auch der Abbau von rund acht Prozent der Belegschaft (brutkasten berichtete).

„Turbulente Zeiten“

“Lieferketten sind zu Instrumenten des Einflusses in internationalen Machtkonflikten geworden, und die Resilienz von Lieferketten hat sich von einem Thema privater Unternehmen zum Schutz ihrer operativen Tätigkeiten hin zu einem Thema von Staaten zum Schutz ihrer nationalen Sicherheit entwickelt”, schreibt Smith in ihrem Brief.

Prewave habe daher bereits im vergangenen Jahr begonnen, Daten und Technologie für den öffentlichen Sektor zugänglich zu machen. “Wenn wir auf die globalen Entwicklungen blicken, ist klar geworden, dass dieser Bereich nun die dedizierte Aufmerksamkeit einer Gründerin bzw. eines Gründers erfordert”, schreibt sie weiter. “Ich bin überzeugt, dass Prewave durch die Bereitstellung unserer Technologie für öffentliche Institutionen in diesen turbulenten Zeiten einen enorm wichtigen Beitrag leisten kann.”

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Fünf der RBI Global FinTech Scouts gaben uns Einblicke in die aktuellen globalen FinTech-Trends (vl.): Vel Vasic, Aditi Subbarao, Ken Thomas, Scarlett Sieber und Nnanna Ijezie | (c) brutkasten / Dervisevic
Fünf der RBI Global FinTech Scouts gaben uns Einblicke in die aktuellen globalen FinTech-Trends (vl.): Vel Vasic, Aditi Subbarao, Ken Thomas, Scarlett Sieber und Nnanna Ijezie | (c) brutkasten / Dervisevic

„Die große Stärke des Programms ist Neugier. Es geht darum, das Beste aus der ganzen Welt zusammenzutragen und dann zu nutzen“, sagt Aditi Subbarao, Enterprise Account Director beim US-AI-Data-Cloud-Anbieter Snowflake, im Gespräch mit brutkasten. Sie spricht über das Global FinTech-Scouts Program der Raiffeisen Bank International (RBI), für das sie seit dem Start vergangenes Jahr als Expertin fungiert. Ziel ist es, die wichtigsten Erkenntnisse im FinTech-Bereich von globalen Top-Expert:innen zusammenzutragen und für die gesamte RBI-Gruppe – und damit im ganzen CEE-Raum – nutzbar zu machen.

Im Mai holte die RBI ihre „Scouts“ wieder nach Wien. Brutkasten war vor Ort und bat fünf der Expert:innen, darunter auch Subbarao um ihre Einschätzung zu den aktuell wichtigsten FinTech-Trends.

1. KI-Agenten und die notwendige Datenstrategie

KI-Agenten seien aktuell wenig überraschend das dominierende Thema in den Führungsetagen der Finanzwelt, erklärt Aditi Subbarao. Dabei gehe es um die effiziente und sichere Umsetzung. Und diese sei an strenge technologische Voraussetzungen geknüpft: „Ohne eine solide Datenstrategie gibt es keine KI-Strategie. Unternehmen werden von KI-Agenten nicht profitieren, solange ihre zugrunde liegenden Daten nicht robust und KI-fähig sind“.

Zusätzlich zur Datenqualität sei die Sicherheit der Systeme entscheidend. Subbarao warnt vor unregulierten Modellen: „Selbst bei einer optimalen Datenbasis können ohne sichere, regulierte KI-Agenten mit angemessenen Leitplanken nicht die zuverlässigen und richtlinienkonformen Ergebnisse erzielt werden, die man für seine Kunden will“.

2. Web3 und Payments wachsen zusammen

Ein grundlegender Wandel vollzieht sich auch in der Infrastruktur digitaler Transaktionen, erklärt Vel Vasic, CEO des in Singapur ansässigen FinTech-Venture-Studios OTLRS. Er beobachtet eine zunehmende Verschmelzung etablierter Systeme: „Wir erleben derzeit, wie der traditionelle Zahlungsverkehr und Web3, die früher völlig getrennte Welten waren, konvergieren“.

Die Integration gehe dabei in beide Richtungen. „Zahlreiche Anbieter digitaler Vermögenswerte betrachten den Zahlungsverkehr mittlerweile als zentralen Bestandteil der Customer Journey“, führt Vasic aus. Er prognostiziert für die Branche eine weitreichende Veränderung: „In den kommenden zehn Jahren wird sich dies in Kombination mit künstlicher Intelligenz zu einem nahtlosen Omnichannel-Erlebnis für digitale Zahlungen entwickeln“.

3. Identitätsprüfung im Zeitalter von KI-Betrug

Die schnelle Verbreitung von künstlicher Intelligenz bringt auch neue Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit mit sich. Für Scarlett Sieber, Chief Strategy and Growth Officer beim New Yorker FinTech-Konferenzveranstalter Money20/20, rücken defensive Strategien in den Fokus. „Mein Hauptinteresse gilt der Rolle von Betrug und Identitätsprüfung im Kontext von künstlicher Intelligenz“, erklärt Sieber.

Sie sieht dabei einen direkten Zusammenhang zwischen technologischer Entwicklung und Cyber-Kriminalität: „Mit dem Aufstieg der KI verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg von Betrugsfällen. Infolgedessen spielt die eindeutige Identitätsfeststellung eine wichtigere Rolle als jemals zuvor“.

4. Hyperpersonalisierung durch „Context Pulling“

Im Bereich der Kundenbindung verändert sich die Art und Weise, wie Finanzprodukte angeboten werden, erklärt Ken Thomas, Principal beim Londoner VC BackFuture. Er identifiziert einen Wandel in der Kundenansprache: „Der übergreifende Trend, den ich derzeit beobachte, ist die Hyperpersonalisierung und deren Wechselwirkung mit Banking“.

Die Strategie wandelt sich von traditionellen Marketingmethoden hin zu einer situativen Ansprache: „Wir nennen das ‚Context Pulling‘ anstelle von ‚Product Push‘. Anstatt eine statische Menge an Rewards anzubieten, geht es nun vielmehr darum, den Kunden die richtigen Rewards zur exakt richtigen Zeit zukommen zu lassen, um so die Interaktion und das Engagement zu steigern“.

5. Besserer Zugang zum US-Dollar

Nnanna Ijezie, Product Manager bei Booking.com in Amsterdam, sieht eine starke Nachfrage im Fremdwährungsbereich: „Wir beobachten weltweit einen wachsenden Zugang zum US-Dollar“.
Dieser Trend wird maßgeblich von neuen Marktteilnehmern getrieben. „Startups, FinTechs und Banken arbeiten daran, immer mehr Menschen einen einfacheren, schnelleren und kostengünstigeren Zugang zu dieser Währung zu ermöglichen“, so Ijezie.

Dabei kommen auch neue Technologien zum Einsatz: „Eine der populärsten Methoden, über die derzeit alle sprechen, sind Stablecoins, doch das zugrunde liegende Bedürfnis bleibt, der breiten Masse einen effizienteren Zugang zum US-Dollar zu verschaffen“.

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