09.09.2025
ÜBERNAHME

fonio.ai: Wiener KI-Startup übernimmt Linzer Telefonassistenten fluently

Das Wiener KI-Startup fonio.ai hat den Linzer Telefonassistenten fluently im Rahmen eines Asset-Deals übernommen. Mit dieser Transaktion möchten die Wiener ihre Position im Bereich KI-gestützter Telefonlösungen weiter ausbauen.
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fonio.ai
© Kurt Keinrath - (v.l.) Matthias Reiner, Moritz Weibold und Daniel Keinrath.

Das Wiener KI-Startup fonio.ai hat im Juni des heurigen Jahres mit seinem KI-Telefonassistenten die 1.000-Kunden-Schwelle durchbrochen – brutkasten berichtete (heute liegt man nach eigenen Angaben bei rund 2.000 Kunden). Zwei Monate danach gab man an, bei befriedigenden Ergebnissen für Kunden und Endkund:innen eine Erfolgsquote von rund 85 Prozent zu erreichen. Etwa vier von fünf Anrufen konnten demnach zu dem Zeitpunkt vollständig und korrekt von der KI gelöst werden. Nun übernimmt man den Linzer Telefonassistenten fluently im Rahmen eines Asset-Deals.

fonio.ai mit Early-Mover-Vorteil

„KI-Telefonassistenten sind eine der naheliegendsten Anwendungen im KI-Zeitalter und wir hatten das Glück, im DACH-Raum sehr früh gestartet zu sein. Das hat uns in den vergangenen Monaten enorm viel Momentum gebracht. Der Deal mit fluently ist ein großer Schritt vorwärts. Wir gehen davon aus, dass es zu vielen Konsolidierungen kommen wird“, sagt Daniel Keinrath, CEO und Mitgründer von fonio.ai.

Hohes Tempo

Fluently wurde aus der Linzer Digitalagentur softwarebude.at heraus gegründet und entwickelte sich zu einer Marke für KI-gestützte Telefonie in Österreich. Mit rund 450 Kund:innen zählte fluently zu den bedeutendsten Mitbewerbern von fonio.ai.

„Wir haben uns für den Verkauf entschieden, weil wir unsere erfolgreiche Digitalagentur weiter voranbringen wollen. Fluently parallel auszubauen, hätte bedeutet, unseren gesamten Fokus ins KI-Geschäft zu verlagern. Bei der Geschwindigkeit, mit der sich Technologie und Markt gerade entwickeln, und dem Tempo von fonio.ai, wäre das für uns kaum machbar gewesen“, gesteht Moritz Weibold, Gründer von fluently.

Durch den Asset-Deal werden die Linzer nun Teil von fonio.ai. Gleichzeitig bleibt softwarebude.at als Agentur eigenständig bestehen und wird ihre Kund:innen innerhalb der Infrastruktur von fonio.ai betreuen. Darüber hinaus wird sie künftig als Partner eng mit fonio.ai zusammenarbeiten, dessen KI vertreiben und individuelle Automatisierungen und Integrationen entwickeln – beispielsweise die Anbindung von fonio.ai an Systeme wie HubSpot, Salesforce oder SAP.

fonio.ai: 800.000 Anrufe pro Monat

Fonio.ai automatisiert mittlerweile monatlich rund 800.000 Anrufe, mit einem Team von acht Mitarbeiter:innen. Bei einem monatlichen Wachstum von rund 30 Prozent sei man auf Kurs, bis Jahresende zwischen 5.000 und 8.000 Kund:innen zu erreichen.

„Der Markt für KI-Telefonassistenten entsteht gerade erst. Fonio.ai gestaltet ihn als Marktführer im DACH-Raum mit“, resümiert Keinrath. „Nun bereiten wir die Expansion darüber hinaus vor, mit dem klaren Ziel, auch international zu gewinnen. Wir wollen zeigen, dass man aus Österreich heraus einen internationalen Player aufbauen kann.“

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„Die große Stärke des Programms ist Neugier. Es geht darum, das Beste aus der ganzen Welt zusammenzutragen und dann zu nutzen“, sagt Aditi Subbarao, Enterprise Account Director beim US-AI-Data-Cloud-Anbieter Snowflake, im Gespräch mit brutkasten. Sie spricht über das Global FinTech-Scouts Program der Raiffeisen Bank International (RBI), für das sie seit dem Start vergangenes Jahr als Expertin fungiert. Ziel ist es, die wichtigsten Erkenntnisse im FinTech-Bereich von globalen Top-Expert:innen zusammenzutragen und für die gesamte RBI-Gruppe – und damit im ganzen CEE-Raum – nutzbar zu machen.

