Nächste Besetzung im Top-Management: N26 holt neuen Finanzchef
Die von den Österreichern Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründete Neobank N26 hat einen neuen Finanzchef gefunden. Arnd Schwierholz war zuvor unter anderem Chief Financial Officer (CFO) von Flixbus und Air Berlin.
Erst am gestrigen Donnerstag hatte die Berliner Neobank N26 die Ernennung eines neuen General Managers für die DACH-Region sowie für Nordeuropa kommuniziert. Nun folgt schon die nächste Neubesetzung im Top-Management: Arnd Schwierholz wird mit 1. Februar neuer Chief Financial Officer (CFO). Er kommt von der Venture-Capital-Gesellschaft Iconical, bei der er ebenfalls CFO und zudem Partner war.
Davor war er zwischen 2016 und 2021 Finanzchef des Flixbus-Mutterkonzerns Flix. Zum Mobilitätsanbieter war Schwierholz von der Fluglinie Air Berlin gekommen. Bei dieser war er ebenfalls CFO gewesen.
Vor seinem Wechsel zu Air Berlin hatte Schwierholz zwischen 2002 und 2014 unterschiedliche Führungspositionen bei der Lufthansa innegehabt. In den 1990ern hatte er zudem mehrere Jahre als Associate Director der Schweizer Großbank UBS gearbeitet.
Abgang von bisherigem N26-CFO war im Dezember bekannt geworden
Schwierholz folgt auf Jan Kemper, dessen Abgang im Dezember bekannt geworden war. Kemper war seit Mitte 2021 Finanzchef von N26 gewesen und hatte Anfang 2022 zusätzlich die Rolle des Chief Operating Officer (COO) übernommen. Kempers Ernennung Anfang 2021 war vielfach als Signal für eine Vorbereitung eines Börsengangs interpretiert worden. Ein solcher dürfte bei der Neobank in nächster Zeit aber nicht am Programm stehen.
Schwierholz ist die zweite Besetzung im Top-Management, die N26 diese Woche kommunziert hat. Die Neobank hat auch bereits Daniel Lappas als neuen General Manager für die DACH-Region und für Nordeuropa vorgestellt. Lappas kommt vom Online-Karriere-Netzwerk LinkedIn und hatte zuvor auch für die Boston Consulting Group (BCG) sowie für BMW gearbeitet. Seine Position bei N26 war längere Zeit unbesetzt gewesen, nachdem der Österreich Georg Hauer Mitte 2021 zum Münchner Startup HawkAI gewechselt war.
Produktseitig hat N26 hat vorige Woche sein in Kooperation mit Bitpanda umgesetztes Krypto-Angebot in Deutschland, der Schweiz und weiteren Märkten gestartet. In Österreich ist es bereits seit Oktober verfügbar.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten
Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.
Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.
GO SHANGHAI offen für alle Branchen
Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.
Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria
Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.
Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien
Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.
Fünf intensive Tage in Shanghai
Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.
Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent
GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:
Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
Bereits erfolgte Seed-Investition
Funktionierender Prototyp bzw. MVP
Einzigartiges Produkt oder Lösung
Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern
Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.
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