08.10.2020

FFG startet Programm für „ethische & nachhaltige“ Digitalisierung – bis zu 450.000 Euro Förderung

Das neue Programm "Fast Track Digital" adressiert laut FFG insbesondere KMU, die neue digitale Märkte erschließen oder bestehende Märkte mit neuen digitalen Lösungen revolutionieren wollen. Die Lösungen müssen ethische und/oder nachhaltige Aspekte der Digitalisierung erfüllen. Die kooperativen Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden jeweils mit bis zu 450.000 Euro für zwei Jahre gefördert.
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(c) Adobestock

Mit dem neuen Programm „Fast Track Digital“ fördert die FFG Vorhaben im Bereich Forschung, Technologie und Innovation, mit denen Digitalisierungslösungen rasch umgesetzt werden können.

Insgesamt stehen rund 4,3 Millionen Euro der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung zur Verfügung, die von der FFG mit Unterstützung des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) eingeworben wurden, das gab das BMDW in einer Aussendung am Donnerstag bekannt.

FFG: Fokus liegt auf KMU

Die Ausschreibung „Fast Track Digital“ adressiert insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Projekte können von Konsortien mit mindestens zwei Unternehmen eingereicht werden, davon muss eines jedenfalls ein KMU sein.

Für kleine Unternehmen (KU) gilt eine Förderungsquote von 60 Prozent, für mittlere Unternehmen (MU) von 50 Prozent und für große Unternehmen (GU) von 35 Prozent.

Die kooperativen Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden jeweils mit bis zu 450.000 Euro für zwei Jahre gefördert. Einreichungen sind ab sofort bis 18. März 2021 bei der FFG möglich.

Die Kriterien für „Fast Track Digital“

Zudem müssen die Projekte im Rahmen von „Fast Track Digital“ laut FFG einen Bezug zu ethischen und/oder nachhaltigen Aspekten der Digitalisierung aufweisen.

Beispiele für nachhaltige Innovationen für energie- und ressourcenschonende Lösungen sind etwa die Förderung effizienter und umweltschonender Landwirtschaft mittels Satellitennavigation oder die Verbesserung der Energieeffizienz von Elektroniksystemen z.B. bei Solar- und Windkraftanlagen.


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(v.l.) Christian Neubauer, Antonia Riva-Frizberg (beide Lumetry Diagnostics), Martin Hauer (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien) | (c) Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien

Innovation wird gebraucht, gerade in der Gesundheitsversorgung. Das Grazer MedTech Lumetry Diagnostics arbeitet an solchen innovativen Lösungen. Brutkasten berichtete bereits 2023 über ein sechsstelliges Investment „weit über eine halbe Million“. Nun werden die Grazer abermals mit frischem Kapital unterstützt. Die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien beteiligt sich mit zehn Prozent als Lead-Investor, neben lokalen und internationalen Kapitalgebern. „Über die Höhe des Betrages wurde Stillschweigen vereinbart“, heißt es von der Raiffeisenbank auf brutkasten-Nachfrage.

„Von einer bemerkenswerten Idee hin zu einer vielversprechenden Zukunft“

„Wir sind vorne mit dabei, wenn es darum geht, Unternehmen, die zu unserem Portfolio passen, zu unterstützen. Lumetry Diagnostics hat gezeigt, wie sich ein Geschäftsmodell von einer bemerkenswerten Idee hin zu einer vielversprechenden Zukunft entwickeln kann. Das hat uns überzeugt. Wir freuen uns, das Unternehmen bei seinem Marktstart zu begleiten“, betont Generaldirektor Martin Hauer, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Mit der Investition bringt das MedTech die erste CE-gekennzeichnete Produktversion eines innovativen Atemanalysegeräts für COPD-Patient:innen in Europa auf den Markt.

Das innovative Atem-Analysegerät

Das Besondere an dem Produkt: Es kombiniert zwei Lungenmessungen für den Gebrauch zu Hause und in Kliniken, für die bisher meist getrennte Geräte nötig waren. Dadurch werden zwei Funktionen in einem Gerät vereint, nämlich die Spirometrie, die das Atemvolumen misst, und die Kapnographie, die das ausgeatmete Kohlendioxid erfasst. Die Ergebnisse werden digital aufbereitet.

„Bei Menschen mit COPD kann sich zu viel Kohlendioxid im Blut anreichern. Dieser Zustand kann lebensbedrohlich werden und muss deshalb zuverlässig überwacht werden“, erklärt Christian Neubauer, Co-CEO von Lumetry Diagnostics und ergänzt: „Künftig wollen wir diesen Wert einfach anhand der Atemluft abschätzen und darüber hinaus die frühzeitige Erkennung von COPD unterstützen – genau dort, wo Patient:innen häufig zuerst hinkommen: in der Hausarztpraxis, in der Apotheke oder in der Ambulanz.“

Lumetry Diagnostics arbeitet bereits an einem Folgemodell, das COPD früh erkennen und Kohlendioxid im Blut monitoren kann. Für beide Funktionen befinden sich KI-gestützte Algorithmen des Startups in klinischer Prüfung.

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FFG startet Programm für „ethische & nachhaltige“ Digitalisierung – bis zu 450.000 Euro Förderung

  • Mit dem neuen Programm „Fast Track Digital“ fördert die FFG Vorhaben im Bereich Forschung, Technologie und Innovation, mit denen Digitalisierungslösungen rasch umgesetzt werden können.
  • Insgesamt stehen rund 4,3 Millionen Euro der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung zur Verfügung, die von der FFG mit Unterstützung des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) eingeworben wurden, das gab das BMDW in einer Aussendung am Donnerstag bekannt.
  • Die Ausschreibung „Fast Track Digital“ adressiert insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
  • Projekte können von Konsortien mit mindestens zwei Unternehmen eingereicht werden, davon muss eines jedenfalls ein KMU sein.
  • Für kleine Unternehmen (KU) gilt eine Förderungsquote von 60 Prozent, für mittlere Unternehmen (MU) von 50 Prozent und für große Unternehmen (GU) von 35 Prozent.
  • Zudem müssen die Projekte im Rahmen von „Fast Track Digital“ laut FFG einen Bezug zu ethischen und/oder nachhaltigen Aspekten der Digitalisierung aufweisen.

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