29.07.2025
THE VIENNA AI COMPANY

KI für Autohäuser: Wiener Startup holt sechsstelliges Investment

Das erst im Juli gegründete Wiener Startup The Vienna AI Company entwickelt das KI-System Lisa, das Autohäuser in Service, Verkauf und Kundenkontakt unterstützt. Für die Verwirklichung des Projekts konnte sich das Wiener Startup ein sechsstelliges Investment sichern.
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Das Team von VAIC (c) VAIC

Ob Chatbots im Online‑Handel oder Predictive‑Analytics in der Produktion – Künstliche Intelligenz ist vielerorts längst Standard, doch in Autohäusern hat sie bislang kaum Fuß gefasst. Das Wiener Startup The Vienna AI Company möchte das ändern und entwickelt dafür die KI „Lisa“, die sich künftig „nahtlos in den Alltag von Autohäusern integrieren“ lassen soll.

Pilotprojekt gestartet

Ein Pilotprogramm der KI wird bereits jetzt im Autohaus Keglovits getestet. „Wir entwickeln die KI jetzt auch gemeinsam mit dem Autohaus, um genau zu wissen, was man braucht“, erklärt CEO Vladislav Smolyanoy im brutkasten-Gespräch.

Ein konkretes Anwendungsbeispiel wäre ein Termin zum Reifenwechseln: Wenn beispielsweise jemand am Wochenende einen Termin vereinbaren will, kann die KI im System alle relevanten Informationen aufrufen und den Termin vereinbaren.

Lisa basiert auf gängigen LLM-Systemen. „Wir bauen die Systeme aber so um, dass sie genau zu unserem Use Case passen. Das System lernt dann auch mit“, so Smolyanoy. Das konkrete Produkt soll im Herbst 2025 präsentiert und im Sommer 2026 gelauncht werden.

Sechsstelliges Investment

Für die Entwicklung der KI konnte das Startup insgesamt 200.000 Euro aufstellen. Die Finanzierungsrunde wurde von Roman Keglovits-Ackerer angeführt, der österreichischer Bundesinnungsmeister für die Kfz-Branche ist. Zudem sind weitere private Investoren aus dem Sektor beteiligt.

„Wir freuen uns auf die Partnerschaft mit dem Team und darauf, mit Lisa die Digitalisierung und Effizienz im Kfz-Gewerbe voranzutreiben“, betont Roman Keglovits-Ackerer. „Nach über 40 Jahren in der Branche sehe ich in Lisa das Potenzial, die gesamte Branche langfristig zu transformieren.“

Erleichtert Arbeitsabläufe

Die Funktionen von Lisa sollen interne Prozesse wie Service, Garantieabwicklung und Verkauf sowie das Kundenerlebnis verbessern – so soll Lisa durch ihre 24/7-Verfügbarkeit eine schnellere Beantwortung von Anfragen ermöglichen. Es sei lediglich eine kurze Einarbeitungsphase nötig, um vorhandene Daten zu erfassen. Lisa werde zudem branchenspezifisch trainiert und arbeite DSGVO-konform, um Datenschutz und Sicherheit zu gewährleisten.

„Wir wissen, dass Mitarbeiter in Autohäusern keine Zeit für monatelange Dateneingaben oder für das Erlernen neuer Systeme haben“, erklärt Vladislav Smolyanoy, Gründer von VAIC. „Für uns ist daher entscheidend, dass die Integration nahtlos und unkompliziert erfolgt, um die bestmögliche Erfahrung sicherzustellen.“

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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