Im Mai holte die RBI ihre „Scouts“ wieder nach Wien. Brutkasten war vor Ort und bat fünf der Expert:innen, darunter auch Subbarao um ihre Einschätzung zu den aktuell wichtigsten FinTech-Trends.

1. KI-Agenten und die notwendige Datenstrategie

KI-Agenten seien aktuell wenig überraschend das dominierende Thema in den Führungsetagen der Finanzwelt, erklärt Aditi Subbarao. Dabei gehe es um die effiziente und sichere Umsetzung. Und diese sei an strenge technologische Voraussetzungen geknüpft: „Ohne eine solide Datenstrategie gibt es keine KI-Strategie. Unternehmen werden von KI-Agenten nicht profitieren, solange ihre zugrunde liegenden Daten nicht robust und KI-fähig sind“.

Zusätzlich zur Datenqualität sei die Sicherheit der Systeme entscheidend. Subbarao warnt vor unregulierten Modellen: „Selbst bei einer optimalen Datenbasis können ohne sichere, regulierte KI-Agenten mit angemessenen Leitplanken nicht die zuverlässigen und richtlinienkonformen Ergebnisse erzielt werden, die man für seine Kunden will“.

2. Web3 und Payments wachsen zusammen

Ein grundlegender Wandel vollzieht sich auch in der Infrastruktur digitaler Transaktionen, erklärt Vel Vasic, CEO des in Singapur ansässigen FinTech-Venture-Studios OTLRS. Er beobachtet eine zunehmende Verschmelzung etablierter Systeme: „Wir erleben derzeit, wie der traditionelle Zahlungsverkehr und Web3, die früher völlig getrennte Welten waren, konvergieren“.

Die Integration gehe dabei in beide Richtungen. „Zahlreiche Anbieter digitaler Vermögenswerte betrachten den Zahlungsverkehr mittlerweile als zentralen Bestandteil der Customer Journey“, führt Vasic aus. Er prognostiziert für die Branche eine weitreichende Veränderung: „In den kommenden zehn Jahren wird sich dies in Kombination mit künstlicher Intelligenz zu einem nahtlosen Omnichannel-Erlebnis für digitale Zahlungen entwickeln“.

3. Identitätsprüfung im Zeitalter von KI-Betrug

Die schnelle Verbreitung von künstlicher Intelligenz bringt auch neue Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit mit sich. Für Scarlett Sieber, Chief Strategy and Growth Officer beim New Yorker FinTech-Konferenzveranstalter Money20/20, rücken defensive Strategien in den Fokus. „Mein Hauptinteresse gilt der Rolle von Betrug und Identitätsprüfung im Kontext von künstlicher Intelligenz“, erklärt Sieber.

Sie sieht dabei einen direkten Zusammenhang zwischen technologischer Entwicklung und Cyber-Kriminalität: „Mit dem Aufstieg der KI verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg von Betrugsfällen. Infolgedessen spielt die eindeutige Identitätsfeststellung eine wichtigere Rolle als jemals zuvor“.

4. Hyperpersonalisierung durch „Context Pulling“

Im Bereich der Kundenbindung verändert sich die Art und Weise, wie Finanzprodukte angeboten werden, erklärt Ken Thomas, Principal beim Londoner VC BackFuture. Er identifiziert einen Wandel in der Kundenansprache: „Der übergreifende Trend, den ich derzeit beobachte, ist die Hyperpersonalisierung und deren Wechselwirkung mit Banking“.

Die Strategie wandelt sich von traditionellen Marketingmethoden hin zu einer situativen Ansprache: „Wir nennen das ‚Context Pulling‘ anstelle von ‚Product Push‘. Anstatt eine statische Menge an Rewards anzubieten, geht es nun vielmehr darum, den Kunden die richtigen Rewards zur exakt richtigen Zeit zukommen zu lassen, um so die Interaktion und das Engagement zu steigern“.

5. Besserer Zugang zum US-Dollar

Nnanna Ijezie, Product Manager bei Booking.com in Amsterdam, sieht eine starke Nachfrage im Fremdwährungsbereich: „Wir beobachten weltweit einen wachsenden Zugang zum US-Dollar“.
Dieser Trend wird maßgeblich von neuen Marktteilnehmern getrieben. „Startups, FinTechs und Banken arbeiten daran, immer mehr Menschen einen einfacheren, schnelleren und kostengünstigeren Zugang zu dieser Währung zu ermöglichen“, so Ijezie.

Dabei kommen auch neue Technologien zum Einsatz: „Eine der populärsten Methoden, über die derzeit alle sprechen, sind Stablecoins, doch das zugrunde liegende Bedürfnis bleibt, der breiten Masse einen effizienteren Zugang zum US-Dollar zu verschaffen“.

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