06.02.2025
LAYOFF

refurbed kündigt Stellenabbau an: Rund 20 Prozent der Belegschaft betroffen

Der Wiener Online-Marktplatz für rundum erneuerte Produkte, refurbed, muss Stellen abbauen. Derzeit befinden sich die Gründer Peter Windischhofer und Kilian Kaminski in Gesprächen mit Mitarbeiter:innen.
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Das C-Level von refurbed | (c) refurbed

Das Wiener Scaleup refurbed hat am späten Donnerstagnachmittag einen Stellenabbau von rund 20 Prozent seiner Belegschaft bekannt gegeben. Die Entscheidung wurde sowohl in einem offiziellen Presse-Statement als auch in einem LinkedIn-Posting von Gründer und CEO Peter Windischhofer kommuniziert.

„Um die Effizienz des Unternehmens zu steigern, sehen wir leider die Notwendigkeit, unser Team zu verkleinern“, erklärt Windischhofer in der Pressemitteilung. „Indem wir schlanker und effizienter werden, wird es uns möglich sein, langfristig zu wachsen und unsere Mission zu erfüllen, nachhaltige Technologie zum Standard zu machen.“

Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen

Hintergrund für den Personalabbau sollen unter anderem die veränderten wirtschaftlichen, geopolitischen und regulatorischen Rahmenbedingungen, auf die das erst acht Jahre bestehende Unternehmen reagiert. Refurbed möchte mit dem Stellenabbau die Grundlage für beschleunigtes, nachhaltiges Wachstum in der Zukunft schaffen.

Die strategische Ausrichtung und Mission von refurbed soll trotz der Layoffs unverändert bleiben: Der Online-Marktplatz möchte sich laut eigenen Angaben weiterhin dafür einsetzen, durch runderneuerte und damit ressourcenschonende Technologieprodukte einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

„Diese Entscheidung fällt uns zwar schwer, macht uns aber zu einem stärkeren Unternehmen“, so Windischhofer weiter. „Wir sind zuversichtlich, dass diese Veränderungen es uns ermöglichen werden, in den kommenden Jahren weiter zu wachsen und noch mehr Impact zu erzielen.“

An Lösung für Mitarbeiter:innen wird gearbeitet

In seinem LinkedIn-Posting betonte Windischhofer zudem, dass es sich bei den betroffenen Kolleg:innen um „keine Bewertung ihres Talents“ handle. Das Unternehmen sei dankbar für die bisherige gemeinsame Arbeit, durch die refurbed zu einem Branchenprimus im Bereich nachhaltiger Technologie avanciert sei. Betroffenen werde Unterstützung bei der Suche nach neuen beruflichen Perspektiven angeboten, wie es von Seiten des Wiener Scaleups heißt.

Für eine Interviewanfrage standen die beiden Co-Founder Peter Windischhofer und Kilian Kaminski bis auf Weiteres nicht zur Verfügung. Dazu heißt es von Seiten der zuständigen Medienstelle: „Peter und Kilian sind aktuell weiter in internen Gesprächen mit den Mitarbeiter:innen und möchten sich vollends auf diese fokussieren.“

IPO-Experte neu an Bord

Erst Ende Jänner hatte das Unternehmen einen bedeutenden Neuzugang vermeldet: Mit Jan Kemper wurde ein ehemaliges Mitglied des Zalando-Vorstands in den Beirat von refurbed berufen. (brutkasten berichtete). Kemper bringt unter anderem Erfahrungen im Bereich von Börsengängen mit.

Ob sich refurbed mit dem jüngsten Stellenbau, den es selbst als „Effizienzsteigerungen“ bezeichnet, in Stellung für einen möglichen IPO bringen möchte, ist nicht bekannt. Auch wirtschaftliche Kennzahlen wurden nicht kommuniziert. Noch Ende Jänner gab das Unternehmen an „knapp 300 Mitarbeiter:innen“ zu beschäftigen. Vom Stellenbau wären somit um die 60 Personen betroffen.


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Biogena
© LinkedIn/Screenshot - Julia Hoffmann.

Julia Hoffmann übernimmt bei der Biogena Group als Chief Scientific Officer die wissenschaftliche Gesamtverantwortung. Bekannt gegeben hat die Personalie Biogena-Gründer Albert Schmidbauer in einem LinkedIn-Post: „Die nächste große Entwicklungsphase von Biogena beginnt mit einer Frage: Wie wird aus immer mehr Gesundheitswissen mehr Gesundheit für den einzelnen Menschen?“, fragt er.

KI soll bei Biogena gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen

Und gibt gleich die Antwort: Hoffmann soll künftig Forschung, Diagnostik, Evidence, Produktentwicklung und Gesundheitsbildung enger zusammenführen. Ziel ist es, individuelle Bedürfnisse besser zu erkennen, diagnostische Erkenntnisse in fundierte Empfehlungen zu übersetzen und darauf abgestimmte Inhalte zu entwickeln. Auch KI soll gezielt und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen.

Darauf aufbauend ließen sich Produkte, Anwendungen und persönliche Gesundheitsangebote gezielt auf den einzelnen Menschen abstimmen. Gleichzeitig soll Wissen so vermittelt werden, dass Menschen ihre Gesundheit besser verstehen und selbst aktiv und eigenverantwortlich gestalten können.

Female Longevity

Hoffmann trug seit neun Jahren Verantwortung in Geschäftsführungsfunktionen, seit fünf Jahren im Vorstand. „Ich habe erlebt, wie sie Ideen aufgreift, Menschen zusammenbringt und daraus etwas macht, das Bestand hat“, so Schmidbauer weiter. „Dass Julia Gesundheitswissen zu den Menschen bringen kann, zeigt bereits „The Wellbeing Code by BIOGENA“: kurz nach dem Start Platz 1 in den österreichischen Apple-Podcast-Charts im Themenbereich Gesundheit und Ernährung und bislang mehr als 85.000 Streams“, schreibt Schmidbauer.

Wie diese Verbindung von wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit konkret aussehen kann, zeigt auch Hoffmanns Fokus auf Frauengesundheit. Gemeinsam mit Patrick Bantsich, Mediziner mit einem Master of Science in Molekularer Medizin mit Fokus auf Prävention und Longevity, hat sie das Buch „Female Longevity“ verfasst, das im Jänner 2027 erscheint. Darin geht es um die Frage, wie Frauen ihre Gesundheit, Energie und Lebensqualität über alle Lebensphasen hinweg stärken können – und damit um einen Bereich, in dem wissenschaftliches Wissen unmittelbar in konkrete Orientierung für den Alltag übersetzt werden soll.

Biogena mit nächster Stufe

Für Schmidbauer markiert Hoffmanns Ernennung zugleich einen wichtigen nächsten Schritt für das Unternehmen: „Wir haben bei Biogena viel aufgebaut. Jetzt wollen wir die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und persönlicher Gesundheit auf die nächste Stufe bringen.“

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