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Das in Wien gegründete Kinderfahrrad-Scaleup woom schreibt 2024 einen Verlust von über 16 Millionen Euro. Das besagt die im Konzernabschluss des Unternehmens veröffentlichte Gewinn- und Verlustrechnung, die im Firmenbuch einzusehen ist. CEO Bernd Hake spricht von 2024 als „Jahr der Konsolidierung“ und sieht 2025 bislang als „das stärkste Halbjahr der Unternehmensgeschichte“.
Umsatzrekorde verzeichnet
Der Umsatz der onewoom GmbH stieg von 112 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 116 Millionen Euro im Jahr 2024. Im April dieses Jahres sprach man bereits von einem Quartalshoch mit 44 Millionen Euro im Q1/2025, im ersten Halbjahr 2025 steigerte man den Umsatz auf 90,1 Millionen Euro – brutkasten berichtete. Bereits 2022 konnte woom erstmals die 100-Millionen-Euro-Umsatz-Marke knacken – pünktlich zum zehnjährigen Firmenbestehen (brutkasten berichtete).
Überbestände abgebaut, Rückkehr zum „gewohnten Niveau“
Die Umsatz- und Verlustzahlen gehen aus dem im Firmenbuch veröffentlichen Konzernabschluss hervor. Das Scaleup hatte während der Corona-Pandemie eine außergewöhnlich hohe Nachfrage verzeichnet.
„Im Berichtsjahr 2024 konnten die akkumulierten Überbestände sukzessive abgebaut werden, und die Frequenz von Verkaufsförderungsmaßnahmen sowie Rabattaktionen kehrte zu einem gewohnten Niveau zurück“, erklärte die Geschäftsführung im Lagebericht. Auch mehrere Medien berichteten darüber. Das Scaleup baute sowohl Lagerstände als auch Belegschaft ab.
CEO Bernd Hake: „2024 stand für uns im Zeichen der Konsolidierung“
Brutkasten bat woom um ein Statement zum Lagebericht. CEO Bernd Hake resümiert das vergangene Geschäftsjahr 2024 wie folgt:
„Das Jahr 2024 stand für uns im Zeichen der Konsolidierung – mit dem Fokus auf Kernmärkte, dem Abbau zu hoher Bestände und einem Wechsel in der woom-Geschäftsführung. Im Sinne der notwendigen Investitionen in neue Märkte, eines umfassenden Effizienzprogramms und der Reduktion von Fixkosten haben wir die Basis für nachhaltiges Wachstum geschaffen.“
„Der nachhaltige Turnaround ist gelungen“
Auf die laufende Geschäftsperiode 2025 blickt Hake positiv – und erkennt Erfolg in der Maßnahmensetzung:
„2025 zeigt sich nun der Erfolg dieser Maßnahmen: Der nachhaltige Turnaround ist gelungen, wir arbeiten profitabel und konnten das stärkste Halbjahr der Unternehmensgeschichte verzeichnen“, so der CEO gegenüber brutkasten.
Bis Ende August 2025 soll woom 305.000 Räder verkauft haben – im Vorjahreszeitraum waren es noch 245.000. Der Umsatz lag Ende des Sommers 2025 bei 111 Millionen Euro, „was einem Plus von 34 Prozent entspricht“, so Hake. Er gewährt weiteren Einblick in aktuelle Geschäftszahlen:
„Bereits Ende September haben wir mit 117 Millionen Euro den gesamten Jahresumsatz von 2024 überschritten. Dieses Wachstum gelingt in einem nach wie vor rückläufigen Fahrradmarkt und in einer weiterhin herausfordernden Branche.“
„Positives EBITDA auf Konzernebene“ zu erwarten
Das Scaleup blickt außerdem einem hoffentlich lukrativen Weihnachtsgeschäft entgegen. Hake erwartet ein „positives EBITDA auf Konzernebene“:
„Auch wenn das Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal noch entscheidend ist, blicken wir äußerst zuversichtlich auf ein sehr erfolgreiches Gesamtjahresergebnis und erwarten ein positives EBITDA auf Konzernebene für 2025. Zudem steht der Launch einer Produktinnovation in einer völlig neuen Produktkategorie bevor, die unser Marktpotenzial nochmals deutlich vergrößern wird.“
Investoren aus Luxemburg und Hongkong
Das Scaleup, das seinen Hauptsitz im 19. Wiener Gemeindebezirk meldet, wird aktuell von Bernd Hake geführt. Gegründet wurde woom im Jahr 2013 von Marcus Ihlenfeld und Christian Bezdeka in einer Währinger Garage. Beide Co-Founder sind nach wie vor am Unternehmen mit je 18,68 Prozent beteiligt. Unter den Investoren befindet sich unter anderem der luxemburgische Fonds PE Fund Bregal mit 33,2 Prozent. Auch die Hongkonger Jebsen Group ist bei woom seit 2023 investiert – mit 15,3 Prozent.





