05.10.2022

Enteron: Startup baut Mini-Kläranlage für Yachten

Enteron möchte das Problem mit Schwarzwasser lösen.
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(c) enteron - Der enteron-Tank besteht aus drei Kammern.

Thomas Logisch und seine Kinder Josephine, Leonard und Jonas sind eine segelbegeisterte Familie und haben mit enteron die kleinste zertifizierte vollbiologische Mini-Kläranlage für Yachten und Hausboote entwickelt, wie der Founder erzählt.

Wie funktioniert enteron?

Es ist ein Thema, über das die meisten Wassersportler nicht gerne sprechen: das Abwasser an Bord. „Toilettenwasser, auch Schwarzwasser genannt, wird normalerweise in Tanks gesammelt. Oft werden noch Chemikalien dazugegeben, damit es an Bord nicht zu sehr riecht und unangenehm ist. Die Tanks sind allerdings schnell voll und müssen entleert werden. Doch leider passiert es oft, dass das Abwasser einfach ins umliegende Wasser oder ins Meer geleitet werden muss, da die Landentsorgung vielerorts fehlt oder nicht funktioniert.“

Die Familie Logisch hat das als klares Umweltproblem ausgemacht und will das nun ändern. Der enteron-Prozess ähnelt dem eines Darms und funktioniert vollbiologisch mit Bakterien und ohne Chemikalien.

Der Tank besteht aus drei Kammern und über die verschiedenen Stufen, wie z.B. Zerkleinerung der Feststoffe, Aufarbeitung des Abwassers durch Bakterien, Filterung und UV-Desinfektion, wird das Abwasser gereinigt. Am Ende des Prozesses entsteht sauberes Abwasser, dass alle Grenzwerte unterschreite und so in umliegende Gewässer eingeleitet werden könne.

USA im Blick

Erste Erfolge kann das Familienunternehmen bereits vorweisen, im nächsten Schritt soll in den USA der Markteintritt erfolgen.


Mehr dazu am Montag in der Höhle der Löwen: Weiters dabei: Ople Props, Triggid, BrunchBag und Taste Like.

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Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) | (c) Sandro Halank via Wikimedia Commons
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Im Vergleich zu Österreich hatte Deutschland die Nase bei Startup-Finanzierungen auch in Relation zur Gesamtbevölkerung zuletzt deutlich vorne. Im Vergleich zu den USA steht Österreichs großes Nachbarland aber vor demselben Problem, das auch hierzulande nur allzu gut bekannt ist: Während die Frühphasenfinanzierung im Land noch recht gut abgedeckt werden kann, sind die großen Kapitalbeträge für spätere Wachstumsphasen oft nur in Übersee zu holen – und das immer wieder in Verbindung mit einer Verlegung des Firmensitzes.

„Deutlich mehr privates Kapital“

„Mein Ziel ist, dass die Weltmarktführer von morgen in Deutschland gegründet werden und hier groß werden können“, sagte der deutsche Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil nun gegenüber der Nachrichtenagentur „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND) im Vorfeld eines Treffens mit der ostdeutschen Startup-Szene. Mit besseren steuerlichen Bedingungen für Startup-Investments wolle die deutsche Regierung daher dafür sorgen, „dass deutlich mehr privates Kapital in junge, innovative Unternehmen fließt“.

Zuletzt große Budget-Zusagen für staatliche Finanzierungsvehikel

Zudem sollen größere Startup-Finanzierungen durch deutsche Staatsfonds mehr privates Kapital mobilisieren. Dazu stehen mehrere Vehikel bereit, die zuletzt mitunter Budget-Zusagen im neun- bis zehnstelligen Bereich bekommen haben, etwa „Scale-up Direct“ von KfW Capital, für das bis Ende 2030 eine Milliarde Euro vorgesehen ist, womit Einzelinvestments bis zu 50 Millionen Euro umgesetzt werden können.

Beteiligungsfreibetrag in Österreich weiterhin nur am Wunschzettel

Wie die angedachten steuerlichen Begünstigungen konkret aussehen sollen, ist aktuell noch nicht bekannt. Ein typisches Modell wäre ein Beteiligungsfreibetrag nach Vorbild des Vereinigten Königreichs, wie er auch von den österreichischen Startup-Stakeholdern seit Jahren gefordert wird. Hierzulande schaffte es diese Maßnahme abermals nicht ins laufende Regierungsprogramm – dem Vernehmen nach vor allem wegen Widerständen des Koalitionspartners SPÖ. Dass nun im Nachbarland mit Lars Klingbeil ein sozialdemokratischer Minister einen solchen Vorschlag von sich aus aufs Tapet bringt, ist in diesem Kontext durchaus bemerkenswert.

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